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| 09. Juni 2003 | 17:54 | Review |
Die X-Men sind zurück. Pünktlich zum Kinostart des zweiten Teils veröffentlichte Activision auch das Spiel zum Film, dass entgegen dem Titel allerdings nicht viel mit diesem zu tun hat.
Wie der Titel schon verrät, dreht sich das Spiel hauptsächlich um den Charakter Wolverine. An ihm wurden vom Militär geheime Experimente durchgeführt, die zur Folge hatten, dass er jetzt ein Adamantium-Skelett und die bekannten ausfahrbaren Krallen besitzt. Doch jetzt, in der Gegenwart, muss er feststellen, dass man ihm dabei auch ein tödliches Virus eingefügt hat. Wenn Wolverine nicht innerhalb der nächsten 48 Stunden ein Gegenmittel findet, wird er sterben. Also muss er dorthin zurückkehren, von wo er in der Vergangenheit geflohen ist. Hier gilt es nun, die Verantwortlichen des Waffe X-Projekts zu finden, sie zur Rechenschaft zu ziehen und natürlich ein Gegenmittel zu finden. Man sieht also, dass die Story mit dem Film nichts zu tun hat. Sie dient lediglich als Hintergrundinformation zum Charakter Wolverine.
| | Auch mehrere Gegner stellen für Wolverine kein Problem dar. |
Ein grafisches Wunderwerk ist Wolverine’s Revenge ohne Frage nicht, allerdings ist es auch nicht schlecht. Die verschiedenen Umgebungen, sowohl innen als auch außen, sind schön gestaltet, aber dennoch etwas steril und wenig abwechslungsreich. Die Charaktermodelle wurden dagegen schön designt und aufwendig animiert, damit sie auch ordentlich rumgeschleudert werden und durch die Gegend laufen. Die meisten der 3D-Effekte sind zudem sehr sehenswert, besonders bei den Kämpfen.
| | Sabretooth ist einer der härteren Zwischengegner. |
Bei der Sprachausgabe wurde auf eine deutsche Übersetzung verzichtet, stattdessen gibt es lediglich deutschsprachige Untertitel. Im Original spricht leider auch nicht Hugh Jackman selbst Wolverine. Dafür hat man allerdings mit Mark Hamill (Luke Skywalker) eine passende Alternative gefunden. Des weiteren leihen noch Patrick Stewart (Professor X) und Kelly Hu (Lady Deathstrike) den Figuren ihre Stimmen. Das actionorientierte Gameplay wird durch eine dynamische und vor allem dramatische Musik unterstützt, die ständig zu hören ist. Die Soundeffekte selbst sind aber wieder durchschnittliche Kost und fallen nicht besonders auf.
| | Die Umgebungen sind leider nur durchschnittlich geraten. | | Wolverine’s Revenge bietet dem Spieler sehr viele verschiedene Angriffskombinationen, um die Gegner auszuschalten. Bei der großen Auswahl verliert man aber leicht den Überblick und muss gelegentlich mal ins Handbuch schauen, wo alle Aktionen aufgelistet sind. Ansonsten steuert sich das Spiel standardmäßig mit den WASD-Tasten. Damit bewegt Ihr Wolverine in die entsprechende Richtung. Was bei der Spielfigur noch gut funktioniert, ist bei der Kamera eine Zumutung. Zwar hat man die Möglichkeit, per Tastendruck die Kamera direkt hinter Wolverine zu platzieren, aber ansonsten macht die Kamera was sie will. Da hilft normalerweise nur eins: Die Kamera mit den Pfeiltasten richtig ausrichten und das kann auf Dauer ganz schön nervig sein. Im Kampf gibt es aber mit der Kamera weniger Probleme, da sich Wolverine dort automatisch auf den nächsten Gegner ausrichtet.
| | Mit den verschärften Sinnen kann Wolverine auch Minen aufspüren. |
Das Spiel ist ein typisches Action-Adventure und wie es sich für Wolverine gehört wird viel gekämpft. Dabei kann der Spieler sowohl die normalen Fäuste als auch die ausfahrbaren Krallen benutzen. Durch die verschiedenen Tastenkombinationen sind so viele verschiedene Attacken möglich, von einzelnen Schlägen bis hin zu wahren Wutausbrüchen, die mehrere Gegner auf einmal zu Boden reißen. Für die saubere Ausführungen der sogenannten ‚Strikes’ bekommt man auch eine Belohnung. Durch eine solche Attacke gelangt Ihr in den Besitz von Namenskettchen. Je mehr man davon hat, desto besser. Damit lassen sich nämlich neue Kampfstufen freischalten, die noch bessere Angriffsmöglichkeiten bieten, aber auch neue Tastenkombinationen. Wer viele Gegner erledigt, der kann zusätzlich seine „Wut-Anzeige“ aufbessern. Sobald dieser Balken voll ist, verfällt Wolverine in ‚wilde Wut’. Diese macht euch für kurze Zeit stärker, widerstandsfähiger und schneller. Dies kann besonders bei einer großen Gegneranzahl oder bei Endgegnern wie Sabretooth oder Lady Deathstrike hilfreich sein. Mit dem speziellen Sinne-Modus kann Wolverine seine Umgebung wesentlich schärfer wahrnehmen. So sieht man z.B. Wärmequellen, Fußabdrücke und Minen, die man sonst natürlich nicht bemerken würde.
| | Durch kurze Zwischensequenzen wird die Story vorangetrieben. |
All diese Kämpfe übersteht Wolverine natürlich nicht ohne Verletzungen. Wenn es mal brenzlig wird, dann müssen entweder Heilpakete gesammelt werden oder man fährt die Krallen ein. Dann heilt sich Wolverine langsam selbst, ist dann aber auch verwundbarer. Ein voller Balken Lebensenergie ist aber weitaus wichtiger als schnelles losstürmen. Grund dafür ist das mangelhafte Speichersystem, denn gespeichert wird es nach Ende bzw. zu Anfang eines neuen Levels. Wenn man also kurz vor dem Levelausgang stirbt, dann muss man wohl oder übel den kompletten Level erneut durchspielen. Dies kann sehr frustrierend sein. Wenigstens einen oder zwei Speicherpunkte hätte man in den Levels platzieren können.
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Fazit von Benjamin Jakobs:
Wolverine’s Revenge ist ein ordentliches Action-Adventure mit einem starken Hauptcharakter. Was zu Anfang noch gut aussieht, wird später eher zur Frustration. Warum kann die Kamera nicht automatisch immer hinter Wolverine bleiben wie z.B. bei Tomb Raider? Auch das fehlende Speichersystem innerhalb der Level dürfte so manchem Einsteiger die Lust am Spiel rauben, denn wer fängt schon wieder gerne von vorne an, wenn er kurz vor dem Ziel war? Diese beiden Kritikpunkte haben eine höhere siebziger Wertung klar verhindert. Der Rest des Spiels ist hingegen solider Durchschnitt. |
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Wertung: |
| Grafik: |
         (7 / 10) |
| Sound: |
         (7 / 10) |
| Bedienung: |
         (7 / 10) |
| Spieltiefe: |
         (7 / 10) |
Multiplayer:
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         (0 / 10) |
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| Benjamin Jakobs |
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