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| 08. April 2004 | 13:21 | Review |
Nach dem Einsatz in Somalia verschlägt euch das Black Hawk Down Add On Team Sabre in den Dschungel Kolumbiens und in die Wüsten des Iran. Wir verraten euch in unserem Review, ob sich diese Einsätze lohnen.
Wie Ihr in der Einleitung sicherlich schon bemerkt habt, spielt das Add On Team Sabre nicht mehr in Somalia, sondern stellt dem Spieler zwei komplett neue Szenarien zur Verfügung, die aus insgesamt elf Missionen bestehen. In Kolumbien macht man sich auf die Suche nach einem berüchtigten Drogenbaron, der unzählige Drogenschmuggler im Dschungel und an küstennahen Regionen unter seinem Kommando hat. Danach geht es wieder in eine ziemlich sandige Region, genauer gesagt in den Iran. Dort will sich die Regierung immer mehr gegenüber den westlichen Mächten öffnen. Innerhalb des Landes stößt diese Tatsache aber auch auf Ablehnung, und so formiert sich eine Gruppe, welche die Ölförderung und den Ölexport massiv stören will. Die Delta Force wird entsandt, um dort für klare Verhältnisse zu sorgen.
| | In der Dunkelheit bringt uns der Helikopter ins Einsatzgebiet. |
Team Sabre basiert, wie auch schon Black Hawk Down, wieder auf der Grafikengine von Comanche 4. Dies zeigt sich vor allem bei den sehr schönen Effekten, die das Spiel zu bieten hat. Da wären zum Beispiel realistische Staubaufwirbelungen, wenn ein Helikopter dicht über dem Boden schwebt. Den gleichen Effekt kann man auch auf dem Wasser bewundern, das hier das Wasser zur Seite gewirbelt wird. Letzteres ist zudem wirklich sehr schön anzusehen und auch die Umgebung spiegelt sich im Wasser. Nicht ganz so Klasse sehen jedoch die Texturen sowie die Charaktere aus. Einige Texturen wirken selbst auf der höchsten Detailstufe noch leicht verschwommen und die Charaktere sehen teilweise eckig aus. Diese kleinen Details beeinträchtigen den guten Gesamteindruck allerdings eher wenig. Sehr unterschiedlich gestaltet sind hingegen die Umgebungen der beiden Kampagnen. Auf den relativ großen Karten findet man in Kolumbien dichte Vegetation sowie viele Bäume, die einem auch gut als Deckung nützlich sind. Im Iran hingegen gibt es eher offene Flächen, welche dem Spieler kaum Schutzmöglichkeiten bieten.
Auch soundtechnisch spielt Team Sabre in der oberen Liga mit. Die ganze Atmosphäre wird durch die englische Sprachausgabe gut rübergebracht und die vielen Funksprüche vermitteln den Eindruck, dass man mitten im Geschehen ist. Dazu sorgt die passende Musik immer wieder für spannenden Momente, etwa wenn bestimmte Ereignisse ausgelöst werden.
Im Vergleich mit gewöhnlichen Shootern ist die Bedienung von Black Hawk Down und Team Sabre um einiges umfangreicher. So hat etwa jede Waffe ihre eigene Nummerntaste, wodurch man manchmal zum Beispiel nach der richtigen Granate suchen muss und einem die entsprechende Taste dann nicht auf anhieb einfällt. Mit unterschiedlichen Kommandos werden den Teamkameraden Befehle erteilt.
