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 Enclave
25. Juli 2003 | 14:32 | Review
Knapp drei Monate nach der Veröffentlichung der US-Version bringt Atari in Deutschland eine synchronisierte Fassung von Enclave auf den Markt. Ob sich die Wartezeit gelohnt hat erfahrt Ihr in unserem Review.

Vor langer Zeit tobte ein Krieg zwischen Gut und Böse, der nur durch den Einsatz eines Zauberers beendet wurde. Rund um die Stadt Celenheim bildete sich eine Kluft, die kein Lebewesen überwinden konnte. Mit der Zeit allerdings wurde diese Kluft immer enger und es bildeten sich wieder vereinzelte Übergänge. Draußen lauerte immer noch der Feind und wartete nur darauf, über die Stadt Celenheim herzufallen. Weit hinter den Horden des Feindes soll es allerdings noch die Ahnen geben, und diese sind Celenheim’s einzige Hoffnung. Der Spieler, der eigentlich in einer Gefängniszelle sitzt, macht sich auf den Weg durch die feindlichen Armeen und muss die Ahnen zur Hilfe rufen, allerdings nur auf der Seite des Lichts. Alternativ kann man sich auch auf die Seite der Finsternis schlagen und kämpft dann selbst gegen Celenheim.


 Falls der Spieler stirbt, wird er an Checkpoints wiederbelebt.   Falls der Spieler stirbt, wird er an Checkpoints wiederbelebt.


Enclave besticht von Anfang an mit einer exzellenten Grafik, die auch auf schwächeren Rechnern noch sehr flüssig läuft. Überall finden sich hochauflösende Texturen, tolle Effekte und Schatten. Die Modelle wurden ebenfalls sehr schön gestaltet und animiert. Momentan kann sich nur Unreal 2 mit dieser Grafik messen. Allerdings hat Enclave hier den Vorteil, dass es weniger hardwarefressend ist. Für die nötige Übersicht im Spiel sorgt die Schulter-Ansicht des Spielercharakters. Auch die Kamera hält sich dabei hervorragend im Hintergrund und macht keinerlei Probleme. Nicht nur im Spiel selbst findet man eine tolle Grafik, auch die Menüs und Zwischensequenzen wurden schön animiert. Eingeleitet werden erstere von einem kleinen Filmchen, die dann flüssig in das Auswahlmenü übergehen.


 Mit einem Blitz setzen wir dem Feind zu.   Mit einem Blitz setzen wir dem Feind zu.


Auch die Soundunterstützung von Enclave kann sich hören lassen. Der stimmungsvolle Soundtrack passt hervorragend zum Fantasy-Szenario des Spiels und erinnert ein wenig an den Herr der Ringe. Die Gespräche und Zwischensequenzen wurden sehr gut und auch passend synchronisiert, hier hat Atari diesmal gute Arbeit geleistet. Dank der verwendeten DVD, die nur bei der deutschen Version vorhanden ist, lässt sich das Spiel übrigens auch in französischer, italienischer oder spanischer Sprache installieren.

Enclave erschien zuerst für die Xbox und Konsolenumsetzungen sind meist nicht gut auf die Tastatur bzw. Maus angepasst und würden sich besser per Gamepad steuern lassen. Bei Enclave ist dies nicht der Fall. Die wenigen Kommandos lassen sich einfach per Tastatur und Maus eingeben. Zwar gibt es noch verschiedene Schlag-Kombinationen, diese werden allerdings mit den Bewegungstasten in Kombination mit der Feuertaste ausgeführt.

 Die Kluft zwischen Celenheim und dem umliegenden Land besteht aus Lava.   Die Kluft zwischen Celenheim und dem umliegenden Land besteht aus Lava.


