|
|
 |
 |
 |
 |
| 18. März 2003 | 14:44 | Review |
In der Vergangenheit stand der Name „Need for Speed“ stets für eine außergewöhnliche und sehr gute Rennspielserie. Ob dies wiederum auch auf den neuesten Teil, Hot Pursuit 2, zutrifft, erfahrt Ihr in unserem Review.
Wer möchte nicht gerne mal einfach abschalten und drauflosrasen? Dies soll jetzt keine Aufforderung zur Gefährdung der Landstrassen sein, Gas gegeben wird am PC. „Need for Speed“ ist eine der erfolgreichsten Rennspielserien und bot immer eine gute Qualität. Mit Need for Speed: Porsche waren auch erstmals nur Autos eines einzigen Herstellers fahrbar. Dafür bot der Karrieremodus einiges an Abwechslung und stellte dem Spieler zahlreiche Aufgaben. Ein Feature, dass noch hätte weiter ausgebaut werden können, aber es fehlt in Hot Pursuit 2. Stattdessen werden einem im Hot Pursuit Modus zahlreiche Rennen angeboten, die sich meist nur in den Beschreibungen und Beschränkungen der einzelnen Details unterscheiden. Bei Erfolg werden nach und nach alle möglichen Rennen freigeschaltet, die sich z.B. in reine BMW- oder Mercedes-Rennen aufteilen. Für den erfolgreichen Abschluss werden einem je nach Platzierung NFS Punkte auf das Bankkonto gutgeschrieben. Damit kann man wiederum verschiedene Autos und Strecken freischalten, die aber die selben sind wie im Hot Pursuit Modus. Des weiteren kann man ein Einzelrennen austragen, das sich wiederum in verschiedenen Bereichen unterscheidet. Hier wird dann z.B. pro Runde der letzte vom Rennen ausgeschlossen oder man begibt sich auf die Seite der Cops und jagt die computergesteuerten Raser über die Straßen. Über das Hauptmenü können auch ganze Meisterschaften mit Punktevergabe ausgetragen werden, die dann über mehrere Strecken laufen. Insgesamt ist hier also wenig neues zu finden, stattdessen bekommt man bekannte Sachen in neuem Gewand präsentiert.
| | Das ist alles, was man aus der Fahrersicht zu sehen bekommt. |
Von der grafischen Seite her gesehen kann Hot Pursuit 2 durchaus mit aktuellen Rennspielen wie z.B. Rallisport Challenge mithalten. Die Strecken sind alle sehr abwechslungsreich und werden durch zahlreiche Objekte verschönert. Hier und da findet man auch mal Effekte wie z.B. Wasserfälle oder Lavaströme, die zum Teil auch Auswirkungen auf die Strecke haben. Jede Rennstrecke hat zusätzlich noch mehrere Abkürzungen, durch die man Gegner über- und Zeit aufholen kann. Diese verlaufen meist durch abgelegene Pfade und führen den Spieler durch kleine Wälder oder Tunnel abseits der Strecke. Ebenso wie die Landschaften sehen die Autos sehr schön aus und man erkennt die Fahrer in ihren Wagen. Bei Lichteinfall reflektieren die Wagen die Umgebung und werfen schöne Schatten auf den Asphalt. Einer der Schwachpunkte des Spiels ist hier allerdings die Schadensdarstellung. Zwar sieht man schon mal verbeulte Wagen, aber das sind eher kleinere Beulen. Richtig große Blechschäden oder abfliegende Wagenteile gibt es leider nicht. Außerdem wurden diesmal keine Innenansichten der Autos verwendet. Man sieht hier lediglich die Tachos und den Rückspiegel. Auch nicht vorhanden sind verschiedene Wettereffekte oder gar Nachtfahrten, die noch in den Vorgängern zu finden waren. Ein Rennen auf einer exotischen Rennstrecke bei Nacht und Mondschein hätte sicherlich seine schönen Seiten gehabt.
| | Lavaströme fließen den Berg hinab und auch über die Straße. | | Beim Sound vertraut EA auf die originalen Sounds der Wagenhersteller, die sich aber nur wenig unterscheiden. Je nach Strecke und Landschaft gibt es auch noch verschiedene Umgebungsgeräusche, z.B. rauschendes Wasser oder das Blubbern glühender Lava. Das ganze Spiel wird man von passender Musik begleitet, die von Bush, Uncle Kracker, Rush oder Course of Nature beigesteuert wurde. Meist werden schnelle Töne abgespielt, die natürlich gut zu einem Rennspiel passen.
