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Review » FIFA 2001[ 13. Juli 2001 14:02 ]
von Christian Gehlen

Nachdem wir NHL 2001 bereits unter die Lupe genommen haben (88 %), folgt nun der Review zu EA’s diesjährigem fußballerischen Beitrag. Um potentiell Unentschlossene vorab zu informieren: An die Eishockey – Referenz kommt das Ballgeschiebe dieses Jahr bei weitem nicht vorbei.

Meckerecke


Das langweilige Intro hat man schnell weggeklickt und findet sich dann beim Spielstart in einem ziemlich langweiligen Hauptmenü wieder. Langweilige Hauptmenüs scheinen dieses Jahr in EA’s Sportspielen zu grassieren, schon bei NHL 2001 sahen die Dinger eher flau denn reizvoll aus. Auch an den Spielmodi wurde nichts geändert, was den Kanadiern den ersten Rüffel einbringt: Spielt man eine ganze Saison durch, sind die Spieltage wieder so merkwürdig zerhackt, daß die Mitglieder der Initiative „Pro 15:30“ einen Herzinfarkt nach dem anderen bekommen würden. Dafür hat man jetzt endlich auch die Ligen zur Auswahl, die man hier in Deutschland schon seit Jahren sehnlichst vermißt – zum Beispiel die koreanische. Mal im Ernst, wen interessiert die koreanische Liga? Immerhin schraubt EA so die Anzahl der zur Verfügung stehenden Mannschaften durch geschickte Kniffe in die Höhe.
Und nun wurde es in der Testphase das erste Mal richtig spannend. Hat EA das Wunder vollbracht und eine Option zur freien Gamepad – Konfiguration eingebaut? Fünf Minuten später ist man schlauer und fragt sich, nach welchen Auswahlkriterien die Personalchefs bei EA die Programmierer einstellen, wenn die es noch nicht einmal innerhalb von sechs Jahren schaffen, eine solche Konfiguration einzubauen. Das ergibt Rüffel Nummer Zwei.
[bild]


Genuß für die Pupillen


Genug Geplänkel, rein ins eigentliche Spiel. Mögen die Programmierer von FIFA 2001 auch dieses Jahr wieder noch so geschlampt haben, die Grafiker haben alles gegeben. Allein die Stadiongrafiken sind eine Augenweide, wenngleich das Publikum immer noch ein wenig fitzelig und billig aussieht. In den Nahaufnahmen sieht man dann auch, welche Details dieses Jahr berücksichtigt wurden. Nicht nur, daß die Animationen einfach beispiellos gut gelungen sind, auch die Spieler an sich strotzen nur so vor Kleinigkeiten wie originaler Trikotwerbung, Gesichtsanimationen und und und. An den Spielfeldrändern finden sich jetzt Kameraleute, die ihr Arbeitsutensil immer haargenau auf den Ball ausrichten. Das hat recht erheiternde Folgen, wenn z.B. eine Flanke ins Nirwana segelt, hält der Kameramann auch noch aufs Leder, wenn es schon längst nicht mehr im Spiel ist – dann kniet der Mann mit dem Rücken zum Spielfeld und filmt irgendwo das Niemandsland. Aber es gibt auch gelungene Neuerungen: Schießt einer Deiner Kicker zum Beispiel ein Tor, dreht er jubelnd ab, wobei Du sogar sein freudiges Gegröle hören kannst. Grafisch gesehen ist FIFA 2001 seinem Eissportkollegen jedenfalls ebenbürtig, wenngleich bei NHL 2001 die Spieler noch einen Tick besser aussehen.[bild]


Im Westen nichts (wirklich) neues


Hat man sich damit abgefunden, daß die Joypadbelegung immer noch so stur ist wie all die ganzen Jahre, fühlt man sofort, daß FIFA 2001 mehr auf Action ausgelegt ist als der Vorgänger. Kein seichtes Ballgeschiebe mehr, sondern flotte Spiele mit vielen Strafraumszenen stehen an der Tagesordnung. Ein Angriff über die Außen kann jetzt viel eher zu einem gelungenen Abschluß führen &Insgesamt ist es EA aber gelungen, eine viel intuitivere Spielbarkeit zu schaffen als es im letzten Jahr der Fall war. Das Ganze spielt sich flüssig, angenehm flott und ohne größere Eingewöhnungsphasen &Außerdem hat man jetzt nur noch wenige Kameraperspektiven zur Verfügung. Die sind zum Großteil auch nur für die Wiederholung brisanter Szenen interessant, ordentlich spielen läßt sich wie schon immer nur mit der Turmkamera.
[bild]



Fazit von Christian Gehlen:


Die Bewertung war nicht leicht. Auf der einen Seite wurde hier technisch ordentlich rangeklotzt und das Spieltempo erhöht, andererseits wird auch der aktuelle FIFA – Happen durch die idiotische Gamepadkonfiguration und mangelhafte Torwart – KI ziemlich ausgebremst. Profis langweilen sich auch diesmal wieder im Profi – Modus, lediglich im schwersten der drei Levels wird man gefordert. Weil es EA aber immer noch nicht geschafft hat, das Joypad frei konfigurierbar zu machen, gibt’s drei Prozentpunkte Abzug und somit nur 81 %. Achja: Der Multiplayer – Modus per Internet mittels EA Matchup Maker ist ein Witz, ich habe von 10 Matches gerade mal eins zuende bringen können, bei den anderen neun hat’s mir dauernd die Verbindung weggerissen.


FIFA 2001  (Review)
Empfohlenes System:

Wertung:
Grafik: ( / 10)
Sound: ( / 10)
Bedienung: ( / 10)
Spieltiefe: ( / 10)
Multiplayer:

( / 10)
 
Gesamt:

%

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