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 Jedi Knight: Jedi Academy
21. April 2003 | 10:29 | Preview
Die Jedi-Ritter sind wieder da. Raven Software arbeitet bereits seit längerer Zeit am Nachfolger zu Jedi Knight 2: Jedi Outcast. Wie die Entwickler das Spiel noch spektakulärer gestalten wollen erfahrt Ihr in unserem Preview.

Kyle Katarn hat wieder einmal die Republik gerettet. In Jedi Knight 2 gewann er mit Hilfe des Tals der Jedi wieder seine Kräfte zurück und befreite seine Freundin und Partnerin Jan Ors aus den Händen des dunklen Jedi Desann. Auch die neue Superwaffe des Imperiums, die Doomgiver, stellt dank Katarn keine Gefahr mehr dar. Einige Jahre später: Kyle ist zur Ruhe gekommen und unterrichtet gemeinsam mit Luke Skywalker Jedi-Schüler in der Akademie auf Yavin. Hier übernimmt man allerdings nicht die Rolle von Kyle Katarn, sondern beginnt als Jedi-Padawan seine Ausbildung. Von anfänglichen Trainingsmissionen über kleinere Aufträge bekommt man immer mehr Aufgaben zugeteilt. Schließlich spürt der Spieler sogar eine gewaltige Verschwörung auf, die wieder mal die gesamte Galaxis bedroht.


 Der Rancor kann dem Spieler schwere Schäden zufügen.   Der Rancor kann dem Spieler schwere Schäden zufügen.


Angehende Jedi dürfen vor Beginn des Spiels ihren Charakter selbst zusammenstellen! Dafür stehen verschiedene Rassen, Hautfarben, Kleidungsstücke und andere Dinge zur Verfügung. Zusätzlich kann man als Jedi seinen eigenes Lichtschwert gestalten, vom Griff bis zur Schwertfarbe ist alles wählbar. Zuerst steht nur ein Lichtschwert zur Verfügung, wie es die meisten der Jedi benutzen. Im Verlaufe des Spiels, wenn der Spieler seine Machtkenntnisse steigert, kann allerdings auch ein Doppellichtschwert benutzt werden, wie man es von Darth Maul aus Episode 1 kennt. Wer lieber wie Anakin Skywalker in Episode 2 kämpft darf auch in jeder Hand ein Lichtschwert benutzen. Während im Vorgänger nur gelegentliche Lichtschwertkämpfe zu sehen waren, gibt es im Nachfolger eine wahre Lichtschwertorgie. Nahezu 70% des Spiels sollen aus solchen Kämpfen bestehen. Allerdings besteht immer noch die Möglichkeit in die Ego-Perspektive zu wechseln und die Feinde mit konventionellen Waffen wie z.B. Blastern oder der Wookie-Armbrust zu bekämpfen. Da die Munition aber schwerer zu beschaffen ist, kommt das Lichtschwert deutlich öfter zum Einsatz. Die Schwertkämpfe selbst fallen deutlich spektakulärer aus. Die Anzahl der unterschiedlichen Bewegungen und Angriffs- bzw. Ausweichmöglichkeiten wurde mehr als verdoppelt. Die Kämpfer springen durch die Luft oder rollen zur Seite, um den feindlichen Angriffen auszuweichen. Die Verteidigung wird dabei immer automatisch berechnet und je nach der Position der Gegner und des Spielers wird die passende Attacke ausgeführt. Durch die drei unterschiedlichen Lichtschwertstile verhalten sich die Kämpfer immer anders und verfügen über andere Möglichkeiten, den Gegner zu besiegen. Besonders schöne Aktionen werden vom Spiel in Zeitlupe dargestellt.


 Die Levels sind noch größer als in Jedi Knight 2.   Die Levels sind noch größer als in Jedi Knight 2.


Die Macht ist stark in diesem da. Raven Software will für Jedi Academy die Anzahl der Macht-Fähigkeiten nochmals ausbauen.
So kommen im Singleplayer-Modus z.B. Kräfte zum Einsatz, die es vorher nur im Multiplayer-Modus von Jedi Knight 2 gab. Verschiedene Fähigkeiten lassen sich sogar kombinieren. ‚Geschwindigkeit’ und ‚Sprung’ bewirken in diesem Fall, dass der Spieler selbst über die tiefsten Abgründe hinweg springen kann. Aber auch die Gegner besitzen diese Fähigkeiten. Einer der Feinde hält den Spieler dann per Machtgriff fest, während der andere ihn mit den Machtblitzen oder per Lichtschwert zusetzt. In Jedi Knight 2 gab es noch eine feste Entwicklung der Machtfähigkeiten zur guten Seite. In Jedi Academy hingegen kann man selbst entscheiden, welche Kräfte man in bis zu drei Stufen ausbaut und für welche Seite der Macht man in den Kampf zieht.


