Mit Zero Hour schickt Electronic Arts die Armeen aus Amerika und China erneut zur Terrorbekämpfung gegen die GLA. Ob das Add On die Qualität des Hauptprogramms erreicht, erfahrt Ihr in unserem Review.
| | In einer Zwischensequenz springen sehr viele US-Truppen per Fallschirm ab. |
Der Krieg ist noch nicht vorbei. Die Global Liberation Army ist zwar geschwächt, aber nicht besiegt. Unter der Führung von „Dr. Thrax“ will sich die GLA wieder vereinen. Dies geschieht unter anderem mit Hilfe einer neuen mächtigen Massenvernichtungswaffe: Anthrax Gamma. Diese ist noch tödlicher als das aus Generals bekannte Anthrax Beta. Während Amerikaner und Chinesen versuchen, die GLA zu vernichten, muss sich diese erst mal mit Abtrünnigen in den eigenen Reihen befassen, bevor schließlich gegen den wahren Feind weitergekämpft werden kann. Von vielen Command & Conquer Fans wurde das Fehlen der Videosequenzen vor und nach den Mission bemängelt. Hier hat man nachgebessert! Vor jeder der insgesamt 15 Missionen bekommt man ein Video präsentiert, das einen Reporter der jeweiligen Partei zeigt und im Stile von echten Nachrichten präsentiert wird. Auf Zwischensequenzen in der Spielengine hat man aber auch hier nicht verzichtet. Diese wurden wie gewohnt sehr gut inszeniert.
| | Die neuen Motorräder der GLA können schnell und tödlich sein. |
Die Grafik von Generals war schon hervorragend und das gilt auch für das Add On. Hinzugekommen sind allerdings einige schicke neue Effekte. Da wäre zum Beispiel das Hitzeflimmern des Microwave Tanks. Die nähere Umgebung wird dabei verschwommen dargestellt. Außerdem wurden jetzt Wettereffekte hinzugefügt. In einem Level findet sich so zum Beispiel starker Schneefall. Die gute Qualität gilt auch für den Sound des Spiels. Alle Einheiten sprechen zwar Englisch, dafür aber wiederum mit einem schönen, nicht störenden Dialekt. Auch der Soundtrack kann sich hören lassen und passt perfekt zur dargestellten Situation auf dem Bildschirm bzw. zu den Missionen. Für ein reibungsloses Spielerlebnis sorgt außerdem die gute Steuerung. Das ganze Spiel lässt sich praktisch alleine mit der Maus steuern. Zur Vereinfachung gibt es aber noch jede Menge Tastaturkommandos, etwa zur Auswahl aller Lufteinheiten auf dem Bildschirm. Zwingend notwendig sind diese aber nicht.
| | Von diesem Flugzeugträger geht keine Gefahr mehr aus. | | Durch die neuen Videosequenzen, welche die Story enger miteinander verknüpfen, gewinnt Zero Hour etwas mehr an Spieltiefe gegenüber Generals. Diese sind zwar ein guter Anfang, aber vielen Spielern werden dennoch mehr Videos bzw. vorgerenderte Szenen fehlen. Als Ersatz gibt es jedoch jede Menge neue Inhalte für das Spiel: Jede Seite im Add On verfügt über drei neue Einheiten, ein neues Gebäude, mehrere Upgrades sowie zwei neue Generalsfähigkeiten. Zu den neuen Einheiten zählt auf Seiten der USA unter anderem der Avenger. Dabei handelt es sich um eine modifizierte Version des Jeeps, der mit einem Laser bestückt ist. Damit lassen sich Ziele markieren, aber auch Raketen und Flugzeuge abschießen. Die chinesischen Streifkräfte verstärken zudem ihre Luftstreitkräfte. Der Helix-Hubschrauber verfügt über die selben Upgrademöglichkeiten wie der Overlord-Panzer und kann zusätzlich auch Napalmbomben abwerfen und Infanterie bzw. Fahrzeuge transportieren. Die Global Liberation Army setzt hingegen verstärkt auf Mobilität. Dazu zählen auch die neuen Motorräder, die von jeder Infanterieeinheit der Terrorgruppe benutzt werden können. Dadurch sind zum Beispiel schnelle Kamikazeangriffe möglich. Alle neuen Einheiten wurden allesamt wieder sehr gut ausbalanciert. Für jede Waffe gibt es ein entsprechendes Gegenstück, sodass letztendlich meistens die bessere Taktik über den Sieg entscheidet. Neu hinzugekommen sind auch mehrere neue Tech-Gebäude, die von den eigenen Soldaten erobert werden können. Darunter befinden sich Artilleriestellungen oder auch Reparaturplattformen, die alle Einheiten auf dem Schlachtfeld reparieren.
| | Mit den neuen Panzern der US-Streitkräfte lassen sich Gebäude ausschalten. |
Als besondere Herausforderung warten im „Generals Challenge“ Modus neun Generäle, davon drei für jede Partei, auf euch. Diese spezialisieren sich jeweils auf ein Gebiet. Während General Malcolm Granger auf Seiten der Amerikaner vor allem auf starke Lufteinheiten setzt, vertraut General Ta Hun Kwai wesentlich mehr auf Panzer. Letzterer kann dabei den mächtigen Emperor Tank bauen, der noch stärker ist als der Overlord. Zusätzlich lässt er, je nach Level, bis zu drei Battlemaster Tanks per Fallschirm auf dem Schlachtfeld abwerfen. Jeder der neuen Generäle verfügt über spezielle Einheiten und Vorteile. Allerdings gibt es auch Nachteile. Der bereits oben genannte General Granger muss zum Beispiel auf die beiden Panzer Crusader und Paladin verzichten, wodurch er am Boden verwundbarer wird. Dadurch entstehen jedes Mal andere Situationen und andere Taktiken werden erforderlich. Wer diese neun Generäle besiegt hat, der darf sie anschließend auch selbst im Multiplayer-Modus gegen andere Spieler einsetzen. Ansonsten ist der Multiplayer-Modus immer noch eine Klasse für sich. Die drei Parteien sind gut ausbalanciert und so ist jede Menge Spaß garantiert.
| | Diesem geballten Angriff der Chinesen hat die GLA nichts mehr entgegenzusetzen. |
|