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Du denkst, dass dich kein PC-Spiel mehr erstaunen kann und dass Du alles schon gesehen hast? Dann schau Dir Sacrifice an und Du wirst eines besseren belehrt werden!
Wieder mal zeigt sich, dass es nie gut ist, sich selbst zu überschätzen. Nachdem Du einen mächtigen Dämon beschworen hast, um Dich Deiner Feinde zu entledigen, hat dieser nicht nur die, sondern auch Deine ganze Heimatwelt vernichtet. Doch da Du Dir zu Schade bist, das Schicksal Deiner Heimat zu teilen, fliehst Du in eine andere, bizarre Welt, die Welt von Sacrifice.
Diese wird von fünf Göttern beherrscht, die Dich auch prompt zu sich bitten. Vor den Kultstätten der Götter erscheint auch Mithras, ein weiser alter Mann, der eine düstere Prophezeiung vom Weltuntergang spricht. Und tatsächlich taucht wenig später auch der Dämon auf und er macht keinen Hehl daraus, was seine Absichten sind. Anstatt sich zusammenzutun, frischen die Götter alte Feindschaften wieder auf, und dazu ist ein Zauberer wie Du immer gut zu gebrauchen.
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Am Altar werden die Seelen gefallener Feinde geopfert |
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Ein harter Kampf entbrennt um Manaquellen |
In der Kampagne von Sacrifice hast Du zehn Missionen zu absolvieren. Das scheint wenig, jedoch hat jeder Gott jeweils eine andere Mission zu bieten, so dass man auf eine Totalanzahl von 50 Missionen kommt. Der Wiederspielwert der Kampagne ist somit enorm hoch.
Wenn Du nun einen Gott ausgewählt habst (im übrigen kann man während der Kampagne jederzeit die Seite wechseln) wirst Du in das eigentliche Missionsgebiet transferiert. Nach einer kurzen Zwischensequenz in Spielgrafik kann das Spiel schlussendlich beginnen. Du stehst vor Deinem Altar und da beginnt schon der Unterschied zu herkömmlichen Echtzeitstrategie-Titeln. Die Kamera schwebt nicht irgendwo weit über dem Schlachtfeld, sondern Du siehst Dich selbst aus einer Art 3rd Person Perspektive. Zunächst stellst Du einen Manalithen auf eine nahe Manaquelle, um ständig Mana zu erhalten. Damit dieses auch auf dem Schlachtfeld nicht ausgeht, erschaffst Du sogenannte Manahoars, die Dich fortan durch die Level begleiten. Um Kreaturen wie die Manahoars, aber auch wackere Kämpfer zu erschaffen, benötigst Du Seelen, den zweiten Rohstoff in Sacrifice. Stirbt eine Kreatur hinterlässt sie je nach Stärke eine oder mehrere Seelen. Die Seelen Deiner Kreaturen sind blau und Du kannst sie durch einfaches drüberlaufen sammeln, während die roten Seelen Deiner Feinde erst einer Bekehrung bedürfen, um in Deine Dienste treten zu können. Dazu spricht man den Spruch "Konvertieren" und es erscheint ein merkwürdiger Priester, der mit einer riesigen Spritze die Seele aus dem toten Leichnam saugt und anschliessend zu Deinem Altar trägt. Dort wird sie schliesslich Ihrem Gott geopfert, so dass sie schlussendlich auf Deinem "Seelenkonto" landet.
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Ein magischer Tornado fegt durch die Landschaft und zieht Kreaturen mit in die Höhe |
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Nach einem langen Kampf ist der ganze Boden blutverschmiert |
Jeder der fünf Götter stellt Dir eigene Kreaturen und Zaubersprüche zur Verfügung, die sich jedoch v.a. durch ihr Aussehen unterscheiden, während sie vom spielerischen Nutzen meist ähnlich sind. So schmeisst der Bombard von Pyro, dem Gott des Feuers mit Bomben um sich, die beim Aufprall explodieren, während der Abscheuling von Charnel, dem Gott des Todes, mit einem ekligen Gemisch aus Blut und Eingeweiden die Gegner beschiesst. Man merkt schon, Sacrifice ist ein sehr abgefahrenes Spiel, die Kreaturen sehen sehr merkwürdig aus, jedoch keineswegs im negativen Sinne.
Irgendwann mal im Laufe der meisten Missionen triffst Du auf einen feindlichen Zauberer, den Du nicht so einfach besiegen kannst. Jeder Zauberer hat nämlich irgendwo auf der Karte einen Altar, und wenn er stirbt, kann er sich regenerieren und zurückkehren. Daher ist es nötig, dass Du den Altar des Gegners entweihst. Dies geschieht, indem Du eine eigene Kreatur am Altar des feindlichen Magiers opferst und somit den Gegner auf ewig aus dem Level verbannst. Doch sei gewarnt: es ist nicht alles so leicht, wie es klingt, denn auch der Gegner hat starke Kreaturen und Zaubersprüche zur Verfügung!
