Am altbewährten Spielprinzip ändert sich bei Rome nichts. In dem Strategiespiel lenkt ihr die Geschicke eines Staatsmanns und müsst eure Nation, friedlich oder kriegerisch, zum Sieg führen. Im rundenbasierten Strategiemodus baut ihr eure Provinzen aus, verschiebt Armeen und verteilt Provinztitel. Kommt es zum Kampf, schaltet das Spiel in den Echtzeit-3D-Modus. Dort schickt man riesige Armeen gegeneinander und versucht, durch geschicktes taktieren den Sieg davonzutragen.
| | Eine belagerte Stadt wird eingenommen |
Alle guten Dinge sind drei...äh...5000
Die Römer sind bis heute bekannt für blutige Gladiatorenkämpfe und riesige Massenschlachten. Zumindest letzteres erlebt ihr in Rome andauernd. Wo die alte Bitmap-Engine von Medieval hässliche Krieger darstellte, setzt die neue 3D-Engine nun mehr als 5000 hochdetaillierte Soldaten gleichzeitig in Szene.
Obwohl Romeerst im nächsten Jahr erscheint, wirken die Animationen sehr flüssig und ausgereift. Wenn Legionäre die Testudo (Schildkrötenformation) bilden, sieht das nicht nur angsteinflößend aus. Es hat auch taktische Vorteile. So sind die Legionäre fast immun gegen Pfeilhagel, bewegen sich aber auch sehr langsam.
| | Sogar das Laden der Belagerungsballisten animiert die Engine detailgetreu |
Willkommen in der Manege!
Neben den namensgebenden Römern kann man in Rome auch ägyptische, griechische oder karthagische Armeen lenken. Insgesamt 12 Nationen sollen spielbar sein. Weitere 8 sind dem Computer vorbehalten. Da jede Nation ihre eigenen Einheiten hat, gibt es etwa 150 verschiedene Truppentypen in Rome.
In Medieval setzte man vorallem auf Kavallerie. Das ist in Rome anders. Dort geben nun Kriegselefanten den kriegsentscheidenden Ausschlag. Da wo die Dickhäuter hinlangen, wächst kein Gras mehr. Entsprechend schnell wirbeln sie eigene wie gegnerische Soldaten spielend leicht durch die Luft.
Da in Rome auch wieder das Stein-Schere-Papier Prinzip angewendet wird, haben Kriegselefanten keine Chance gegen Pikeniere oder griechische Hopliten. Diese jedoch ziehen Pfeile magisch an, und könnnen sich, da sie keinen Schild haben, nicht verteidigen. Bogenschützen geben desweiteren mangels Nahkampfwaffe bei anrückenden Schwertkämpfern Fersengeld. |
Großen Wert legen die Briten von Creative Assembly auf die Belagerungen. Neuerdings dürfen Verteidiger die Mauern erklimmen, um leiterbewährte Angreifer abzuwehren. Neben Leitern dürfen Angreifer auch Belagerungstürme und Rammböcke einsetzen. Wie in Stronghold werden Spezialtruppen die Mauern untertunneln und so zu Einsturz bringen können. Jede der riesigen Städte hat dabei einen zentral gelegenen Marktplatz. Gelingt es dem Angreifer, eine Einheit für ein paar Sekunden auf diesen zu bringen, gilt die Stadt als erobert.
Im Vergleich zu Medieval wird sich in Rome der Kartenausschnitt der Strategiekarte nicht großartig ändern. Schon wie in Medieval kann man Europa, Nordafrika und Persien unsicher machen.
| | Klopf, Klopf, wir wollten nur mal bei den neuen Nachbarn vorbeischauen |
Strategie? Das brauch' ich nie...
Den Strategiemodus will Creative Assembly weiter verbessern. Der Bau oder die Eroberung von Weltwundern verschafft Nationen Vorteile.
Die Provinzen werden in weitere kleinere Abschnitte eingeteilt, was mehr Taktik erfordert. Wie in Civilization hat jeder Abschnitt einen Agrarwert und vielleicht eine Spezialressource wie z.B. Elefanten. Armeen bekommen nun Bewegungspunkte und können nun pro Zug endlich weiter als ein Feld gehen. Ein neues Diplomatiesystem, ähnlich dem von Civilization 3, soll dem Spieler endlich mehr diplomatische Freiheiten geben. So soll man endlich ein Durchmarschrecht erteilen oder fordern können, um Gegner über die eigenen Grenzen hinaus anzugreifen.
Was in Medieval zufällig geschah, ist jetzt Routine - die Option, dass Verbündete eine Provinz zugleich angreifen können. Kommt es dann zur Schlacht, springt das Programm ohne spürbaren Wechsel in den 3D-Schlachtmodus. Dort sieht man dann auch alle gebauten Gebäude und Provinzverbesserungen. Gezielte Angriffe auf einzelne Manufakturen sind so möglich.
Creative Assembly will die Anzahl der strategischen Einheiten deutlich kürzen. Spione sind nun nicht nur Agenten sondern auch Assassinen.
| | Auch in der Wüste wird es heiße Gefechte geben |
Zu viert in Europa
Der größte Kritikpunkt an Medieval, die fehlende Multiplayerkampagnen-Unterstützung, wird natürlich von den Fans für Rome: Total War gefordert. In Medieval konnte man nur die Kämpfe im Multiplayer bestreiten, der Strategiepart fehlte.
Doch auch im Nachfolger wird man nur im Solospiel taktieren können. Trotzdem verspricht Creative Assembly eine Vielfalt an Multiplayeroptionen.
| | Huch, wer ist denn da aus dem Zoo ausgebrochen? |
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