Montag, der 16. Juni 2003   


 

Half Life 2 oder Elite Force 2 - Euer Favorit? (223 Votes)

1. Half Life 2
(61,9%)
2. Elite Force 2
(23,8%)
3. Beide werden genial!
(7,2%)
4. Ich spiele keine Shooter
(7,2%)


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 Medal of Honor: Allied Assault - Spearhead
10. Dezember 2002 | 18:02 | Review
Der Krieg ist für unseren virtuellen Soldaten zwar längst noch nicht vorbei, aber es geht nun langsam aber sicher auf das Ende zu. Sprich: Die Alliierten machen sich auf den Weg nach Berlin. Wie gut das Add On wirklich ist, erfahrt Ihr im Elite Games-Review.

Im Add On übernimmt man die Rolle eines anderen Charakters als im Vorgänger. Sergeant Jack Barnes ist Fallschirmjäger und Soldat des 501st Parachute Infantry Regiments. Wenige Stunden vor der Landung der Alliierten in der Normandie werden bereits einige Truppen Fallschirmjäger hinter den deutschen Linien abgeworfen um dem Feind dort das Leben etwas schwerer zu machen. Unter ihnen ist Jack Barnes. Der Einsatz beginnt im Flugzeug, wo der Spieler auf den Absprung in feindliches Gebiet wartet. Dann geht das grüne Licht an und die Mission kann beginnen. Ein Soldat nach dem anderen springt ab und unter schwerem Abwehrfeuer krachen wir mitten durch das Dach eines Hauses und hängen nun am Fallschirm in der Luft. Dabei beobachtet man, wie die Deutschen ins Haus kommen. Jetzt ist eine schnelle Reaktion gefragt, denn bevor die Schießerei losgeht müssen erst noch die Fallschirmgurte gelöst werden. Im ganzen Durcheinander gilt es nun, den Rest des eigenen Trupps zu finden, nicht gerade einfach wenn man in feindlichem Gebiet ist, wo überall Soldaten rumlaufen. Doch dies ist nur der Anfang einer kleinen, aber feinen Kampagne. Von der Normandie geht es über die verschneite Bastogne bis nach Berlin.


 Das Spiel startet spektakulär mit einem Fallschrimabsprung.   Das Spiel startet spektakulär mit einem Fallschrimabsprung.


Die sehr gute Grafikqualität von Medal of Honor findet sich auch im Add On wieder. Die jeweiligen Einsatzgebiete wurden gut designt und sind teilweise schön groß. Besonders die Schneelandschaften mit vernebelten Wäldern können sich sehen lassen. Charaktere und Waffen sind ebenfalls detailliert dargestellt und verfügen über schöne Animationen. Bei gewaltigen Explosionen, etwa durch Granaten oder Panzergeschosse, werden die Soldaten in der unmittelbaren Umgebung teilweise meterweit durch die Luft geschleudert. Selbst Bäume müssen dran glauben, wenn man mit schweren Waffen auf sie feuert.


 Schwere Geschütze können gegen den Feind eingesetzt werden.   Schwere Geschütze können gegen den Feind eingesetzt werden.


Der Sound könnte glatt aus einem Kriegsfilm stammen, denn er passt perfekt zum Spiel. Egal ob nun Panzergeschosse einschlagen oder Maschinengewehrsalven, alles klingt authentisch, und manchmal bekommt man sogar Angst um seine virtuelle Spielfigur, besonders wenn nur noch wenigen Lebenspunkte vorhanden sind und weit und breit kein Medi-Kit zu sehen ist. Auch die Musikuntermalung passt sich dem momentanen Geschehen auf dem Bildschirm an. Kommt etwa plötzlich ein Panzer ins Spiel, wird die Musik gleich dramatischer und lauter. In den Zwischensequenzen, die aus echten Aufnahmen des zweiten Weltkrieges bestehen, ist im englischen Original die Stimme von Gary Oldman zu hören. Leider konnte für die deutsche Version nicht der passende Synchronsprecher verpflichtet werden.


 Die Zwischensequenzen bestehen aus Original-Filmmaterial.   Die Zwischensequenzen bestehen aus Original-Filmmaterial.
Gesteuert wird das Spiel wie jeder andere Shooter mit Maus und Tastatur. Im Vergleich zu Medal of Honor sind zwei neue Funktionen für den Singleplayer-Modus hinzugekommen. Auch hier kann man sich nun etwas nach links bzw. nach rechts lehnen und schiessen. Bisher war dies nur im Multiplayer-Modus möglich.


