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Der erste Arbeitstag in einem neuen Job erfordert immer immer etwas Einarbeitungzeit, wenn dieser Tag dann allerdings auch noch zugleich der letzte im neuen Job ist, dann muß man sich schon Gedanken machen, ob der gewählte Job der richtige ist. Barny Calhoun allerdings hat noch weit größere Probleme als er seinen Job als Sicherheitsmann in dem Forschungslabor Black Mesa antritt. Denn genau an seinem ersten Arbeitstag führt an anderer Stelle des Labors ein gewisser Gordon Freeman ein Experiment durch, das Black Mesa ins Chaos stürzen wird.
(Bild: Nein, das Bild ist von dem Anfang von Blue Shift, nicht aus Half-Life.)
Gleiche Grundstory, neue Perspektive
Vor mehr als zwei Jahren brachte Valve mit Half-Life ein Spiel auf den Markt, das ein ganzes Spielegenere aus seinem Schattendasein riß und bis heute zu einem der meistgespielten Genre überhaupt gemacht hat, die 3d'Shooter. Die Story von Half-Life ist schnell erzählt, sie sollte ohnehin jedem geläufig sein, der von sich behauptet, etwas von Shootern zu verstehen: In einem geheimen Forschunglabor namens Black Mesa führten Wissenschaftler Versuche mit außerirdischen Wesen und Materialien durch, die mit Hilfe von Teleportern aus einer fremden Galaxie geholt wurden. Bei einem dieser Experimente mit einem fremden Mineral passierte allerdings ein verhängnisvoller Fehler, der dazu führte, das sich unkontrolliert in dem ganzen Labor Tore nach Xen, so der Name der fremden Galaxie, öffneten und die außerirdischen Wesen Black Mesa überfluteten.
Nur einer konnte die Flut der Außerirdischen aufhalten, Gordon Freeman, der Verursacher des Unglücks. Im Weg standen ihm dabei nicht nur die Außerirdischen, sondern auch Marines der Regierung, die das Labor abschotten wollten, damit nichts an die Öffentlichkeit dringen konnte.
Nachdem man im Addon Opposing Force einen der Marines spielen konnte, spielt man in Blue Shift nun einen der Sicherheitsmänner, die in Half-Life nur besseres Kanonenfutter oder stupide Türöffner waren.
Es liegt also an einem selber ob der Ruf der Sicherheitsleute in Black Mesa wieder hergestellt wird.
(Bild: Zwei Wissenschaftler in einem Aufzug, jeder HL-Fan wird wissen, was gleich passiert.)
(Bild: Genau, er stürzt ab.)
Alles beim Alten
Am gewohnt guten Spielprinzip hat sich zum Glück nichts geändert. Das Hauptziel ist immernoch das pure Überleben des Hauptcharakters, die Level sind linear, aber gut gemacht und hin und wieder wird das Spiel durch kleine Rätsel aufgelockert. Die Rätsel beschränken sich allerdings im Normalfall auf Hebelumlegen oder das Verschieben bzw. Zerstören von Kisten oder Fächern und sollten keinen Spieler überfordern. Im fortschreitenden Spielverlauf findet man immer stärker werdende Waffen, die man allerdings alle schon aus Half-Life kennt, auch neue Gegner sucht man vergebens. Das einzige, was Blue Shift wirklich von Half-Life und Opposing Force unterscheidet, ist die Tatsache, dass man am Ende des Spiels nicht gegen einen großen Endgegner antreten muß, sondern simpel mittels Teleporter aus der Station verschwindet. Bis der Teleporter allerdings funktioniert muß man einige Vorarbeit leisten, so muß man z.B. eine Art Akku, mit dem der Teleporter betrieben wird, in einer marineverseuchten Ladestation aufladen.Leider ist Blue Shit äußerst kurz geraten, es kostet zwar nur um die 30 Mark und braucht nichmal die Vollversion von Half-Life, aber auch für den Preis sind knapp vier Stunden Spielspaß auf mittlerem Schwierigkeitsgrad einfach zu wenig, man merkt dem Spiel eben an, daß es ursprünglich nur als Bonuslevel für die Dreamcast Variante von Half-Life geplant war.
Aber dafür sind die vier Stunden äußerst kurzweilig, ein Half-Life-Fan wird eh um Blue Shift nicht heurmkommen.
(Bild: Dieser Wissenschaftler ist der Schlüssel zur Freiheit.)
Grafik und Sound, alte Bekannte, die man wiedertrifft
Durch das High Definition Pack, das mit Blue Shift mitgeliefert wird, verbessert sich nicht nur das Aussehen von Blue Shift gegenüber Half-Life, sondern auch Half-Life selber erhält eine deutliche Aufwertung der Grafik, die sich allerdings auf die Models beschränkt, die Level sehen noch genauso aus wie in Half-Life. Somit kommt die Grafik auch in keinster Weise an heutige Shooterstandards heran, selbst Unreal Tournament sieht da besser aus. Allerdings bietet die schlichte Optik auch den Vorteil, dass Blue Shift schon ab einem Pentium II 233 mit 32 MB RAM spielbar ist. Auch beim Sound hat sich wenig getan, er ist zweckmäßig, aber keinesfalls überragend. Die bewährte Steuerung ist unangetastet geblieben, mit der Maus zielt und schießt man, mit der Tastatur bewegt man sich.
(Bild: Auch in Blue Shift landet man wieder in Xen)
Multiplayer
Einen Multiplayermodus hat Blue Shift eigentlich nicht, dafür wird der Multiplayermodus von Opposing Force mitgeliefert, also auch hier nichts Neues.
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