Bruce Banner hat ein Problem. Ein Problem, dass viele Männer kennen. Bei der kleinsten Aufregung mutiert er in ein großes, grünes, muskelbepacktes, übelgelauntes Monster.
Kaum ist der Kinofilm zu Hulk erschienen, gibt es natürlich auch schon ein gleichnamiges Spiel. In diesem Review erfahrt ihr, ob der Hulk auch in unserem Testcenter die Wertungsmauern durchbricht.
| | Diesem Etwas würde ich nicht gerne nachts begegnen wollen... |
Die Story...oder so was
Die Hintergrundgeschichte von Hulk ist schnell erzählt. Bruce Banner alias Hulk soll die Welt retten, denn mutierte Bösewichte nutzen die Gammasphäre, um aus normalen Soldaten Supersoldaten zu züchten. Das soll Banner natürlich verhindern...
Der Einzelspielermodus...soll Spaß machen
Das grüne Monster bringt zwar keine Multiplayerunterstützung mit auf euren PC, hat aber zwei Einzelspielermodi mit dabei. Der normale Story-Modus und einen Herausforderungsmodus. In ersterem muss Banner die obengenannten Fieslinge in einer Vielzahl von Missionen gegen die virtuellen Wände klatschen. Doch dabei tritt man nicht nur mit dem grünen Haudrauf in Aktion, sondern muss auch mit Bruce Banner in bester Metal Gear Solid-Manier durch Stützpunkte schleichen - denn im Gegensatz zum Hulk ist er nicht gegen Feindbeschuss immun.
Spielt man den Hulk, hat man eine Vielzahl von Schlägen und Tritten zur Auswahl, kann viele Gegenstände als Waffe benutzen und hat als Superheld natürlich auch Superkräfte.
Hat der Grünling eine größere Anzahl von Gegnern vermöbelt, kann er einen von zwei Superangriffen auslösen. Richtig kombiniert kann man natürlich auch Comboattacken durchführen oder die Gegner packen und als Wurfgeschoss verwenden.
Attacken sind aufladbar, d.h. je länger man die Schlagtaste drückt, desto stärker der Angriff, desto höher die Chance, währenddessen angegriffen zu werden.
| | Endgegner wie Half-Life hier sind besonders schwer zu besiegen |
Vielen Kritiken zum Trotz macht dieser Mix aus Schleichen und Kämpfen sogar kurzzeitig Spaß. Viele Mängel verderben leider die Weltenrettung.
Hat man die Gegner im Story-Modus das Fürchten gelehrt, kann man sich an den Herausforderungsmodus wagen. Dort bestreitet man je einen Auftrag und versucht zu überleben. So muss man z.B. so viele Gegner töten, wie möglich, bevor man stirbt. |
Die Steuerung...womit steuer' ich 'rum?
Man merkt sofort, dass Hulk eine Konsolenkonvertierung ist. Warum? Man kann seine Maus direkt stecken lassen. Der Hulk folgt nur Tastatur- oder Gamepadkommandos. Wohl dem, der ein Gamepad hat, denn der Hulk sorgt sogar für gute Force Feedback-Effekte. Aufgrunddessen läuft man manchmal auch schon grün an, denn in manchen Levels vermisst man die Mausunterstützung stark.
| | Der Herausforderungsmodus |
Die Grafik...Licht und Schatten
Hulk ist grafisch nicht gerade ein Höhepunkt dieses Jahres; die Grafik ist jedoch angemessen.
Gut passen hingegen die Videosequenzen, die die Story in einer Art Cel-Shading, untermalt mit Force Feedback-Effekten, erzählt. Ein weiteres nettes Detail: In einem Missionsabschnitt bekommt Bauer ein Beruhigungsmittel verabreicht. Ein netter Blur-Effekt macht dem Spieler in dem folgenden Abschnitt das Schleichleben schwer.
Schwachpunkte...was'n das?
Die Entwickler von Hulk, Radical Entertainment, haben anscheinend nicht gerade übermäßig Balancing betrieben. Einige Level sind auf dem Schwierigkeitsgrad normal viel zu einfach, speziell die Endgegner aber viel zu schwer.
Ausserdem braucht der Hulk auch seine Pausen. Wenn man Hulk starten will, braucht man meist mehrere Anläufe, da das Spiel in der Startphase entweder auf den Desktop zurückkehrt, oder abstürzt.
| | Natürlich kann man auch Rohre zweckentfremden |
Die Verpackung...was sonst noch relevant ist
Passend zum Film bringt Hulk natürlich auch den Trailer und den Teaser mit. Interessierte können sich das Making of ansehen oder Konstruktionszeichnungen betrachten. Der Hulk kommt auf 3 CDs mitsamt 20 Seiten Handbuch und DVD-Hülle.
| | Zwei ausführliche Making Of's sind auch dabei |
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