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 Star Wars Battlefront
22. November 2004 | 16:24 | Review
Wer hat nicht schon einmal davon geträumt selbst an den spektakulären Schlachten der Star Wars Geschichte teilzunehmen? Sicher, dies gab es schon in einigen Spielen wie Force Commander, Galactic Battlegrounds oder X-Wing Alliance. Diese beschränkten sich aber meist auf das Strategiegenre oder eben auf Weltraumkämpfe. Mit Star Wars Battlefront kann man nun auch aus der Sicht eines einfachen Soldaten daran teilnehmen und das noch eindrucksvoller und schöner als je zuvor. Battlefront führt den Spieler von den Klonkriegen bis hin zum galaktischen Bürgerkrieg und bietet so jede Menge Stoff für Action.


 Hoth aus dem Cockpit eines AT-ST.   Hoth aus dem Cockpit eines AT-ST.


Battlefront ist zwar vom Spielprinzip her auf Multiplayer-Schlachten ausgelegt, aber auch Offline wird man einigen Spaß haben. Zudem lässt sich dort gut für den Kampf gegen menschliche Mitstreiter trainieren. Besonders hervorzuheben ist hierbei der Spielmodus „Galaxiseroberung“, bei der man auf einer Karte mit maximal acht Planeten beliebig das Angriffsziel wählen kann, sofern man den Planeten nicht schon erobert hat. Sechs der Kampfschauplätze erstrecken sich dabei jeweils über zwei Karten, die man für eine Eroberung beide gewinnen muss. Sofern die Kontrolle über einen Planeten vollständig erlangt wurde bietet dieser ab sofort einen Bonus zur Auswahl, der bei der nächsten Schlacht ausgewählt werden kann, zum Beispiel heilen sich Einheiten dann automatisch oder das Radar des Gegners wird gestört. Wer erfolgreich spielt und vier Kämpfe hintereinander gewinnt der darf sogar einen Planeten mit einem Mausklick erobern oder per Todesstern in Millionen kleine Stücke sprengen.


 Vor dem Einsteig wählen wir eine Klasse.   Vor dem Einsteig wählen wir eine Klasse.


Sobald die sechs Planeten mit je zwei Karten erobert wurden kann man dem Gegner mit dem Angriff auf seine letzte Festung den Todesstoß versetzen. Diese beiden Planeten, einer für jede Seite, sind nur dann angreifbar, wenn der Rest bereits erobert wurde. Hier gibt es allerdings nicht zwei Karten, sondern lediglich eine, und zwar auf den Planeten Geonosis, Kamino, Endor und Hoth. Auch sonst ist der Spieler viel in der Galaxis unterwegs. Mit im Spiel sind außer den bereits genannten Planeten noch Kashyyk, Naboo, Tatooine, Rhen’Var, Tatooine und Bespin. Was Battlefront von Battlefield Vietnam und anderen unterscheidet sind die kleineren Karten. Dadurch bekommt der Spieler nahezu keine Ruhepause und kann sofort weiterkämpfen wenn man wieder ins Spiel einsteigt. Zudem entfallen die langen Wege zu bestimmten Punkten. Apropos Punkte: Das Spielprinzip funktioniert ebenso wie bei den Konkurrenzprodukten. Beide Teams verfügen zu Beginn über eine bestimmte Anzahl an Punkten und müssen Kontrollstationen einnehmen, die auf den Karten verteilt sind. Wer zuerst null Punkte hat, der verliert die Runde.


 Kontrollpunkt voraus, kein Feind in Sicht.   Kontrollpunkt voraus, kein Feind in Sicht.


Gekämpft wird dabei mit vielen verschiedenen Klassen und Fahrzeugen. Vor und während des Spiels (beim Tod) kann man zwischen fünf verschiedenen Klassen wählen, die alle eigene Waffen und Fertigkeiten haben. Alle vier Parteien verfügen jeweils über vier identische Klassen (Soldat, Raketenwerfer-Einheit, Pilot, Scharfschütze) sowie eine Spezialeinheit. Auf Seiten der Handelsföderation ist dies zum Beispiel der mächtige Droideka, der einerseits über starke Waffen und einen Schutzschild verfügt, andererseits aber auch wesentlich träger als normale Einheiten ist. Wenn er sich zusammenrollt um schneller vorwärts zu kommen ist er außerdem leichte Beute, zumal bis zum Aufrichten und aktivieren des Schutzschildes gut ein paar Sekunden vergehen.
Ebenso verhält es sich mit dem Dark Trooper des Imperiums. Dieser kann sich mit seinem Jetpack blitzschnell dem Gegner nähern und ihn ausschalten. Nachteil der Waffe ist allerding die große Streuung über weite Entfernung, so dass er nur im Nahkampf wirklich tödlich ist. Wer nicht zu Fuß laufen möchte, der greift auf die vielen unterschiedlichen Fahrzeuge zurück. Nahezu alles was das Star Wars Herz höher schlägen lässt kann auch gesteuert werden, seien es die riesigen AT-ATs auf Hoth oder die waffenstarrenden Kanonenboote der Republik auf Geonosis. Außerdem erleichtern teilweise vorhandene stationäre Geschütztürme den Verteidigern die Gegnerabwehr. Auch einige Raumjäger wie etwa X-Wings oder Jedi Starfighter sind auf wenigen Karten verteilt, allerdings gibt es keine reinen Weltraumsschlachten. Besonderes Gimmick: Auf Naboo oder Endor laufen einem unter anderem Gungans oder Ewoks über den Weg. Sehr schön für Freunde dieser liebenswürdigen Wesen ist die Tatsache, dass man sie auch einfach über den Haufen ballern kann. Störend: Per Bonus kann man einen Helden, zum Beispiel Darth Vader oder Mace Windu, auf das Schlachtfeld befördern, der dann auf der eigenen oder, wenn die KI diesen Bonus wählt, auf der gegnerischen Seite kämpft. Dies wäre prinzipiell nicht schlimm, sofern diese Helden nicht unverwundbar wären und man somit praktisch keine Chance hat wenn es zu einem Kampf mit ihnen kommt.