 Mit zwei Lichtschwerten hat man mehr Möglichkeiten zur Beseitigung der Gegner.   Mit zwei Lichtschwerten hat man mehr Möglichkeiten zur Beseitigung der Gegner.


Als Jedi-Padawan kann man im Laufe des Spiels auch selbst über die nächste Mission entscheiden. Bestimmte Aufträge können angenommen oder abgelehnt werden. Die Storymissionen müssen hingegen absolviert werden, um die spannende Hintergrundgeschichte voranzubringen. Zusatzmissionen dienen hauptsächlich zur Schärfung der Macht-Fähigkeiten und als Abwechslung. Die teilweise sehr schweren Rätsel aus Jedi Knight 2 wird man im Nachfolger vergeblich suchen. Hier haben die Entwickler das Spiel sozusagen entschärft und konzentrieren sich in erster Linie auf die Action. Im Verlauf der Jedi-Karriere besucht man dabei zahlreiche bekannte, aber auch neue Welten. So begegnet man auf Tatooine Sandleuten, Jawas und sogar dem riesigen Rancor, den Luke Skywalker in ‚Die Rückkehr der Jedi-Ritter’ besiegte. Die Levels sind dabei zum Teil doppelt so groß wie die aus dem Vorgänger. Dafür gibt es aber mehr Abwechslung. Unterschiedliche Wege zum Spiel bieten verschiedene Möglichkeiten und es werden wesentlich mehr Transportmittel zur Verfügung stehen. Auf dem Eisplaneten Hoth reitet man z.B. auf einem Tauntaun.


 Die Lichtschwertkämpfe werden wesentlich spektakulärer als im Vorgänger.   Die Lichtschwertkämpfe werden wesentlich spektakulärer als im Vorgänger.


Für die grafische Darstellung vertraut Raven Software weiterhin auf die Quake 3-Engine, die nochmals stark verbessert und optimiert wurde. Da die Anforderungen an die Hardware niedriger sind als z.B. bei der Unreal-Engine, lassen sich hier mehr Curved Surfaces und Specular Mapping verwenden als früher. Laut den Entwicklern soll dabei der Abstand zur Unreal-Engine nahezu aufgeholt werden. Ebenfalls von Raven stammt das selbst entwickelte Terrain-System, welches zuletzt bei Soldier of Fortune 2 verwendet wurde. Dieses erlaubt eine deutlich dichtere Vegetation. Für den Multiplayer-Modus wird es auch einige Neuerungen geben. Geplant sind unter anderem mehrere neue Spielmodi. Einen Cooperative-Modus wird es allerdings nicht geben.

Nach letzten Informationen ist Jedi Academy bereits zu 60% fertiggestellt und soll im Herbst 2003 erscheinen. Die Arbeit an der Story, den Skript-Sequenzen und den Levels ist bereits so gut wie abgeschlossen. Jetzt kommt die Entwicklung der Gegner-KI und das Missions-Design an die Reihe und letztendlich müssen natürlich noch einige Bugs beseitigt werden.


Fazit von Benjamin Jakobs:

Nach dem Erfolg von Jedi Knight 2 war es nur eine Frage der Zeit bis LucasArts einen Nachfolger ankündigen würde. Dieser wird aber deutlich bombastischer als erwartet. Viele Fans freuen sich bereits jetzt auf die spektakulären Lichtschwertkämpfe. Hoffentlich bleibt bei der ganzen Action die Story nicht auf der Strecke, die ja in den Vorgängern stark zur Atmosphäre beigetragen hat.
Jedi Knight: Jedi Academy  (Preview) Raven Software
Empfohlenes System: -

Ersteindruck:
(10 / 10)
Benjamin Jakobs
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» Genre: Shooter
» Entwickler: Raven Software
» Publisher: Activision
» Release:
» Links: · http://www.activision.com
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