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| 29. April 2004 | 13:44 | Review |
Die Stalker-Macher GSC Game World schicken mit Firestarter einen Arcade Ego-Shooter ins Rennen, der es unter anderem mit Painkiller aufnehmen soll. Ob das Spiel aber auch sonst etwas zu bieten hat, erfahrt Ihr in unserem Review.
Im Jahr 2010 soll das Firestarter Virtual Reality System eine neue Ära der Computerspielgeschichte einläuten. Ähnlich wie in Matrix wird der Spieler an eine virtuelle Welt angeschlossen, in der er dann Abenteuer erleben kann. Doch beim Probelauf läuft einiges schief. Ein aggressives Virus infiziert das System und programmiert es um. Nur der Stärkste wird überleben. Der Rest stirbt, und zwar nicht nur virtuell.
Zum Spielbeginn erhaltet Ihr die Möglichkeit, euch zwischen sechs verschiedenen Charakterklassen zu entscheiden. Marine, Agent, Policeman, Gunslinger, Cyborg und Mutant haben alle eigene Vorteile und Nachteile. Letzterer kann zum Beispiel im Spielverlauf den Gegnern mit bis zu vier Waffen gleichzeitig einheizen. Sobald die Wahl getroffen wurde, kann es losgehen. Mit der Story bekommt man es innerhalb der einzelnen Level nicht zu tun. Es müssen lediglich immer alle Gegner vernichtet sowie vereinzelte Artefakte innerhalb eines Zeitlimits aufgesammelt werden.
| | Zwei Waffen sind besser als eine. |
Insgesamt müssen in Firestarter vier Episoden absolviert werden, von denen die ersten drei wiederum in fünf Level aufgeteilt sind. Die letzte Episode bietet lediglich einen einzigen Level. Optisch wechseln sich die vier Abschnitte jedes Mal ab. Am Anfang kämpft der Spieler in einer Industriezone, wo alles metallisch grau gestaltet ist. Später geht es sogar in einer Raumstation zur Sache, das Finale findet in einem düsteren, halb zerstörten Kolosseum statt. Darin ist unter anderem ein ausgeprägter Orientierungssinn gefragt, da die Level mitunter recht verzweigt sind. Für ein wenig Abhilfe sorgt da die Minikarte am unteren Bildschirmrand. Darauf kann man nicht nur die verschiedenen Wege erkennen, sondern auch die einzusammelnden Artefakte, Munition oder Power Ups.
| | Mit der Minigun räumt man schnell auf. | | Mit Erfahrungspunkten für den Abschuss von Gegnern versucht Firestarter, Rollenspielelemente in das Spiel zu integrieren. Diese Erfahrungspunkte kann man in verschiedene Fähigkeiten investieren, zum Beispiel weitere Sprünge oder sichere Landungen ohne Schaden zu nehmen. Leider wirken sich diese Fähigkeiten nur sehr gering aus und kommen kaum zum Zuge, weil meistens lediglich schnelle Reaktionen gefragt sind.
Grafisch kann Firestarter nicht nur Glanzpunkte bieten. Auf der einen Seite gibt es gute und komplex gestaltete Level, denen es aber an Besonderheiten fehlt. Auf der anderen Seite stehen einige nicht so schöne Effekte, wie zum Beispiel der Flammenwerfer. An die Qualität eines Unreal 2-Flammenwerfers kommt dieser nicht heran. Ansonsten bietet die Grafikengine noch die Ausnutzung von dynamischen Lichtern sowie Pixel- und Vertex-Shadern. Da aber eher schnelle Reaktionen gefragt sind, hat man sowieso keine Zeit, um die Levels ausgiebig zu besichtigen. Das bei Firestarter keine Langeweile aufkommen soll, ist auch dem Soundtrack anzumerken. Die Techno-Songs sorgen jedenfalls für die nötige Hektik im Hintergrund, während der Spieler selbst mit den Gegnern beschäftigt ist. Die restlichen Soundeffekte sind ordentlich, verdienen aber keine besondere Auszeichnung. Bedient wird das Spiel wie jeder andere Shooter auch bequem über Tastatur und Maus, wobei die Standard-Tastaturbelegung (WASD) zum Einsatz kommt und auch gewohnt gut funktioniert.
| | Solche Gegner laufen einem öfter über den Weg. |
Wer sich durch die "Kampagne" von Firestarter gekämpft hat, der kann sich anschließend im Multiplayer-Modus mit anderen menschlichen Mitspielern in vier Spielmodi beschäftigen. Neben dem üblichen Deathmatch gibt es hier auch einen kooperativen Modus, in dem man die Singleplayer-Levels zusammen mit Freunden durchspielen kann. Der Schwierigkeitsgrad hängt hierbei von der Anzahl der Mitspieler ab. Außerdem kann die Partie gespeichert und später fortgesetzt werden. Im Hunting-Modus müssen die Teilnehmer innerhalb einer festgelegten Zeitspanne ein bestimmtes Monster finden und töten, um den Sieg zu erringen. Der Slaughter-Modus hingegen setzt voll Action. Wer hier die meisten Monster erledigt, der gewinnt auch die Partie. Aber Vorsicht: Sollten Mitspieler getötet werden, dann wird eine bestimmte Anzahl von Abschüssen wieder vom Punktekonto abgezogen.
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Fazit von Benjamin Jakobs:
Firestarter ist definitiv nichts für Freunde von spannenden Storys. Stattdessen wird geballert was das Zeug hält. Langeweile kommt kaum auf, dafür sorgt das schnelle Gameplay. Was dem Spiel aber fehlt ist ein wenig mehr Abwechslung, seien es Level oder Gegner. Auch ein umfangreicheres Erfahrungspunktesystem hätte dem Spiel sicher mehr Tiefgang verpasst. Für schnelle Unterhaltung oder zum Abreagieren ist Firestarter mehr als geeignet. Wer auf spannende Geschichten und eine dichte Atmosphäre steht, der ist hier falsch. |
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Wertung: |
| Grafik: |
         (7 / 10) |
| Sound: |
         (7 / 10) |
| Bedienung: |
         (8 / 10) |
| Spieltiefe: |
         (5 / 10) |
Multiplayer:
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         (7 / 10) |
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| Nicht im Game-And-Fun.de - Sortiment |
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| Benjamin Jakobs |
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