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| 05. März 2004 | 20:28 | Preview |
Serious Sam läutete eine Welle von Arcade Ego-Shootern ein. Von GSC Game World, die mit Stalker einen potentiellen Top-Titel in der Entwicklung haben, kommt dabei der Shooter Firestarter. Wir haben uns die Preview-Version des Spiels angeschaut und geben euch einen kleinen Ersteindruck.
Die "Story", sofern man bei einem Arcade Ego-Shooter davon sprechen kann, spielt im Jahr 2010. Zu diesem Zeitpunkt wird erstmals der Prototyp des so genannten "Firestarter Virtual Reality Systems" getestet. Damit lassen sich Computerspiele in einer bisher nicht gekannten Intensität erleben. Allerdings gibt es große Probleme beim Probelauf. Das System wird von einem aggressiven Virus infiziert und versucht unzählige Fehler. Außerdem werden die Spielregeln entscheidend geändert: Nur der Stärkste wird überleben. Der Rest stirbt, allerdings nicht nur den virtuellen Tod.
| | PowerUps regenerieren Health und Armor. |
Die eigens für das Spiel entwickelte Firestarter-Engine verwendet neueste DirectX-Technologien und bietet dementsprechend einige schöne Spezialeffekte. Dazu zählen unter anderem realistische Spiegelungen, dynamischer Licht- und Schattenwurf sowie Vertex- und Pixelshader. Die Spielermodelle sind ebenfalls sehr detailliert gestaltet und bestehen aus bis zu 5.000 Polygonen. Das Animationssystem sorgt dabei für flüssige Bewegungsabläufe. Die Grafik ist sehr schön gelungen, kann aber wahrscheinlich nicht mit kommenden Grafikwundern wie Far Cry, Doom 3 oder Half-Life 2 mithalten. Zwar sind die Levels vom Design her gelungen, allerdings auch recht groß, wodurch man manchmal leicht den Überblick verliert. Auch können einige der Spezialeffekte nicht ganz überzeugen. Der Flammenwerfer sieht zum Beispiel in Unreal 2 wesentlich besser aus.
Der Sound von Firestarter bietet gewohnte Standartkost. Während im Hintergrund schnelle und actionorientierte Musik läuft, sind im Vordergrund die ordentlichen Effekte, Schreie und Stöhngeräusche beim Springen zu hören. Ebenfalls nichts ungewöhnliches gibt es bei der Steuerung zu berichten. Die gewohnte Kombination aus Maus und Tastatur funktioniert auch hier am besten und man hat das Spiel mit wenigen Tasten fest im Griff. Lediglich die F-Tasten werden noch zusätzlich für einige Spezialmanöver benötigt.
| | Von den Flammenwerfern sollte man sich fern halten. |
Für die Solospieler bietet Firestarter einen 16 Level umfassenden Singleplayer-Modus. Die unterschiedlichen Karten sind wiederum in vier verschiedene Zonen unterteilt, die während einer Runde nach und nach freigeschaltet werden. Darin wird geballert was das Zeug hält. Für Abwechslung sorgen auftauchende Artefakte, die man innerhalb von meist 20 bis 30 Sekunden einsammeln muss, ansonsten ist die Runde verloren und man hat die Möglichkeit, einen zu Quickload machen oder die Runde Neuzustarten. Da die Levels durch die unterschiedlichen Zonen teilweise recht groß sind, sollte man über ein gutes Gedächtnis verfügen, damit man die Munition oder Medikits wieder findet. Für ein wenig Übersicht sorgt eine zoombare 2D-Karte in der Ecke des Bildschirms. Darauf werden unter anderem die Positionen von Gegnern und Artefakten angezeigt.
| | Auch die Splattereffekte kommen in Firestarter nicht zu kurz. |
Anderes als in Serious Sam oder Painkiller hat man bei Firestarter am Start die Wahl zwischen sechs verschiedenen Charakterklassen: Marine, Police, Agent, Cyborg, Mutant, Gunslinger. Jeder von ihnen verfügt über unterschiedliche Eigenschaften und Spezialitäten. Während die Agenten etwa schnell sind und präzise zielen, haben sie im Gegenzug aber nur leichte Panzerung und durchschnittliche Fähigkeiten bei schweren Waffen. Am Ende eines Levels erhält der Spieler zudem neue Erfahrungspunkte, die er in die Weiterentwicklung von verschiedenen Attributen oder Spezialfähigkeiten investieren kann. Die Bullet-Time versetzt zum Beispiel alles um den eigenen Charakter herum in einen Zeitlupenmodus. Nur man selbst beweget sich noch in normaler Geschwindigkeit weiter.
Für einen langanhaltenden Spielspaß nach der Singleplayer-Kampagne soll der Multiplayer-Modus sorgen. Dieser bietet spannende Gefechte über LAN oder Internet für bis zu 32 Spieler. Gespielt wird auf den Karten aus der Kampagne unter anderem in den Spielmodi Deathmatch, Team-Deathmatch und Capture the Flag. Daneben gibt es auch zusätzliche Varianten, etwa den in vielen Spielen vermissten Cooperative-Modus oder Hunting. Bei letzterem lassen sich sogar einige Monster für kurze Zeit kontrollieren.
| | Der Raketenwerfer eignet sich für stärkere Gegner. |
Firestarter wird in Deutschland übrigens in der ungekürzten englischen Version mit deutschem Handbuch erscheinen.
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Fazit von Benjamin Jakobs:
Firestarter legt wie schon Serious Sam oder das kommende Painkiller keinen großen Wert auf die Erzählung einer packenden Story. Stattdessen wird geballert was das Zeug hält. Fans von Arcade Ego-Shootern dürften auch hier auf ihre Kosten kommen. Zusammen mit der schönen Grafik und dem schnellen Gameplay steht ein ordentlicher Shooter vor der Tür, der aber nicht gegen Kracher wie Far Cry oder Doom 3 ankommen wird. |
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| Benjamin Jakobs |
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