Der Weltraum, unendliche Weiten. Seit nunmehr über 30 Jahren existiert Star Trek und wird von den vielen Fans immer noch gerne gesehen. Und im nächsten Jahr erscheint mit Elite Force 2 der Nachfolger zum bisher besten Star Trek Spiel.
Der erste Teil wurde noch von Raven Software entwickelt. Da diese aber mit mehreren Projekten beschäftigt waren, gab man die Entwicklung in die Hände von Ritual Entertainment, die schon mit Heavy Metal FAKK 2 bewiesen haben, dass sie sich in diesem Genre auskennen. Doch nicht nur der Entwickler wurde gewechselt. Während man im Vorgänger noch auf der USS Voyager stationiert war, operiert man diesmal vom Flagschiff der Föderation aus, der USS Enterprise NCC 1701-E.
| | Telsia und Jurot bei der Erkundung eines Gebäudes. |
Die Story des Spiels startet zur Zeit der letzten Voyager Folge “Endgame”, als das Schiff nach einer siebenjährigen Odyssee im Delta-Quadranten endlich zur Erde zurückkehrt. Von dort wird das Hazard Team zur Sternenflottenakademie versetzt um neue Kadetten auszubilden. Im Laufe der Zeit wird Captain Picard auf das Team aufmerksam und holt es an Bord der Enterprise. Neben dem Spielercharakter Alexander Munro sind auch wieder die Teammitglieder Chell, Austin Chang, Telsia Murphy und Juliet Jurot aus dem Vorgänger mit von der Partie. Da das Team auf der Voyager auch Verluste erlitten hat, stoßen 3 neue Charaktere hinzu. Zum einen der neue klingonische Experte für schwere Waffen, Kourban, zum anderen der Spezialist für Spionage und Undercover Missionen, Gonzales. Des weiteren verstärkt eine neue Pilotin namens Sydney das Team. Auch der ehemalige taktische Offizier der Voyager, Tuvok, ist kurzzeitig auf der Enterprise stationiert und gibt dem Team im Verlauf des Spiels einige Ratschläge und Informationen. Nach dem Wechsel zur Enterprise spielt die Story übrigens nach der des kommenden Kinofilms Star Trek: Nemesis. Aufgrund dessen darf der Spieler auch die neuesten technischen Spielzeuge aus dem Film benutzen, z.B. den neuen Phaser und den neuen, verbesserten Trikorder.
| | Ein Exomorph attackiert den Spieler. |
Die Missionen des Spiels werden in den unterschiedlichsten Gebieten stattfinden. Im Gegensatz zum Vorgänger gibt es diesmal auch Außenmissionen auf Planeten. Für die grafische Darstellung benutzt Ritual die Quake 3: Team Arena Engine, um damit die schönen Außenlevel zu kreieren. Im ersten Teil wurde noch die Original Quake 3 Engine verwendet, die hauptsächlich für Innenlevel geeignet war. Außenareale kamen damals erst mit dem Addon hinzu. Jedes Level benutzt für die grafische Darstellung ein neues Umgebungssystem von Ritual, wodurch die Team Arena Engine nochmals verbessert wurde. Eine der Missionen führt das Hazard Team zu einer Kolonie der Föderation. Der Spieler sucht sich dabei den Weg zum Missionsziel durch die Straßen einer Stadt über unterirdische Wege bis hin zu einer großen industriellen Fabrikanlage. In einer weiteren Mission muss das Team sich auf der Außenhülle der Enterprise verteilen und das Schiff vor angreifenden Aliens verteidigen. Das dies nicht gerade einfach ist, wird wohl jedem klar sein. Mit der richtigen Mischung aus Innen- und Außenlevels dürften also einige abwechslungsreiche und spannende Einsätze geboten werden. Die Gesamtspieldauer soll mindestens eineinhalb mal so lange sein wie bei Elite Force. Letzteres war nämlich schon an einem Wochenende durchgespielt.
