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Eine atomar bewaffnete Rakete zischt um Haaresbreite an Deinem Kopf vorbei, während du wild nach links und rechts hüpfend den einschlagenden Kugeln eines Sniper – Gewehrs ausweichst, die jeweils nur Zentimeter von Dir weg Löcher in den Boden fetzen. Mit einem waghalsigen Sprung überfliegst du förmlich die vier herannahenden Raketen eines Gegners und streckst ihn geschickt mit einer gut plazierten Salve aus der Flak Cannon zu Boden. Du hast keine Probleme, die gegnerische Fahne während all diesen Kämpfen zu halten, schlägst noch zwei Haken, berührst die eigene Fahne und – SCORE! Punkt!
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Gib Solisten keine Chance
Diese Szene ist einem alltäglichen Online – Match aus „Unreal Tournament“ entnommen. Doch während viele Shooter den Multiplayer – Modus nur als nette Dreingabe betrachten, ist er bei UT Lebenszweck. Komplett auf Multiplayer ausgerichtet, eroberte das Spiel die Herzen der 3D – Fans. Doch dabei haben Digital Extremes keinesfalls die Solospieler vergessen: Die computergestuerten Bots bestechen auf hohen Levels mit einer extrem ausgefeilten und herausfordernden KI.
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Handlung ist was für Newbies
Die Story des Spiels ist unwichtig. In der Zukunft beharken sich Kämpfer aus aller Welt in diversen Arenen, warum auch immer. Es scheint eine Art Sport zu sein, sofern man es dem Intro entnehmen kann. Viel wichtiger ist bei UT die eigentliche Action. Und davon gibt es reichlich. Szenen wie aus obiger Einleitung findet man zuhauf, dazu trägt auch die Waffenvielfalt bei: Von der simplen Pistole über Energiewaffen bis hin zum atomaren Erstschlag ist alles dabei, was das Actionherz begehrt.
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Many ways to die
UT ist ursprünglich als Multiplayer – Spiel konzipiert worden. Dafür gibt es verschiedene Spielmodi: Deathmatch, Team Deathmatch, Capture The Flag, Dominating, Assault und Last Man Standing. Zuallererst wird man wohl das klassische Deathmatch ausprobieren, bei dem man schon mal gezeigt bekommt, was bei UT abgeht. Langweilige Camperduelle wie bei Counterstrike kann man komplett vergessen, die Anzahl der Situationen, die man in Flugsimulatoren als „Dogfights“ bezeichnet, ist verdammt hoch. Es kommt sehr oft zu Massenschlachten, bei denen der mit den besten Bewegungen und schnellsten Schüssen gewinnt und nicht der mit dem größten Fadenkreuz. Newbies werden so nur wenig Einarbeitungszeit in das Spiel an sich benötigen, aber auf Public Servern ordentlich Lehrgeld zahlen.
Am meisten Spaß macht aber der Modus „Capture The Flag“. Es macht einfach einen Heidenspaß, einem Gegner, der die eigene Fahne geklaut hat, selbige abzuluchsen, während man die gegnerische trägt. Gespielt wird hier in Teams.
„Dominating“ ist ebenfalls ein simples Spielprinzip, was aber unter Umständen für reichlich Hektik sorgt. Sechs Punkte Rückstand, noch zehn Sekunden zu spielen – solche Szenen kann man nur für sich entscheiden, wenn man alle Kontrollpunkte in seiner Hand hat. Aber das lassen sich die Gegner natürlich nicht gefallen.
Vorsprung durch Technik
Die Grafik von UT weiß auch heute noch sehr zu überzeugen. Speziell mit 32 Bit – Texturen sehen die Models sehr gut aus. Die Waffenffekte sind erstklassig, überall blitzt und funkelt es in allen Farben. Auch vom Sound her ist vieles stimmig. Wenn der Roboter – Charakter nach erfolgreichem Frag sein cooles „I am the alpha and the omega“ schnarrt, fühlt man sich als gerade Gekillter gleich neu herausgefordert.
Die Levels sind innovativ, nicht so streng linear oder gespiegelt wie bei Q3A, aber auch nicht so vertrackt wie bei CS. Natürich ist nicht jede Map ein Volltreffer, aber es gibt prozentual gesehen unheimlich viele, die sehr gut zu spielen sind. Speziell für Camper gibt es allerdings nur wenige Gelegenheiten, verstecken zu spielen.
Der Soundtrack ist anpeitschend, nicht mehr und nicht weniger. Gut gelungen sind die Soundeffekte, die letzten Schreie eines Opfers sind sehr vielseitig umgesetzt worden, die Waffengeräusche sind teilweise schön rummsdich.
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Integrierte MODs
Weiterhin bietet UT die Möglichkeit, bestimmte Spielmodi anzuschalten. Beispielsweise den Mode „InstaGib“, bei dem jeder Spieler eine rote ASMD besitzt, von der ein einziger Treffer tötet. Leider verkommt UT so zum Reaktionstest. Ansonsten ist Digital Extremes aber ein Multiplayershooter gelungen, der einfach Spaß macht. Wer es satt hat, bei Counterstrike nach jedem eingesteckten Campertreffer fünf Minuten warten zu müssen, sollte sich hier wohlfühlen. UT ist schnell, spaßig und actionreich. Man wurde gefragt? Sofortiger Respawn! Und schon geht’s wieder rein ins Getümmel der Raketen und Energieblitze.
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Fazit von Christian Gehlen:
UT steht für mich persönlich an der Spitze der Multiplayer – Egoshooter. Nirgendwo anders erlebe ich packendere Levels, nicht so symmetrisch wie bei Q3A, rasantere Action, also keine Counterstrike-ähnliche Warterei, und letztendlich ist die Athmosphäre einfach unglaublich cool. Gelungene Sprachsamples rasante Manöver, auch heute noch zeitgemäße Grafik: Der mittlerweile für 30 DM erhältliche Titel sollte spätestens jetzt in jedem Zockerregal stehen, zumal auf LANs ziemlich gewitzte Bots fehlende Spieler ersetzen. Happy fraggin’! |
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Wertung: |
| Grafik: |
         (7 / 10) |
| Sound: |
         (8 / 10) |
| Bedienung: |
         (8 / 10) |
| Spieltiefe: |
         (6 / 10) |
Multiplayer:
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         (9 / 10) |
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[ Andere Reviews ]
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Bisherige Kommentare:
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| Vader[me] schrieb am 20. August 2001 @ 23:27: |
endlich mal wieder einer, der UT richtig zu würdigen weiß. Nur die Einschätzung zu instagib zeigt wenig Sachverstand. Instagib ist zwar ein Reaktionstest, aber vor allem erhöht es die Chancengleichheit ungemein. Mit normalen Waffen ist einer, der nur wenig schlechter ist als ein Gegner nach jedem Tod, den er stirbt, deutlich im Nachteil, weil sein Gegner ja schon die Waffen und Items hat, die er selber erst wieder einsammeln muss. |
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