Die Grafik von Sacrifice gehört mit zum Besten, was man jemals auf einem PC-Bildschirm bestaunen konnte. Die Sichtweite ist enorm, die Animationen der Geschöpfe sehr gut und auch ein bisschen merkwürdig und das allerbeste sind die Effekte der Zaubersprüche und des Himmels! So scheint in den Ländern von Pyro der gesamte Himmel zu brennen, während der Tornado von Stratos ganze Heere in die Luft wirbelt und eine Gewitterwolke mit Blitzen Feinde röstet. Dank Hardware T&L kann die Engine eine sehr hohe Anzahl an Polygonen darstellen und eine von Shiny entwickelte Technologie verringert automatisch die Polygonanzahl der Objekte, wenn viele Effekte und Kreaturen gleichzeitig dargestellt werden, so dass das Spiel auch bei grossem Gegneraufkommen ziemlich flüssig bleibt. Nur bei sehr vielen Zaubersprüchen kann es zu grösseren Rucklern kommen. Leider wabbern die Figuren wegen dieser Technologie leicht, doch dies ist fast nur bei Zwischensequenzen zu beobachten und stört sonst kaum. Bemerkenswert ist, dass die Grafik auch auf verhältnismässig schwächeren Rechnern gut läuft. So lief es auf dem Testrechner, einem PII400 mit 128mb RAM mit einer Geforce256 DDR bei 1024x768x32 und hohen Details absolut flüssig.
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Ob Persephones grüne Hügel... |
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...oder Stratos' luftige Schneelandschaften, die Umgebungsgrafik von Sacrifice ist einfach berauschend |
Auch beim Sound haben sich die Entwickler von Sacrifice viel Mühe gegeben, so tönen Zaubersprüche effektvoll aus den Lautsprechern, während im Hintergrund ein genialer, eigens von einem Orchester eingespielter Soundtrack läuft.
Die Steuerung ist im Grossen und Ganzen gut gelöst und die Unübersichtlichkeit hält sich entgegen den Befürchtungen in Grenzen. Die Figur wird mit den Tastatur gelenkt, während man den Einheiten mit der Maus Befehle erteilt. Spezielle Befehle erteilt man über ein Menü, das mit der rechten Maustaste aufgerufen wird, oder per Mausbewegung, ähnlich wie in Black&White. Nur in grossen Massenschlachten verliert man ab und zu den Durchblick und muss sich ein bisschen vom Schlachtfeld entfernen, um es überblicken zu können.
Alles in Allem ist Sacrifice ein sehr gelungenes, innovatives und sehr shinytypisches Werk. Schade, dass sich Shiny nur noch Konsolenspielen widmen wird.
Deutsche Version
Bei der Lokalisierung hat Interplay eine hervorragende Arbeit abgegeben. Die Sprecher der Götter und anderer Figuren stehen denen der englischen Version in nichts nach. Ausserdem hat Shiny darauf verzichtet, Gewaltdarstellungen zu entschärfen, so dass auch weiterhin Blut in teils ziemlich grossen Mengen spritzt, jedoch ist die Gewaltdarstellung eher Comichaft und nicht übertrieben, wie es z.B. bei Messiah der Fall war.
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Fazit von Andrej Lukic:
Wow, ob dieser absoluten Hammergrafik muss ich vor Shiny wirklich den Hut ziehen! Da verblassen selbst die bisherigen Genrehighlights wie Earth 2150 und Ground Control! Aber auch sonst fesselt das Spiel stundenlang an den Monitor, die Story ist interessant, die Missionsziele abwechslungsreich! Und mit einiger Übung geht auch die Übersichtlichkeit nicht verloren! Wer also nichts gegen ziemlich abgefahrene Szenarien hat und mehr oder weniger Erfahrung im Bereich Echtzeitstrategie hat, kann bedenkenlos zugreifen! Schade nur, dass der Mehrspielermodus nicht ganz mit dem Einzelspielermodus mithalten kann, jedoch immer noch sehr gut und vor allem gut ausbalanciert ist.
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Wertung: |
| Grafik: |
         (9 / 10) |
| Sound: |
         (8 / 10) |
| Bedienung: |
         (7 / 10) |
| Spieltiefe: |
         (8 / 10) |
Multiplayer:
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         (7 / 10) |
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[ Andere Reviews ]
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