| | Mit mehreren Trupps und Helikoptern wird ein Flugfeld gesichert. |
So lassen sich die Soldaten zum Beispiel an einem bestimmten Punkt positionieren, während man selbst die Gegend erkundet und feindliche Stellungen erspäht. Manchmal kann man aber auch ziemlich komische Bewegungen der eigenen Männer beobachten, wenn sie an einer bestimmten Stelle festhängen oder vor einen laufen, wenn man gerade auf Gegner feuert. So stirbt schon mal der ein oder andere Soldat im "Friendly Fire". | Ebenso ungeschickt stellen sich die Gegner an, denn die KI ist größtenteils eher schwach. Feindliche Soldaten stehen beispielsweise fröhlich am Straßenrand, während man sie nach und nach umnieten kann. Auf die Idee, in Deckung zu gehen, kommen die Jungs anscheinend nicht. Zudem wird das Spiel durch einige Aktionen unnötig erschwert. In einer Mission steht ein Einsatz im Dschungel von Kolumbien auf dem Plan, bei der alle sichtbaren Gegner noch relativ einfach zu erledigen sind, doch dann wird der Spieler plötzlich von einem Bazooka-Schützen getötet, den man aufgrund der Blätter eines Baumes nicht sehen konnte und der zusätzlich noch auf einem Hügel steht. Der Bazooka-Schütze allerdings scheint sich davon nicht beeindrucken zu lassen und mäht unseren Trupp mehrmals nieder. Erst ein Sturmangriff sorgt für die nötige Ruhe.
| | Dem Dock nähert man sich über den Seeweg. Jede Menge Gegner warten bereits. |
Bis auf diese Aussetzer ist das Missionsdesign aber größtenteils gelungen. Vor jedem Einsatz startet man zum Beispiel in einem Hubschrauber oder Schiff, womit man sich dann zum Zielgebiet begibt. Dort oder unterwegs warten dann meistens schon die ersten Gegner, die aber normalerweise keine größeren Probleme darstellen. Die großen sorgen Levels für eine ordentliche Spieldauer, wenn auch das Speichersystem nicht ganz überzeugen kann. Je nach Mission hat man unterschiedlich viele Speicherplätze zur Verfügung, die an jeder beliebigen Stelle benutzt werden können. Normalerweise kann man an drei Positionen speichern. Dadurch wird man quasi gezwungen, sich vorsichtig fortzubewegen. Allerdings ist es auch frustrierend, wenn man aufgrund eines kleinen Fehlers wieder die halbe Karte wiederholen muss. Da man auch nicht richtig weiß, wie lange die Mission eigentlich dauert, ist es schwierig, die Speicherplätze effizient zu benutzen.
In den Einsätzen selbst geht es immer ordentlich zur Sache und geskriptete Ereignisse sorgen für Spannung. Während eines Angriffs auf ein Hafendock fordert man etwa Hubschrauberunterstützung an, die dann auch bald kommt. Die Black Hawks machen kurzen Prozess mit einigen Gegnern und ziehen sich dann zurück. Einer davon wird allerdings mit einer Rakete erwischt und stürzt ab. Der Spieler kann dies alles vom Boden aus beobachten oder sich weiter um die Missionsziele kümmern, denn das ganze läuft ohne eigene Zwischensequenz ab, die das Spiel unterbrechen würde. Meist folgen auf diese Ereignisse auch neue Ziele. In oben genanntem Beispiel muss man nach dem Absturz den Piloten des Hubschraubers retten.
| | Das Nachtsichtgerät erleichtert die Orientierung in der Dunkelheit. |
Auch für Multiplayer-Fans bietet Team Sabre neues Material. Stolze 36 neue Karten können mit bis zu 50 Spielern über NovaWorld oder im Netzwerk gespielt werden. Wer lieber selbst kreativ tätig werden will, der benutzt einfach die enthaltenen Mod-Tools, die nochmals verbessert wurden.
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Fazit von Benjamin Jakobs:
Fans von Black Hawk Down werden auch mit Team Sabre ihren Spaß haben. Der Wechsel der Schauplätze ist Ritual Entertainment gut gelungen. Die spürbar spannende Atmosphäre (jeder Schritt könnte der letzte sein) sorgt für volle Konzentration. Lediglich die etwas dummen KI-Gegner und -Kollegen sorgen manchmal nur dafür, dass man ungläubig den Kopf schüttelt. Kein Vergleich etwa mit Far Cry, wo die KI wesentlich cleverer agiert. Wer Black Hawk Down noch nicht besitzt, der sollte beim "Gold Pack" zugreifen, in dem Black Hawk Down und Team Sabre enthalten sind. |
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