| | Auf jeder Strecke gibt es schöne Nebeneffekte wie z.B. Wasserfälle. |
Die Bedienung der Wagen ist wie schon den vorherigen Titeln mehr für schnelle Rennen gedacht, d.h. es wird weniger auf Realismus gesetzt als z.B. bei Colin McRae Rallye 2. Dafür lassen sich die Wagen auch sehr gut mit der Tastatur steuern. Mit vier Tasten für beschleunigen, bremsen und lenken kommt man klar und braucht im Prinzip keine weiteren Tasten um das Spiel zu meistern. Spielerisch eher sinnlos ist die Hupe, da sie keine entscheidende Rolle spielt. Mit der Sicht nach Hinten kann man seine Verfolger im Auge behalten und ihnen so das Überholen erschweren. Als Cop stehen einem aber noch zusätzliche Tasten zur Verfügung. Damit kann man weitere Wagen und Helikopter zur Unterstützung anfordern und auch Nagelbretter auslegen lassen.
| | Nach und nach müssen die Rennen gewonnen werden um andere freizuschalten. |
Im Gegensatz zu NfS: Porsche ist Hot Pursuit 2 mehr ein Arcade-Racer, da der schon angesprochene Karrieremodus fehlt und auch auf weniger Realismus beim Fahren gesetzt wird. Trotzdem bietet das Spiel Unterhaltung für ein kurzes Rennen zwischendurch und um sich die Strecken und Wagen freizuschalten, muss man sich NFS Punkte verdienen. Dadurch wird man quasi gezwungen, das Spiel durchzuspielen. Aufgrund der teils exotischen Schauplätze der Rennen und der schönen Sportwagen lohnt sich das aber. Denn wer würde nicht gerne einmal einen Ferrari oder Lamborghini fahren?
| | Spektakuläre Überschläge können über Sieg oder Niederlage entscheiden. |
Im Multiplayer-Modus muss sich EA allerdings Kritik gefallen lassen. Zwar können bis zu acht Teilnehmer im LAN oder per Internet Rennen bestreiten, allerdings nur in Einzelrennen oder Turnieren. Hier kann schon kein zusätzlicher Gegenverkehr eingeschaltet werden. Größtes Manko ist allerdings, dass man als Spieler nicht selbst die Rolle eines Cops übernehmen kann. Gerade der Modus, der auch am interessantesten ist, wurde hier vom Entwicklerteam weggelassen. Im Vergleich mit z.B. Need for Speed: Brennender Asphalt ist dies ein Rückschritt, da man sich dort auch im Duell mit anderen Spielern auf die Seite des Gesetzes stellen konnte.
| | Als Polizist verfolgt man die Raser auch ohne Rücksicht auf den Gegenverkehr. |
|
Fazit von Benjamin Jakobs:
Hot Pursuit 2 ist ein solider Arcade-Racer, leider auch nicht mehr. Im Vergleich mit den Vorgängern wurden hier viele Möglichkeiten weggelassen bzw. nicht beachtet. Es ist zwar toll, gegen seine Freunde im Wettkampf anzutreten, aber warum wurde da einfach nicht an einen Verfolgungsmodus gedacht, bei dem man auch selbst mal die Rolle der „Guten“ übernehmen kann? Bleibt zu hoffen, dass EA beim nächsten Need for Speed wieder verstärkt auf Qualität achtet und mehr Spielmodi, Strecken und Wagen einbaut. |
|
|
|
|
Wertung: |
| Grafik: |
         (9 / 10) |
| Sound: |
         (8 / 10) |
| Bedienung: |
         (9 / 10) |
| Spieltiefe: |
         (8 / 10) |
Multiplayer:
|
         (7 / 10) |
|
Titel direkt bestellen... |
| |
|
| Nicht im Game-And-Fun.de - Sortiment |
|
|
|
|
|
| Benjamin Jakobs |
|
 |
 |
 |
|
» Kein Diskussionsthread zu diesem Thema vorhanden!
|
|
|