|
|
glass splashbacks for kitchens
Es gibt momentan sehr viele verschiedene Ego-Shooterarten. Da gibt es Spiele wie Half-Life, wo man einige Rätsel lösen muss, um das Ende zu sehen. Dann gibt es noch Unreal Tournament, das seinen Schwerpunkt auf Multiplayer-Schlachten hat, und schließlich noch Deus Ex, was schon fast mehr Rollenspiel als 3D-Shooter ist. Aber Spiele, wo es ausschließlich ums Ballern geht, findet man heutzutage nur noch selten. Serious Sam ist eines dieser selten gewordenen Shooterart. Es ist sogar zum Budget-Preis erhältlich. Ob sich dieser Preis wohl lohnt?
Story und andere Nebensächlichkeiten
Der Spieler schlüpft in die Rolle von Sam "Serious" Stone. Die Story ist konservativ: Man muss die Welt retten. Aber wie die Überschrift schon vermuten lässt, ist die Story eh nebensächlich. Hauptaktion im Spiel: Ballern, ballern, ballern. Am Ende eines Levels (oder manchmal auch innerhalb des Levels, bei einer besonderen Aktion) gibt es ein Video in Spielgrafik zu sehen. Das beschränkt sich meist darauf, dass Sam irgendeinen Gegenstand, der für den Fortlauf der Geschichte wichtig ist, in die Luft hält. Diese Gegenstände kann man nicht verpassen, da das Spiel sehr linear ist. Außerdem hat der Spieler einen Computer, der sich "NETRAKSA" nennt. Dort bekommt man Hilfe an bestimmten Stellen des Spiel, außerdem werden Waffen und Gegner analysiert.
Rollende Kugeln
Die Waffen zeigen sich auch sehr gewöhnlich. Pistolen, Maschinengewehre, Shotguns, Granatwerfer, Raketenwerfer und Laserkanone kennt man schon zuhauf aus id-Shootern. Die einzig originelle Waffe ist der Kanonenkugelwerfer. Er schießt, wie der Name schon sagt, Kanonenkugeln auf seine Gegner ab. Die Explosion ist sehr stark, da sie "atomar" ist. Das macht sie zur stärksten und witzigsten Waffe. Weitere Gegenstände gibt es natürlich auch. Die obligatorischen Energie- und Rüstungsauffrischer finden sich überall in den Levels, genauso wie Munition. Es dürfte also sehr unwahrscheinlich sein, dass sie einem mal ausgeht. Auch hier kann man zwischen zwei Arten unterscheiden: Einmal Munition für jede Waffe einzeln und Munitionsrucksäcke, die alle Waffen auffüllen (allerdings nicht ans Limit bringen).
 |
|
Blut gibt es Serious Sam reichlich, auch in der deutschen Version |
Langeweile?
Bleibt nur die Frage: Wenn ich ballern will, gibt es überhaupt genug Gegner? Diese Frage lässt sich leicht beantworten: Ja, es gibt mehr als genug. Die Gegnerarten sind allerdings überwiegend einfach zu plätten und viele Arten gibt es auch nicht wirklich. Allein der kopflose Gegner kommt in drei Variationen vor. Dann gibt es noch Skelette, Büffel, Mechs, Skorpione und Kamikazes. Letztere kommen schreiend auf einen zugelaufen, was für Atmosphäre sorgt. Wenn sie den Spieler berühen, explodieren sie. Die blauen Mechs greifen mit Laserstrahlen an, die roten mit Raketen. Die Skorpione benutzen Maschinengewehre und Skelette springen den Spieler an. Die Angriffsvarianten sind also durchaus vielfältig. Außerdem gibt es noch kleine Flöhe, die auf einen zugesprungen kommen. In späteren Leveln muss man sich mit wahren Horden dieser Viecher rumschlagen.
