Donnerstag, der 25. Juli 2002  

 

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 MechWarrior4
13. Juli 2001 | 14:02 | Review
Mit dröhnenden Motoren arbeitet sich ein Lastwagenkonvoi durch die sengende Hitze der Wüste, flankiert von schweren Panzern. Die Fahrer sind froh, daß sie in klimatisierten Kabinen sitzen, sonst wäre die Hitze am diesem Nachmittag unerträglich! Plötzlich rast ein Schwarm Raketen heran und schlägt in den ersten Panzer, dieser geht sofort in Flammen auf. Panik ergreift die Kolonne, die LKW's fahren auseinander wie ein aufgescheuchter Hühnerschwarm. Die Panzer fahren wild durcheinander und suchen vergeblich nach einem Feind. Da ist er: Ein 80 Tonnen schwerer, waffenstarrender Roboter stampft heran, die Panzer eröffnen sofort das Feuer, aber der Gigant ist schneller, seine mächtigen Particle Protejection Cannons jagen den nächsten Panzer in die Luft, die nächste Raketensalve erwischt den Dritten, dann feuern die Laser und Pulse Laser aus allen Rohren. Ein vierter Panzer ist Geschichte. Nun eilt den Panzern Verstärkung herbei, zwei leichte Mechs versuchen den Feind vom Konvoi abzulenken! Da erwischt es den ersten leichten Mech am Bein, daß er fast stürzt. Der große Mech feuert aus allen Rohren, er glüht vor Hitze und plötzlich schaltet das Notsystem den Mech ab, sekundenbruchteile steht der Gigant bewegungslos da, während er von seinen Feinden unter Beschuss genommen wird, grade in dem Moment, in dem der Mechpilot sein Gefährt wieder starten will, wird das Cockpit getroffen.



Blutrache


So kann es einem bei Mechwarrior gehen, wenn man seine Einsätze falsch plant. Mit MechWarrior hat das Team von Zipper-Interactive ganze Arbeit geleistet. Im vierten Teil der MechWarrior Saga schlüpfen sie in die Rolle von Ian Dresari, nachdem die Truppen von Steiner fast seine gesamte Familie getötet und seinen Heimatplaneten erobert haben, schwört er blutige Rache. Ihre Rache vollführen Sie am Steuer eines mächtigen Kampfroboter, genannt Mech, ihnen zur Seite steht die Lanze (Eine Gruppe aus vier Mechs) von Ians Onkel.



Farbenfroher Kampf


Die Grafik von MechWarior4 kann durchweg überzeugen, lediglich die Bäume sind aus technischen Gründen nicht so schön geraten, sonst wären nämlich in einigen Missionen schon Highendrechner überfordert. Die Mechs und die Waffeneffekte sind einfach fantastisch dargestellt. Kleine Mechs werden von Mächtigen Gaus-Gewehr-Schüssen von den Beinen geholt, Panzerwracks brennen aus, Raketen jagen über das Gelände und Schiffe sinken nach einer gigantischen Explosion. Erstaunlicherweise ist MechWarrior4 dabei nicht so hardwarehungrig, wie man es vermuten könnte: Ab einem PIII 500 ist es flüssig spielbar, außerdem sieht das Spiel auch schon bei 640 mal 480 Pixeln gut aus. Die Ohren kommen bei MechWarrior4 ebenfalls nicht zu kurz, auch wenn der Sound nicht ganz mit der guten Grafik mithalten kann, aber man kann fast jede Waffe am Klang unterscheiden und jede Bewegung des Mechs ist mit Sound unterlegt. Einzig die Synchronisation ist nicht so gut gelungen, so werden die Sprechsequenzen am Schluß einer Mission plötzlich einfach abgebrochen, weil die deutsche Sequenz länger dauert als die englische. Die Steuerung sollte man seinen Bedürfnissen anpassen, die Tastenbelegung ist frei wählbar und das ist auch gut so, denn die Standardeinstellung ist nur was für Tastaturathleten, weil die Tasten für die Steuerung des Mechs und der Steuerung der Waffensysteme zu weit auseinanderliegen. Wer will kann auch zum Joystick greifen!