Grafisch braucht sich Battlefront vor anderen Multiplayer-Shootern wie Battlefield Vietnam oder Joint Operations nicht zu verstecken: Hoch aufgelöste Texturen, schicke Spieler- und Fahrzeugmodelle soweit das Auge reicht, da stören auch die vergleichsweise kleinen Karten wenig. Zudem beinhaltet Battlefront einen Filter, der die ganze Umgebung etwas unscharf erscheinen und somit die Hardwareanforderungen ein wenig sinken lässt. Dies sieht keineswegs schlecht, sondern durchaus sehr stimmig aus und erzeugt dadurch eine eigene Atmosphäre. Aber eine schöne Grafik macht noch keinen guten Star Wars Titel aus, denn die richtige Stimmung kommt erst mit den original Sounds und der Musik von John Williams auf, die auch in Battlefront nicht fehlen. Spätestens wenn um einen herum das Stapfen der AT-STs und das Geschrei der Ewoks zu hören ist fühlt man sich wie mitten im Star Wars Universum.


 Die zwei Raketen werden den AT-ST gleich in Stücke sprengen.   Die zwei Raketen werden den AT-ST gleich in Stücke sprengen.


Gesteuert wird Battlefront bequem per Tastatur und Maus wie jeder andere Ego-Shooter auch. Im Menü lassen sich für jede Bewegungsart im Spiel (Fuß, Fahrzeug, Raumjäger) unabhängig voneinander Tasten und Mausgeschwindigkeit einstellen. Dennoch reagieren einige Fahrzeuge doch sehr träge, sofern man sie per Maus drehen will. Mit einem simplen Tastendruck lässt sich im Spiel auch einfach die Perspektive wechseln. So geht es entweder aus der Ego- oder Third Person-Perspektive in den Kampf, in den Fahrzeugen sieht man dann auch den Innenraum.


 Per X-Wing nähern wir uns dem feindlichen Kontrollpunkt.   Per X-Wing nähern wir uns dem feindlichen Kontrollpunkt.


Im Multiplayer-Modus spielt sich Battlefront nicht grundlegend anders als offline. Auch hier gibt es durch die kleinen Karten sehr schnelle Action, wodurch es weniger auf eine gelungene Taktik ankommt, die in Battlefield 1942 zum Beispiel durchaus über Sieg und Niederlage entscheiden kann. Außerdem steht nur ein Spielmodus zur Verfügung, und zwar die Eroberung von Kontrollpunkten. Gerade auf den kleinen Karten hätten aber auch andere Spielmodi wie Capture the Flag sehr gut funktionieren können. Hier hat man etwas Potential verschenkt. Aber auch so machen die Schlachten eine Menge Spaß, auch wenn sie sich eher für eine kleine Partie zwischendurch als für ein taktikorientiertes Spiel eignen. Außerdem lassen sich leider nur die bekannten Kämpfe zwischen Rebellen und dem Imperium bzw. zwischen der Republik und den Seperatisten. Schlachten zwischen dem Imperium und der Republik sucht man vergebens.


Fazit von Benjamin Jakobs:

Wow, endlich kann man auch selbst aus der Ego-Perspektive in die Bodenschlachten des Star Wars Universums eingreifen. Battlefront beeindruckt dabei mit kleinen übersichtlichen und actionreichen Karten und verzichtet damit auf langwierige Wege und größere taktische Entscheidungen. Trotz- oder gerade deswegen macht das Spiel eine Menge Spaß und lädt auch zu einem kurzen Spiel zwischendurch ein. Persönlich Schade finde ich, das man nicht mit Rebellen gegen Seperatisten oder die Republik antreten kann. Dies mag zwar zeitlich nicht passen, würde aber sicher spannende Gefechte garantieren. Dennoch kann man allen Star Wars Fans Battlefront getrost empfehlen.
Star Wars Battlefront  (Review) Pandemic Studios
Empfohlenes System: 1 GHz, 256 MB RAM, 64 MB Grafikkarte + Hardware T&L, 2,7 GB Festplattenplatz

Wertung:
Grafik: (9 / 10)
Sound: (9 / 10)
Bedienung: (8 / 10)
Spieltiefe: (7 / 10)
Multiplayer:

(8 / 10)

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Benjamin Jakobs
» Kommentare: (Keine Registrierung notwendig)


Torsten schrieb am 23.11.04 um 02:51:

QUOTE
Schlachten zwischen dem Imperium und der Republik sucht man vergebens.


Das würde ja auch nach Episode VI spielen... wink.gif wink.gif wink.gif
Bei den anderen Kombinationen - hast Du ja im Fazit selber schon geschrieben - passt es einfach nicht, weil die Parteien nicht gleichzeitig existierten.



Benjamin J. schrieb am 23.11.04 um 09:43:

Naja wäre aber trotzdem lustig gewesen. biggrin.gif


Torsten schrieb am 23.11.04 um 22:31:

Das auf jeden Fall! biggrin.gif



Weitere Infos zu Star Wars: Battlefront ...

» Genre: Multiplayer-Shooter
» Entwickler: LucasArts
» Publisher: Activision
» Release: Bereits erschienen.
» Links: · http://www.lucasarts.com
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