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| 11. Oktober 2004 | 19:31 | Review |
Gut gegen Böse. Dieses Prinzip funktioniert nicht nur in Kinofilmen, sondern auch in vielen Spielen. Eines davon ist der Multiplayer-Shooter Counter-Strike, der einst als simpler Mod für Half-Life seine "Karriere" startete. Mittlerweile ist das Spiel zum meistgespielten Multiplayer-Titel herangewachsen. Vor mehr als 3 Jahren begannen dann die Arbeiten an Condition Zero, damals noch bei Rogue Entertainment. Mit den Jahren kamen allerdings immer mehr Entwickler hinzu. Nach Gearbox Software und Ritual Entertainment durften letztendlich die Turle Rock Studios das Spiel fertig programmieren. Im Gegensatz zum originalen Counter-Strike enthält Condition Zero zusätzlich noch einen Singleplayer-Modus, damit auch Offline-Spieler in den Genuss des Titels kommen können.
| | Der Terrorist visiert uns mit dem Scharfschützengewehr an. |
Der Singleplayer-Modus der Verkaufsversion stellt sich aber lediglich als eine Counter-Strike Partie gegen Bots heraus. Gespielt wird wieder auf den gleichen Karten, die es auch im Multiplayer-Modus gibt. Aufgelockert wird das ganze durch verschiedene Ziele, die man erfüllen muss. Zum Beispiel wird in einer Runde verlangt, drei Gegner mit einem Scharfschützengewehr auszuschalten. Die Partie läuft dann so lange weiter, bis diese Ziele erfüllt sind und das eigene Team mindestens zwei Siege Vorsprung vor dem Gegner hat. Sollte die KI jedoch diesen Vorsprung erreichen, dann bleibt nur noch der Neustart. Während man im Multiplayer-Modus wie gewohnt in die Rolle von Polizisten und Terroristen schlüpfen kann, lässt sich der Singleplayer-Part lediglich auf der Seite der Guten bestreiten. Somit geht ein Teil des eigentlichen Counter-Strike Reizes verloren, auf beiden Seiten aktiv zu sein.
| | Diesen Kameraden müssen wir zum Helikopter bringen. |
Doch diese, auf Dauer recht eintönigen, Partien sind nicht das einzige am Singleplayer-Modus. Unter dem Menüpunkt "Gelöschte Szenen" findet man die Missionen, die der dritte Entwickler Ritual Entertainment ursprünglich kreiert hatte. Dort geht es rund um die Welt auf neuen Karten zur Sache und dabei wird nicht das bewährte Rundenprinzip verwendet. Es sind richtige Missionen, wie man sie aus anderen Spielen kennt. Ein Beispiel: Zu Anfang findet man sich in einer heruntergekommenen Stadt wieder, in der es vor Terroristen nur so wimmelt. Der Spieler muss sich dort den Weg bis zum rettenden Helikopter freikämpfen und unterwegs noch einen Kameraden befreien. Im Gegensatz zum eigentlichen Singleplayer-Modus machen diese Einsätze richtig Spaß. Leider sind es nicht allzu viele und dementsprechend ist man wieder zu schnell damit fertig. Hier hat Condition Zero einiges an Potential verschenkt. | Ebenfalls recht öde stellt sich die Grafik des Spiels dar. Verwendet wird weiterhin die alte Engine von Half-Life. Für Condition Zero wurden allerdings Texturen und Spieler- und Waffenmodelle noch mal überarbeitet. Wirklich besser sieht das Ganze aber nicht aus. Im Gegensatz zu aktuellen Titeln wie Doom 3 oder Joint Operations wirkt die Grafik veraltet, schicke Effekte und ähnliches fehlen. Der Vorteil daran ist aber, dass das Spiel auch auf älteren Rechnern noch einwandfrei läuft und somit mehr Spieler ansprechen dürfte als aktuellere und hardwarefressendere Titel. Auch eher unspektakulär sind die Soundeffekte. Musik gibt es nur im Menü zu hören oder eben an speziellen Stellen auf den Karten, zum Beispiel bei Radios. Die Schussgeräusche wurden allesamt aus Counter-Strike übernommen, bieten also wenig neues. Neben den eingedeutschten Texten wurden auch die Funksprüche übersetzt, die man anwählen kann. Wirklich überzeugend klingen die deutschen Sprecher aber nicht so ganz, die englischsprachige Variante klingt ein wenig atmosphärischer.
| | Vor einer Partie lässt sich ein Team zusammenstellen, spielerische Auswirkungen gibt es kaum. |
Wer in anderen Shootern geübt ist, der wird sich auch in Condition Zero schnell zurecht finden. Alle Tastaturkommandos sind schnell zu erreichen und lassen sich den eigenen Bedürfnissen leicht anpassen. Sobald man am Start einer Runde im Singleplayer-Modus ins Kaufmenü springt, wird das Spiel praktischerweise pausiert, im Internet oder Netzwerk ist dies selbstverständlich nicht der Fall.
| | Gleich gibt es einen Terroristen weniger. |
Neben dem leider nicht sehr lange unterhaltenden Singleplayer-Modus lässt sich Condition Zero natürlich auch im Internet spielen. Mit entsprechenden Updates wurde dafür gesorgt, dass Condition Zero und das eigentliche Counter-Strike zueinander kompatibel sind, sodass Käufer von Condition Zero auf die volle Serverzahl zurückgreifen können. Hier steht aber nach wie vor nur der bekannte Spielmodus zu Verfügung, bei dem entweder Bomben gelegt oder Geiseln befreit werden müssen. Andere Modi sucht man vergeblich.
| | Der Schild kann feindliche Geschosse abblocken. |
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Fazit von Benjamin Jakobs:
Condition Zero sollte den beliebten Mod Counter-Strike auch offline attraktiv machen. Dieser Versuch ist allerdings nicht sehr geglückt, besteht der normale Singleplayer-Modus doch lediglich aus Partien gegen Bots. Die gelöschten Szenen bringen da noch etwas mehr Abwechslung rein, aber mit dem Szenario wäre noch einiges mehr möglich gewesen. Außerdem ist es ärgerlich, dass man im Singleplayer-Modus nur in die Rolle der guten Polizisten schlüpfen kann. Wer Counter-Strike nur online spielt kann auf Condition Zero getrost verzichten. |
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Wertung: |
| Grafik: |
         (5 / 10) |
| Sound: |
         (6 / 10) |
| Bedienung: |
         (8 / 10) |
| Spieltiefe: |
         (5 / 10) |
Multiplayer:
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         (7 / 10) |
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| Benjamin Jakobs |
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