Hitzestau in der Wüste


Das Spiel ist in sieben Operationen aufgeteilt, alle spielen auf unterschiedlichem Terrain, die ihnen neue Probleme bereiten. Unterteilt sind die Operationen in unterschiedliche Missionen. Die Variation der Aufträge ist beeindruckend, mal muß man ein Gebiet von Feinden säubern, mal besteht die Aufgabe darin einen feindlichen Gefangenentransport zu erobern, oder bestimmt Fabriken zu zerstören. Auch das Terrain ist abwechslungsreich, am Anfang kämpft man noch auf dem Mond. Geschwindigkeit und Hitze stellen dort kein Problem da, in der Wüst dagegen heizt sich der Mech schnell auf und später in der Stadt ist das Manövrieren des gigantischen Roboters schwierig. An ihrer Seite kämpfen ein bis drei Wingmans, die sie erstaunlich gut unterstützen, überhaupt ist der KI des Spiels recht gut gelungen. Der Computer weiß, wie er seine Waffen einzusetzen hat und wie er das Gelände zu seinem Vorteil ausnutzen kann. Positiv gegenüber dem Vorgänger ist auch, daß man nun nicht mehr von einem Waypoint zum nächsten stampft, ohne das etwas passiert. Fast überall lauern Gegner oder die Story wird per Funk vorangetrieben, so kann es durchaus passieren, das sich die Missionsziele während einer Mission ändern.

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Mechs im Bausatz


Im Mechlab kann man sich vor jeder Mission einen Mech zusammenschrauben lassen und dabei so wichtige Sachen, wie Bewaffnung und Panzerung der nächsten Mission anpassen. Je nach Größe des Mechs kann man nur eine bestimmte Menge Waffen, Panzerung und Zubehör mitnehmen, auch sind die freien Schächte für Waffen begrenzt.
Am Anfang des Spiels hat man nur eine kleine Auswahl leichter Mechs zur Verfügung, auch die Waffen, gehören noch nicht zu den Endrucksvollsten. Dies ändert sich während des Spiels natürlich, nach jeder Mission sammelt ein Bergungsteam die Überreste der feindlichen Mechs ein und setzt sie wieder in Stand, das bedeutet natürlich auch, das sie immer erst einen schwereren Mech vernichten müssen, bevor sie ihn selber einsetzen können.
Genauso verfährt das Spiel mit den Waffen.
Eine der wichtigsten Aspekte, auf die ein Mechwarrior achten muß, ist die Wärmeentwicklung seines Mechs, so brauchen Laserwaffen, im Gegensatz zu Raketen oder ballistischen Waffen keine Munition, dafür heizen sie einen Meche sehr auf. In der Wüste kann einem das, wie in unserem Beispiel oben, zum Verhängnis werden, man muß also gut planen, mit welchem Mech man, mit welcher Ausrüstung in die Mission geht!
insgesamt gibt es 21 Mechs und über 50 Waffensysteme. Neben den Mechs gibt es noch Panzer, Hovercrafts, Raketenwerfer, Hubschrauber, Bomber, und Schiffe als Gegnern.

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Mechs im Netz


Der Multiplayerfan kommt bei MechWarrior4 nicht zu kurz. Per Internet oder Netzwerk können bis zu 16 Mechpiloten gegen oder miteinander antreten.



Fazit von Alexander Lohr:


MechWarrior4 ist eine spielerisch wie technisch äußerst gelungende Fortsetzung, die Missionen sind abwechslungsreich und die KI schlau. Die Steuerung muß man sich zurechtmachen, dann stellt auch sie keine Problem mehr da.
MechWarrior4  (Review)
Empfohlenes System:

Wertung:
Grafik: ( / 10)
Sound: ( / 10)
Bedienung: ( / 10)
Spieltiefe: ( / 10)
Multiplayer:

( / 10)
 
Gesamt:

%
Alexander Lohr
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; 2001,2002 [EliteGames]

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