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 NHL 2001
13. Juli 2001 | 14:02 | Review
Seit Jahren stellt EA’s NHL – Reihe die unangetastete Referenz in Sachen simulierter Kufensport dar. Der neueste Teil bezaubert mit fantastischer Grafik und eingängiger Spielbarkeit. Wir sagen Dir, warum NHL 2001 alles besser macht als der Vorgänger.


Tuning

Bevor man das Spiel installiert, sollte man sich allerdings vergewissern, ob der eigene Rechner stark genug ist. Denn im Vergleich zu NHL 2000 wurde die Grafik mächtig aufpoliert, was wiederum zur Folge hat, daß Du für eine große Auflösung schon einen muskulösen Pentium III brauchst. Allgemein ist NHL 2001 aber nicht der große Hardwarefresser, mit 64 MB RAM und Riva TNT kann das Vergnügen eigentlich schon losgehen.


Der erste Dämpfer

Alles klar, Spiel ist installiert, also nichts wie rein! Leider hat es EA doch tatsächlich fertiggebracht, Dich schon beim ersten Menübildschirm zu enttäuschen. Die Dinger wirken allesamt unübersichtlich und lieblos, die vor wenigen Jahren noch stets knackige Musik ist einem uninspirierten Wischiwaschi – Gedudel gewichen, das entfernt an zweitklassige Fahrstuhlmusik erinnert. Naja, aber wen interessieren schon Menüs? Positiv fällt an ihnen nur auf, daß es wieder die gewohnte Vielfalt an Spielmodi gibt. Eine ganze Saison ist ebenso spielbar wie ein einzelnes Match, diverse Multiplayermodi runden das Gesamtangebot ab. Und wer das Spiel für sich persönlich bis ins kleinste Detail anpassen möchte, darf sich an Dutzenden Schiebereglern austoben. [bild]


Verbesserungen

Größter Kritikpunkt bei NHL 2000 waren die schnarchnasigen Computergegner und das Tempo der Akteure, die sich ähnlich schnell übers Eis bewegten wie eine Weinbergschnecke auf Industriekleber. Schon nach den ersten Minuten merkt man, daß dieses Manko einwandfrei ausgemerzt wurde. Die Spieler flitzen so flott übers Eis, daß eigentlich Funken sprühen müßten, die Steurung der Kufencracks ist dadurch viel intuitiver geworden. Wahre Profis des Eislaufsports müssen jetzt auch keine Angst mehr haben, ihren PC zweistellig zu schlagen. Schon im mittelschweren Level „Profi“ bedarf es einiger Trainingstage, um des Computergegners Herr zu werden. Wer sich für Brett Hull persönlich hält und im „All-Star“ – Level spielt, trifft auf Gegner, die mit einer perfekt organisierten Verteidigung aufwarten und Angriffe wie aus dem Lehrbuch fahren. Übrigens: Am besten spielt sich NHL 2001 mit einem Gamepad, per Tastatur gelang mir nur wenig – vom Joystick gar nicht zu reden. Wer’s mit einem Lenkrad ausprobiert hat, kann mir seine Eindrücke ja mal mailen .

[bild]

Prachtgrafik und Baff – Effekt

Wenn man NHL 2001 spielt, sollte man eigentlich jedesmal die Zimmertemperatur auf 3°C regeln, die Fankluft seines Lieblings – Eishockeyclubs anziehen und in jeder Drittelpause die obligatorische Currywurst zu sich nehmen. Das Spiel strotzt nur so vor Details, die eine unglaublich dichte Atmosphäre schaffen, daß einem fast unheimlich wird. Das beginnt schon vor dem ersten Bully: Die Kamera schwenkt in die Kabinengänge und begleitet eine der Mannschaften auf dem Weg nach draußen, wo die Teams vom prall gefüllten Stadion wild jubelnd begrüßt werden. Während sich die Jungs kurz warmlaufen, donnert die typische anheizende Stadionmucke aus den Boxen, während der Stadionsprecher das kommende Match ankündigt. Wie in der NHL üblich, wird anschließend kurz die Nationalhymne angestimmt. Derer Szenen gibt es viele im Spiel, so z.B. der Trainer, der während einer Bullypause zu einem seiner Spieler auf der Bank einredet, der Goalie, der seine Klamotten nach einer Glanztat wieder zurechtrupft etc. etc. Und all das wird in einer Grafik auf den Bildschirm gebracht, die eine wahre Augenweide ist. Die Animationen sind genial, die Gesichter der Akteure fantastisch detailliert. Zwischendurch bringen Gesten wie Zuordnungen verteilende Center immer wieder noch mehr Leben ins Spiel. Als ich NHL 2001 das erste Mal in Aktion sah, saß ich baff vorm Monitor.
Etliche Kleinigkeiten wie z.B. das Erstellen eigener Spieler und Teams samt Trikotlogo sorgen für Stimmung satt. Dabei spielt sich NHL 2001 fantastisch wie immer. Dadurch, daß der Spielablauf erheblich schneller geworden ist, hört man nun viel öfters das krachende Geräusch eines satten Checks, mit dem gerade ein Spieler gegen die Bande gepoltert wurde. Es gibt also erheblich mehr Action auf dem Eis. Was EA’s neuesten Eishockeystreich aber so wahnsinnig motivierend macht, sind die erheblich schwereren Computergegner und die Tatsache, daß der eigene Goalie trotz voll aufgedrehtem Torwart – Boost immer noch einige Gurken hineinläßt, die der PC – Kollege mit dem großen Zeh halten würde. [bild]



Fazit von Christian Gehlen:

Von allen jährlichen EA Sports – Spielen hat die diesjährige NHL – Fassung am meisten überzeugt. Während die FIFA - Reihe seit Jahren auf dem ewiggleichen Niveau stagniert und NBA Live 2001 gegenüber dem Vorgänger einen Schritt zurück gemacht hat, fesselt NHL 2001 in erster Linie durch seine packende Atmosphäre. Die Steuerung paßt wieder hundertprozentig, die Grafik ist eine einzige Offenbarung und das ganze Ding ist ein Hit. Oder kurz gesagt: :eek: Ich bin unwürdig!

NHL 2001  (Review)
Empfohlenes System:

Wertung:
Grafik: ( / 10)
Sound: ( / 10)
Bedienung: ( / 10)
Spieltiefe: ( / 10)
Multiplayer:

( / 10)
 
Gesamt:

%
Christian Gehlen
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; 2001,2002 [EliteGames]

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