| | Auf diesem Eisplaneten findet eine Außenmission statt. |
Während der Aufträge verfügt man über ein umfangreiches Waffenarsenal, darunter auch alte bekannte wie das Phasergewehr, den Photonenstoß oder den U-Mod. Für jede der neuen Rassen gibt es auch neue Waffen und der Spieler kann im Nahkampf sogar das klingonische Bath´leth verwenden. | Eine wichtige Rolle spielt außerdem der neue Trikorder, der erstmals in Star Trek: Nemesis zu sehen sein wird. Er wird in jeder Mission verwendet. Damit entdeckt man z.B. neue Wege im jeweiligen Level, findet den Nutzen von Objekten heraus und interagiert mit den verschiedenen Alientechnologien, die man im Laufe der Einsätze entdeckt. Jede Waffe und jedes Werkzeug im Spiel hat seinen Zweck und muss auch zwangsläufig verwendet werden.
| | Die Brücke der Enterprise. |
Der Hauptgegner im Spielverlauf ist eine Rasse, die Exomorphe genannt wird. Diese besteht aus genetisch und biologisch veränderten Kreaturen, von denen jede zum Kampf gezüchtet wird. Der Spieler wird auch gegen Ende des Abenteuers das Geheimnis lüften, wer diese Kreaturen erschaffen hat und warum. Neben dieser Rasse trifft man auch auf vertraute Gegner aus dem Star Trek Universum, darunter klingonische Söldner, Romulaner, Andorianer und Borg. Letztere dürften nur zu Anfang des Spiels auftauchen. Sogar gegen andere Menschen muss man antreten. Laut Ritual wird es dabei nicht einfach sein zwischen Freund und Feind zu unterscheiden. Aus Heavy Metal FAKK 2 wurden auch die so genannten “Boss-Gegner” übernommen, wovon man im Spiel sieben Stück antrifft. Diese stellen eine besondere Herausforderung dar, weil sie wesentlich mehr Lebensenergie als normale Feinde besitzen und auch über eine starke Bewaffnung verfügen. Fast jedes gute Star Trek Spiel führte eine oder mehrere brandneue Rassen in das bekannte Universum ein. Das wird auch in Elite Force 2 der Fall sein. Die Attexianer und die Idryll leben beide am Rand der neutralen Zone zwischen dem Gebiet der Föderation und der Romulaner. Beide befinden sich schon seit vielen Jahren in einem Konflikt miteinander und das wird sich auch so schnell nicht ändern.
| | Unser Teamkollege wird von zwei Exomorphen attackiert. |
Für die Sounds und Musik können die Entwickler auf das umfangreiche Paramount-Archiv zurückgreifen. Natürlich werden für einige Waffen und Objekte auch neue Aufnahmen geschaffen, ebenso für die Musik. Für die Synchronisation sollen wie gewohnt die Schauspieler engagiert werden. Bis jetzt ist jedoch nur klar, dass Tim Russ (Tuvok) und Patrick Stewart (Picard) ihre Stimmen zur Verfügung stellen werden. Mit den anderen Schauspielern verhandelt Publisher Activison noch.
| | Die Aliens sind schon in das Schiff eingedrungen. |
Im Multiplayerbereich wird auch kräftig gearbeitet. So soll z.B. der Assimilation-Modus aus dem Expansion Pack des Vorgängers nicht mehr enthalten sein. Als Ersatz dafür integriert man von Ritual neu entworfene Modi. Einer davon nennt sich “Warpkernbruch” und funktioniert praktisch wie die Bombing-Maps in Counter-Strike. Zwei Teams kämpfen gegeneinander. Ihr Ziel ist es, den Warpkern des feindlichen Schiffes bzw. Teams zu zerstören. An anderen Modi wird noch gearbeitet, aber Deathmatch und Capture the Flag werden auf jeden Fall wieder dabei sein. Zum erfolgreichen Verlauf eines Matches stehen einem alle Waffen aus dem Singleplayermodus zur Verfügung, inklusive des Bath´leths. Also kann sich z.B. eine Gruppe von Spielern in einen wilden Nahkampf mit der ultimativen klingonischen Nahkampfwaffe stürzen.
| | Telsia und Chell stehen bereit für den nächsten Einsatz. |
Elite Force 2 macht schon jetzt einen sehr guten Eindruck und könnte seinen Vorgänger als bestes Star Trek Spiel ablösen. Geplanter Erscheinungstermin ist derzeit Anfang 2003.
|