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| 30. Juli 2002 | 16:17 | Preview |
Der Krieg geht weiter. Electronic Arts schickt den Spieler im Medal of Honor Expansion Pack wieder zurück in den zweiten Weltkrieg.
Kein anderes Spiel hat bisher solch einen „Mittendrin-Effekt“ geboten wie Medal of Honor: Allied Assault, z.B. die Mission am Omaha Beach. Ebenso wenig stellte ein Spiel wohl den Krieg bisher so realistisch und wirklichkeitsnah dar. Electronic Arts will dieses einzigartige Gefühl auch im Expansion Pack beibehalten. Dieses wird übrigens nicht mehr vom Entwickler des Hauptprogramms, das heißt 2015, entwickelt, sondern vom Electronic Arts Entwicklerteam in Los Angeles. Im Spiel kämpft man nun nicht mehr nur zusammen mit amerikanischen Truppen gegen die Deutschen, man trifft auch auf die Truppen der Briten und Russen, die dann schließlich auch mit dem Spieler zusammenarbeiten. Die neun Missionen der neuen Singleplayer-Kampagne teilen sich dabei in drei Teile auf. Im ersten Teil kämpft man zusammen mit den Briten in der Normandie, genauer gesagt einen Tag vor dem D-Day am 6. Juni 1944. In einer weiteren Mission muss mit einem Trupp eine Stellung halten und anstürmende deutsche Soldaten und sogar Panzer ausschalten. Kann man die Stellung nicht halten, gilt die Mission als verloren. Letztendlich kämpft man sich dann zum Schluss der Kampagne mit den Russen bis nach Berlin durch, wo der Krieg sein Ende nimmt.
| | Die Stellung muss unbedingt gehalten werden. |
Viele Spieler waren frustriert über den Schwierigkeitsgrad in Medal of Honor, besonders in den Levels, in denen die Scharfschützen praktisch hinter jeder Ecke auf einen warteten. Dies hat man nicht ignoriert. Die feindlichen Scharfschützen besitzen nun ein eingeschränktes Sichtfeld, wodurch sie z.B. den Spieler nicht mehr durch Bäume hindurch sehen können. Dadurch sehen sie den Spieler erst später und können nicht mehr direkt auf ihn feuern, sobald er irgendwo auftaucht. Zusätzlich kann man sich durch Rauchgranaten absichern und so dem Scharfschützen die Sicht nehmen, um ihn dann in Ruhe auszuschalten. Aber nicht nur die Scharfschützen wurden „ausgebessert“, auch die stehenden Maschinengewehre wurden etwas verändert. Diese haben nun nicht mehr unendlich viel Munition, sondern bekommen eine zufällig zugewiesene Anzahl an Magazinen. Damit will man den Spieler auf den Beinen halten, damit er nicht nur hinter einem Maschinengewehr auf den Feind wartet. Sollte man im Spiel doch mal verwundet werden, was sicher nicht auszuschließen ist, findet man natürlich auch wieder einige Medipacks. Jedoch heilen diese den Spieler nun nicht mehr sofort, sondern man muss sich ducken, damit sie ihre volle Wirkung erreichen und die Lebensenergie des Charakters wieder vollständig auffrischen. Damit man sich noch etwas besser an die feindlichen Truppen anschleichen und sie so überraschen kann, hat man die Möglichkeit, nun um Ecken zu schauen und auch um sie herum zu schiessen. Bisher war dies nur im Multiplayermodus möglich. Wer gerne mal einen Panzer fährt, darf sich auch freuen, denn diese spielen eine wichtigere Rolle als im Hauptprogramm. Man soll noch öfter die Möglichkeit haben, Panzer zu fahren.