Die eigentliche Stärke liegt aber nicht an den Gegnertypen an sich, sondern in der Zahl, in der diese meist auftauchen. Während es in den ersten Leveln sehr ruhig zugeht, so ändert sich das schon bald. Ab und an gibt es sogar soviele Gegner, dass man fast den Überblick verliert. Da ist man froh über jede Art von Munition und Energie. Natürlich gibt es auch einen Endgegner im letzten Level. Der ist so groß, dass man nur seinen Fuß sieht, wenn man direkt davor steht. Alles Dinge, die dem Gemetzel seinen Namen alle Ehre macht.
 |
|
Solche Gegnermassen sind nicht selten. Im weiteren Verlauf sind es teilweise noch mehr |
Let's frag together
Der Multiplayer-Modus ist natürlich drin. 16 Spieler können sich über LAN und Internet auf einem Server begegnen. Der lustigste Teil des MP-Modus ist ganz klar der Cooperative-Modus, der leider selten in Shootern geworden ist. Hoffentlich ändert sich das nach Serious Sam wieder, denn dieser Modus macht vor allem im LAN sehr viel Spaß. Da macht sogar das Zuschauen Lust auf das Spiel. Aber Achtung, bei vielen Gegnern kommt es hier zu Lags und heftigem Geruckel. Enttäuschend ist aber das Deathmatch. Gerade mal eine Karte ist im Lieferumfang dabei. Da hätte man doch etwas mehr erwarten können. Man kann sich zwar inzwischen neue Maps von der Serious Sam-Homepage runterladen, aber mehr wäre trotzdem schon in der Verkaufsversion schön gewesen. Vor allem weil sie beweisen, dass sie das auch können (nur nach längerem Spielen wird die Map langweilig).
Technisches
Zum Schluss noch ein paar Sätze zur Technik. Die Musik ist größtenteils brauchbar, wenn auch nicht der große Renner. Die Waffen hören sich gut an, ebenso das Ableben einiger Gegnertypen. Und auch die schreienden Kamikazes kann man durchaus zu den Sound-Highlights zählen, da sich das einfach sehr gut anhört. Nun zur Grafik. Die ist wirklich enorm gut. Von den Texturen, über die Gegner (und deren Animationen) bis hin zur Weitsicht und den Lens Flares haben die Designer wirklich Atemberaubendes geschaffen. Wenn man sich nahe an Wände stellt, dann pixeln die nicht etwa. Nein, es bleiben weiterhin alle Details sichtbar. Wenn man mal kurz Zeit hat, die Grafik zu bewundern, sollte man das tun. 640x480 als Auflösung reicht eigentlich, bei höheren Auflösungen merkt man fast keinen Unterschied mehr, genauso sieht es beim Vergleich 16 bit- oder 32 bit-Farbtiefe aus. Alles ist natürlich im Optionsmenü einstellbar. In Sachen Gewalt zeigt sich Serious Sam nicht anders als andere Shooter. Auch in der (ungeschnittenen) deutschen Version bluten die meisten Gegner rot. Da dies aber eher Comic-Charakter hat, ist die Gefahr einer Indizierung sehr gering.
 |
|
Lens Flares... |
 |
|
und Curved Surfaces zeigen die Fähigkeiten der Serious-Engine |
|
|
Fazit von Martin Schneider:
Serious Sam ist ein Shooter wie Doom: Auf alles schießen, was sich bewegt und nebenbei das Ende des Levels finden. Wer solche Shooter mag, wird glücklich. Aber auch alle anderen sollten Serious Sam mal anspielen. Allerdings seid gewarnt, das Spiel ist enorm schnell durchgespielt. Länger als 8 Stunden hab ich nicht gebraucht. Aber es waren wirklich 8 heftige Stunden voller Spaß. Wer für diese Zeit gewillt ist, 40 DM zu berappen (oder wer öfters aufs LANs zockt), dem sei dieses Spiel wärmstens empfohlen. |
|
|
|
Wertung: |
| Grafik: |
         (9 / 10) |
| Sound: |
         (8 / 10) |
| Bedienung: |
         (8 / 10) |
| Spieltiefe: |
         (6 / 10) |
Multiplayer:
|
         (8 / 10) |
|
|
|
[ Andere Reviews ]
|
|
|
|
|