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| 17. September 2003 | 17:45 | Review |
Wer hat nicht schon mal daran gedacht, seine eigenen Spiele zu entwickeln? Doch wie schwierig das ganze im wahrsten Sinne des Wortes ist, zeigt euch die neue Wirtschaftssimulation Game Tycoon.
Wir schreiben das Jahr 1982. Computerspiele sind längst nicht so weit verbreitet wie heute. Kein Wunder, denn die Computer selbst stecken praktisch noch in den Kinderschuhen. In diesem Jahr startet auch das Geschehen bei Game Tycoon. Wahlweise im Endlosspiel oder in der Kampagne versucht man sein Glück als Spieleentwickler. Die Kampagne besteht dabei aus zehn verschiedenen Missionen, die von mal zu mal schwieriger werden. Egal wie man sich entscheidet, zu Beginn wird einer der drei vorhandenen Charaktere, ein Firmenname, ein Logo sowie der Schwierigkeitsgrad gewählt. Während im Endlosspiel das Startkapital bei Null Dollar steht, fängt man in den Missionen mit unterschiedlich hohen Beträgen an.
| | In vier verschiedenen Stadtteilen könnt Ihr euch austoben. |
Nach dem Start kann die Entwicklung auch schon losgehen. Nun, welche Dinge braucht man zur Herstellung eines Spiels? Allen voran natürlich Geld! Und wo kriegt man Geld her? Selbstverständlich bei der Bank. Um ein ordentliches Startkapital zu erhalten, wird erst mal ein Kredit aufgenommen. Neben dem Geld muss außerdem eine Engine gekauft oder selbst entwickelt werden. Anschließend wählt man den Namen des Titels, Genre, Plattform, Sprachen, Testzeit sowie die angestrebte Altersfreigabe. Allerdings entwickeln sich die Spiele und Engines nicht von selbst. Dafür braucht man Programmierer, Grafiker und Komponisten, die man für ein monatliches Gehalt an der Universität einstellen kann. Diese verfügen jeweils über unterschiedliche Stärken in Sachen Tempo und Qualität. Spezialisten kosten natürlich mehrere tausend Dollar, während „Amateure“ teilweise schon für unter 1.000 Dollar pro Monat zu finden sind. Beide Faktoren wirken sich zudem auf die Entwicklungszeit und die Qualität eines Produktes aus.
| | Nach Veröffentlichung gibt es Tests der eigenen Spiele. |
Nach einer gewissen Zeit ist das Spiel fertiggestellt. Bevor es letztendlich im Handel landet, müssen noch einige Dinge getan werden. Um das Spiel bekannt zu machen, sollte man natürlich geeignete Werbemaßnahmen durchführen. Dies geschieht durch Poster, Webseiten, LAN-Partys, Anzeigen und TV- bzw. Kinospots. | Logischerweise sind einige davon noch nicht zum Spielstart im Jahr 1982 verfügbar. Weiter zum nächsten Schritt. Da wir nur ein Entwicklerteam sind, brauchen wir einen Publisher, der unser Spiel in die Läden bringt. Aus mehreren Angeboten sucht man sich das beste und natürlich das passende aus. Bevor das Spiel aber nun endgültig ausgeliefert wird, muss erst der Verpackungsinhalt ausgesucht und die CD zur Vervielfältigung ins Presswerk abgegeben werden. Wenn dann nach mehreren Tagen die Spiele auf Lager sind, können sie endlich an die Händler verschickt werden. Wer sich nun fragt, wie die Qualität des Spiels ausgefallen ist, der sollte sich zum Kiosk aufmachen. Dort erwirbt man ein Spielemagazin und kann dann die Bewertungen der eigenen Spiele und die der Konkurrenz anschauen. Nebenbei gibt es auch ein Wirtschaftsmagazin, dass die momentane Beliebtheit der einzelnen Genres anzeigt.
| | Für viel Geld lassen sich Lizenzen ersteigern. |
„Game Tycoon entführt Dich auf eine nicht ganz ernst gemeinte Art in die Faszination der Spieleentwicklung.“ So steht es auf der Verpackung. Dementsprechend bewegt sich die Grafik mehr im Comic-Bereich. Diese sieht zwar ganz ordentlich aus, bietet aber dennoch zu wenig Abwechslung. Einige Dinge hätte man auch besser umsetzen können. Der Mauszeiger bleibt zum Beispiel immer gleich und zeigt nicht an, wenn man eine Aktion durchführen kann. Dadurch muss man in den verschiedenen Büros teilweise suchen, bis man eine Funktion gefunden hat. Eine Hervorhebung der einzelnen Möglichkeiten hätte man wenigstens einbauen können. Der Sound beschränkt sich auf einzelne Gespräche und Hintergrundmusik. Diese sind aber eigentlich eher unwichtig und lassen sich auch abschalten.
| | Vor der Entwicklung wird Name, Genre und eventuell eine Lizenz festgelegt. |
Leider trüben viele Bugs den Spielspaß bei Game Tycoon. Vor dem Release wurde schon der erste Patch veröffentlicht, der einige Dinge ausbesserte, aber auch neue Features hinzufügte. Beim ersten Spielstart gibt es eigentlich kaum Probleme. Diese fangen erst an, wenn man ein Spiel wieder laden möchte! Plötzlich wird der Geldbetrag falsch berechnet, man kann keine Spiele mehr entwickeln, die Anzeige in den CD-Presswerken funktioniert nicht richtig und so weiter. Besonders störend sind auch die langen Wartezeiten von teilweise mehreren Minuten vor dem Spielstart. Hier muss dringend nachgebessert werden, denn so kann man das Spiel schlecht weiterspielen, ohne wieder von vorne zu beginnen. An einem weiteren Patch wird gearbeitet und derzeit werden auch Vorschläge von den Spielern für ein Add On gesammelt.
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Fazit von Benjamin Jakobs:
Game Tycoon hat einiges an Potenzial, keine Frage. Aber leider mangelt es mal wieder an der Umsetzung. Die vielen Bugs, vor allem nach dem Laden, sorgen derzeit für viel Frust und machen das Spiel uninteressant. Wenn hier ausreichend nachgebessert wird und das geplante Add On viele neue und sinnvolle Features mitbringt, dann steht einer Aufwertung nichts im Weg. |
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Wertung: |
| Grafik: |
         (7 / 10) |
| Sound: |
         (6 / 10) |
| Bedienung: |
         (8 / 10) |
| Spieltiefe: |
         (7 / 10) |
Multiplayer:
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         (0 / 10) |
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| Benjamin Jakobs |
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