 In der Bastogne müssen Nebelwerfer-Stellungen ausgeschaltet werden.   In der Bastogne müssen Nebelwerfer-Stellungen ausgeschaltet werden.


In Sachen Atmosphäre steht Spearhead Medal of Honor in nichts nach. Überhaupt könnten sich einige andere Spiele davon eine Scheibe abschneiden. Die Missionen verlaufen meistens recht linear und sind teilweise stark geskriptet. Den Spielspass mindert dies aber nicht. Negativ auf den Spielspass wirken sich allerdings kleinere Abschnitte des Spiels aus. Die sind nämlich derart schwer, dass man mehrere Versuche braucht um weiterzukommen. Im Add On ist man nun übrigens nicht mehr alleine unterwegs, sondern meist in einer Gruppe mit 3 anderen Soldaten. Diese sollten nach Möglichkeit am Leben bleiben. Doch manchmal ist der Tod eines Kameraden unausweichlich, da er vom Spiel vorgesehen ist. Aus Battlefield 1942 ist die Verwendung von schweren Waffen wie z.B. Artillerie oder Flakgeschützen bekannt. Auch in Spearhead kann man einige der schweren Waffen verwenden, z.B. die schon bekannten stationären Maschinengewehre oder die deutschen Nebelwerfer. Nur mit diesen schweren Waffen lassen sich erst einige Fahrzeuge ausschalten. Da im Spiel nun auch die britischen und sowjetischen Armeen auftauchen, wurden dafür natürlich eigene Waffen hinzugefügt. Auf Seiten der Briten erhält man z.B. das effektive Sten Mark 2-MG. Für größere Gegnergruppen eignet sich ein Gewehr mit Granatwerfer oder ein tragbares MG42, dass aber vor der Benutzung erst montiert werden muss. Unterteilt werden sie in die schon bekannten Gruppen wie Gewehre, Maschinengewehre oder Pistolen. Für jede Seite steht nun die Rauchgranate zur Verfügung, mit der man den Gegner die Sicht nehmen oder unbemerkt an einer bestimmten Stelle vorbeischlüpfen kann. Insgesamt gibt es drei neue Granaten, zwei Pistolen, zwei Gewehre und vier Maschinengewehre.


 Die neuen Rauchgranaten sorgen für Deckung.   Die neuen Rauchgranaten sorgen für Deckung.


Dem Multiplayer-Modus wurde neben neuen Spielermodellen für Briten und Russen auch der neue Tug-of-War Spielmodus hinzugefügt. Dabei werden für beide Seiten fünf teilweise unterschiedliche Ziele auf einer Map markiert, die erfüllt werden müssen. Auf der Karte „Flughafen“ müssen die Alliierten z.B. erst zwei Hangartore öffnen und die Rollfeldbeleuchtung aktivieren um letztendlich zwei deutsche Flugzeuge zu stehlen. Wer all diese gegebenen Aufgaben zuerst erfüllt hat, gewinnt die Runde. Alternativ lässt sich auch einfach der Respawnpunkt des Gegners mit einer Bombe zerstören, wodurch man nun nur noch die restlichen Feinde ausschalten muss. Auch die neuen Multiplayer-Karten können sich sehen lassen. Insgesamt 12 Stück wurden hinzugefügt. Sie erstrecken sich über das gesamte europäische Schlachtfeld, z.B. in Algier oder in den Ardennen.


 In den Ardennen spielt diese Tug-of-War Map.   In den Ardennen spielt diese Tug-of-War Map.



Fazit von Benjamin Jakobs:

Auch im Add On bleibt die beklemmende Atmosphäre des Krieges gut erhalten. Der Slogan „Mittendrin statt nur dabei“ würde hier sehr gut passen. Leider sind die Singleplayer-Missionen sehr schnell durchgespielt. Auch sind einzelne Teile der Missionen sehr schwer, vor allem für Einsteiger. Mehr Kampagnen wären hier durchaus wünschenswert gewesen, damit sich das Addon auch für Einzelspieler richtig lohnt. Wer nicht im Multiplayer-Modus spielt, sollte sich den Kauf daher gut überlegen.