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Review » Severance Blade of Darkness[ 13. Juli 2001 14:02 ]
von Alexander Lohr

Von Orks heimgesuchte Verliese, Burgen, deren einzige Bewohner die wandelnden Leichen der ehemaligen Besatzung sind. So etwas fesselt Dich vor den Fernseher oder den Monitor? Dann haben wir einen Tipp für Dich: Severance - Blade of Darkness. Die Newcomer von rebel act haben mit Severance prompt den Weg in die Riege der erfolgreichen Spieleschmieden geschafft.



Story ist was für Weicheier



Die Story von Severance ist genauso altbacken wie dünn, ein böser Gott bedroht die Welt, dem kann ein guter Gott natürlich nicht tatenlos zusehen und sendet einen Helden aus, um eine magische Klinge zu finden, denn nur mit dieser Klinge kann der Herr des Chaos besiegt werden. Und nun kommst Du ins Spiel, als einer von vier Helden ziehst Du in den Kampf gegen den Herren in Schwarz und Rot. Zur Wahl stehen Dir dabei: Der Barbar, die Räuberin, der Ritter und der Zwerg. Während der Barbar stark ist und am liebsten mit mächtigen Zweihandwaffen um sich schlägt, kämpft die Räuberin am liebsten mit Bogen und Speer. Der Ritter dagegen setzt auf elegante Einhandschwerter, genauso wie der Zwerg, nur: wo Ersterer Langschwerter vorzieht, greift Letzterer zur Axt. Nachdem Du Dich für einen der Recken entschieden hast, geht es auch schon los. Diese Unterscheidung ist durchaus wichtig, da ein Charakter nur mit "seinen Waffen" wirklich Schaden anrichtet, mit den anderen ist er eher unbeholfen. Jeder Charaktere hat ein eigenes Anfangslevel, danach gibt es keine Unterschiede im Spielverlauf mehr.

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Diablo 2 für Fortgeschrittene



Gespielt wird Severance aus einer Schulterperspektive à la Tomb Raider. Die Kamera dreht sich dabei selbstständig, leider kann es dabei passieren, daß es im Kampf zu kritischen Situationen kommt, denn ab und an springt die Kamera manchmal sehr schnell von einer Perspektive zur anderen und wieder zurück, eine genauer Kampf wird so manchmal fast unmöglich.
Severance besteht zu Großteil aus Kampf, ja eigentlich nur aus Kampf. In diesem Spiel bekämpft man seine Gegner aber nicht nur mit einfachen Mausklicks sondern wie in einem Beat'em up mit Kombos und Spezialschlägen. Mit Hilfe der Bewegungstasten und der linken Maustaste kann man so Schlagkombinationen oder mächtige Einzelschläge ausführen. Allerdings braucht jeder Schlag auch Ausdauer und davon hat auch ein Held im Auftrag eines Gottes nicht unendlich. Wenn man nicht aufpaßt, steht man plötzlich seinem Gegner wehrlos gegenüber, weil man nicht mehr die Kraft hat, seine Waffe hochzuheben. Dies führt dazu, daß selten mehr als drei Gegner auf einmal auf Dich zu kommen, wobei oft genug auch ein Gegner reicht, denn die haben nicht allzu selten mehr als doppelt so viele Lebenspunkte wie man selber und dann ist Köpfchen gefragt, denn wenn man da einfach auf den Gegner zurennt, verliert man im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf. Man kann allerdings auch die schlechte KI ausnutzen, so in kann es in engen Gängen zum Beispiel passieren, daß sich einer Gruppe die Gegner gegenseitig treffen, das kann dazu führen, daß von drei Skeletten nur noch eins über bleibt. Rollenspieltypisch bekommt man auch in Severance für jeden getöteten Gegner Erfahrungspunkt, hat man genug Punkte gesammelt steigt man eine Stufe auf, die Lebendsenergie steigt, man bekommt mehr Ausdauer und neue Kombos. Ähnlich wie in Diablo2 findet man auch in Severance während des Spielverlaufs immer bessere Waffen und Rüstungen. Unterteilt ist Severance in einzelne Level, zwischen denen kurzen Sprechsequenzen die Story weiter erzählt wird. Zwar kann man hin und wieder zwischen zwei Level wählen, aber nur um festzustellen, das man nach dem einen Level doch noch das andere Level spielen muß.

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Die Grafik birgt viel Schatten



Technisch gesehen ist Severance ein Meisterwerk, jedes Level sieht anders aus, ein nebliges Tal ist ebenso vertreten wie eine Burg mitten in einem See oder eine Schmiede in einem Vulkan.

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Die Animationen der Figuren sind ebenfalls klasse und gehören zu den Besten, was sich jemals auf meinem Monitor bewegt hat, aber am atemberaubensten sind die Schatten, ja Du liest richtig, die Schatten. In keinem Spiel wurden Schatten so gut wiedergegeben wie in Severance, diese Schatten tun ein übriges für eine gruselige Atmosphäre. Die Gegner sind leider nicht so abwechslungsreich wie die Level. Es gibt nur recht wenige Gegner, sogar einige Endgegner tauchen mehrmals auf. Hier hätte ein wenig mehr Kreativität nicht geschadet. Leider kann der Sound nicht mit der Grafik mithalten, Sprachausgabe gibt es fast gar nicht, Deinem Helden kannst Du auch nur ein "Üh" oder "Ahhh" entlocken, indem Du ihn von einer Klippe springen läßt. Immerhin sind die Sounds der Waffen gut rüber gebracht. Wenn man den langen Solopart durch hat, kann man sich noch im Netzwerk oder Internet gegen bis zu 10 Gegnern kämpfen, allerdings bietet der Multiplayermodus wenig Abwechslung.

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Fazit von Alexander Lohr:

Severance mag auf den ersten Blick nach einem primitiven Schlachtspiel aussehen, doch spätestens bei dem ersten Zwischengegner wird einem auf unangenehmer Weise klar gemacht, das man ohne gezielte Kombos nicht weiterkommt. Severance muß man lernen, dann macht es allerdings unheimlich viel Spaß und hat einen unheimliche Atmosphäre.


Severance Blade of Darkness  (Review)
Empfohlenes System:

Wertung:
Grafik: ( / 10)
Sound: ( / 10)
Bedienung: ( / 10)
Spieltiefe: ( / 10)
Multiplayer:

( / 10)
 
Gesamt:

%

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