Wie schon gesagt sieht man den Spielercharakter hauptsächlich aus Schulter-Perspektive. Auf Wunsch kann man jedoch auch in die Ego-Ansicht umschalten, die zum Spielen allerdings weniger geeignet ist. Hat man erst mal ins Spiel gefunden, geht der Kampf auch schon los. In den Levels lauern verschiedene Gegner, die im Spielverlauf aber immer schwieriger zu besiegen sind. Damit der Held nicht zu schnell stirbt, kann er Heiltränke trinken, welche die Lebensenergie wieder auffrischen. Diese werden von Gegnern fallengelassen oder können vorher gekauft werden, doch dazu später mehr. Hauptsächlich hat man in den Missionen von Beginn an ein klares Ziel, dass erreicht werden muss. Dabei gibt es allerdings mehrere Schwierigkeiten. Erstens sind da natürlich die Gegner, die sich auf den Spieler stürzen. Zweitens gibt es auch verschiedene natürliche Probleme, zum Beispiel verschlossene Türen. Da man auf dem Weg zum Missionsziel praktisch nur die Gegner niederstrecken muss, werden die Aufträge schnell ein wenig eintönig. Ein wenig Abwechslung bringt da aber die Charakterausrüstung vor dem Beginn eines neuen Levels. Auf den Karten sind einige Goldsäcke versteckt, die man am besten alle aufsammeln sollte. Für das erfolgreiche Absolvieren eines Auftrages bekommt man auch noch zusätzliches Gold, zum Beispiel von Händlern, denen man geholfen hat. Mit dem gesammelten Gold kann man im Spielverlauf immer stärkere Waffen kaufen. Zum Schutz bieten sich auch Schilde, Heiltränke und Rüstungen an. Vor einem Einsatz kann man zudem den Charakter wechseln. Während man in der letzten Map noch als Ritter unterwegs war, kann man danach etwa zu einer Druidin wechseln. Diese Charaktere stehen aber nicht alle von Anfang an zur Verfügung, sondern werden erst nach und nach freigeschaltet.


 Als Zauberer verfügt man über mächtige Zaubersprüche.   Als Zauberer verfügt man über mächtige Zaubersprüche.


Neben den Kämpfen gibt es auch einige unkomplizierte Rätsel sowie kurze Jump & Run Einlagen. Diese sind aber nicht der Hauptbestandteil, am wichtigsten bleibt das Kämpfen. Die Gegner verhalten sich dabei recht clever, indem sie Angriffen ausweichen, sich verstecken oder kurz vor dem Tod versuchen zu fliehen. Damit der Spieler selbst nach dem Ableben nicht wieder von vorne beginnen muss, wurden in den Levels meist zwei Checkpoints platziert. Sobald diese aktiviert worden sind, respawnt der Spieler nach dem Tod an dieser Stelle. Vorher erledigte Gegner und Aufgaben werden nicht rückgängig gemacht.

Leider verfügt Enclave über keinen Multiplayer-Modus. Hier wären durch die Charakterausrüstung und die verschiedenen Charakterklassen viele Möglichkeiten gegeben, zum Beispiel reine Kämpfe zwischen Zauberern. Stattdessen bietet das Spiel lediglich die zwei Singleplayer-Kampagnen. Die in Deutschland exklusive DVD-Version des Spiels bietet zusätzlich zwei nette Extras: In der Packung sind sowohl ein schönes Hologramm-Cover als auch acht hochwertige Artwork-Karten im Postkarten-Format enthalten.


Fazit von Benjamin Jakobs:

Die PC-Version von Enclave wurde sehr gut von der Xbox umgesetzt. Auch die dreimonatige Wartezeit auf die deutsche Version hat sich gelohnt. Eine ordentliche Synchronisation sowie die verwendete DVD sprechen für sich. Statt der DVD hätten ansonsten mindestens zwei CDs herhalten müssen und auch die Extras sind für Fans interessant. Solche Packungsinhalte machen auch deutsche Versionen interessanter, da diese nicht in der englischen bzw. der amerikanischen Version zu finden sind. Zum Spiel selbst kann man sagen, dass es eine gute Story bietet. Die Missionen fand ich persönlich nach einiger Zeit allerdings etwas zu eintönig. Ein wenig mehr Abwechslung hätte nicht geschadet. Dennoch bleibt Enclave ein erstklassiges Spiel.
Enclave  (Review) Starbreeze
Empfohlenes System: 700 MHz, 128 MB RAM, 16 MB Grafikkarte, 2 GB Festplattenplatz, DVD-Laufwerk

Wertung:
Grafik: (9 / 10)
Sound: (9 / 10)
Bedienung: (9 / 10)
Spieltiefe: (7 / 10)
Multiplayer:

(0 / 10)

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Gesamt:

85%
Benjamin Jakobs
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» Genre: Action-Adventure
» Entwickler: Starbreeze
» Publisher: Atari
» Release: Bereits erschienen.
» Links: · http://www.enclavegame.com/
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