| | Diese Artilleriestellung der Deutschen steht den Alliierten im Weg. |
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Nicht nur für Einzelspieler wird das Expansion Pack interessant werden. Neben insgesamt 12 neuen Multiplayer Maps von den Entwicklern und 5 Fanlevels, welche von Gewinnern eines Wettbewerbs stammen, wird man im Mehrspielermodus auch die Englischen und Russischen Truppen mitsamt ihren eigenen Waffen spielen können. Diese werden natürlich keine wirklichen Neuerungen sein, sondern sind mehr ein genaues Gegenstück zu den bereits vorhandenen Waffen. Mit dabei sind z.B. die britische Sten Submachine Gun (bekannt aus Return to Castle Wolfenstein) und das Enfield Mark 1 Gewehr. Mit den neuen Granaten und den neuen Waffen der Briten und Russen werden dann insgesamt 15 neue Waffen im Expansion Pack enthalten sein. Diese werden wieder in der verschiedenen Kategorien, wie Maschinengewehre oder Pistolen, eingeordnet, die man zum Beginn einer Multiplayerpartei auswählen kann. Wer mit der gewählten Waffe nicht zurecht kommt, der wählt sich einfach eine andere Kategorie aus. In der nächsten Runde kämpft man dann mit der gewählten Waffe.
| | Einsatz im verschneiten Wald der Ardennen. |
Die einzelnen neuen Maps sollen dabei wieder abwechslungsreich gestaltet werden. In einer zerstörten Stadt gelangt man z.B. nur zum Missionsziel, wenn man über eine abgeschaltete Hochspannungsleitung klettert. Neben der Tatsache, dass man so ein leichtes Ziel ist, gibt es ein weiteres Problem. Es ist nämlich ein Schalter vorhanden, der den Strom anschaltet und so die Soldaten auf der Leitung tötet. Deshalb sollte man, wenn man das Ziel erreichen will, diesen Schalter unbedingt beschützen. Um die Spieler noch länger an den Mehrspielermodus zu fesseln, will man nicht nur neue Maps, sondern auch neue Spielmodi integrieren. Eine neue Multiplayer-Variante nennt sich Tug of War. Dieser Modus wird auf einer bestimmten Anzahl an Maps ausgetragen. Dabei ist jeweils die gleiche Anzahl an Schlachtfeldern jedem Team zugeordnet, zudem gibt es eine neutrale Map. Auf dieser neutralen Karte wird das Spiel gestartet. Sobald ein Team diese Map gewinnt, wird als nächstes eine dem Siegerteam zugeordnete Karte gestartet. Wird diese wieder von dem gleichen Team gewonnen, kommt die nächste diesem Team zugeordnete Map an die Reihe. Dies geht so lange weiter, bis alle einem Team zugeordneten Schlachtfelder gewonnen wurden. Falls jedoch das Verliererteam gewinnt, wird wieder auf die vorherige Karte zurückgeschaltet.
Ebenfalls geplant sind jetzt einfachere Befehle, um eine Abstimmung zu starten, wenn man z.B. einen Spieler vom Server kicken möchte oder eine bestimmte Waffe verbieten will. Dies wäre wohl hilfreich, denn die Bazooka und die Pumpgun sind nicht gerade beliebt auf den Servern.
| | Ein deutscher Panzer direkt vor uns. |
Erscheinen soll das Expansion Pack im November. Bis jetzt heißt es jedenfalls noch „Expansion Pack“. Der frühere Name Team Assault wurde aufgegeben. Ein neuer Titel wird noch angekündigt, viele Gerüchte besagen aber, dass es den Namen Medal of Honor: Reload tragen wird.
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Fazit von Benjamin Jakobs:
So muss ein Expansion Pack aussehen. Neue Features sowohl für Single- als auch Multiplayer, die sich auch für Spieler lohnen, welche keinen Internetanschluss besitzen bzw. nicht online spielen. Leider fehlen auch im AddOn die Bots, mit denen man die Maps trainieren könnte. Ein auch so schon geniales Spiel wie Medal of Honor wird aber auch ohne Bots nochmals verbessert und auch die Modszene dürfte mit dem Expansion Pack einen neuen Aufschwung erhalten. Ich persönlich freue mich schon auf das Expansion Pack und die dann folgenden Multiplayerschlachten. Bleibt zu hoffen, dass alle diese guten Ideen auch entsprechend gut umgesetzt werden. Dann steht einer hohen Wertung nichts mehr im Wege. |
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| Benjamin Jakobs |
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