Freitag, der 01. August 2003   


 

Half Life 2 oder Elite Force 2 - Euer Favorit?

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 Star Trek: Elite Force 2
29. Juni 2003 | 15:07 | Review
Das Hazard-Team ist wieder da! Activision bringt mit Elite Force 2 den Nachfolger zu einem der bisher besten Star Trek Spiele auf den Markt. Ob das Spiel aber nur die Star Trek Fans begeistern kann oder auch anderen Spielern gefallen dürfte erfahrt Ihr in unserem Review.

Wir erinnern uns: Die U.S.S. Voyager strandete im Delta-Quadranten. Dort wurde das spezielle Hazard-Team gegründet, dass dort eingreift, wo es für normale Außenteams zu gefährlich wäre. Im ersten Teil des Star Trek Shooters wurde die Voyager in einem Energiefeld gefangen und für das Hazard-Team ergab sich die erste große Bewährungsprobe. Nach sieben Jahren im Delta-Quadranten befindet sich die Voyager nun auf dem Rückweg zur Erde. Doch dieser Rückweg ist nicht einfach, den das Schiff befindet sich mitten in einer Borg-Sphäre und muss daraus erst mal entkommen. Ein klarer Fall für das Hazard-Team. Nach der erfolgreichen Operation folgt allerdings der Schock: Das Team soll aufgelöst werden und die Mitglieder werden in verschiedene Positionen bzw. auf andere Schiffe versetzt. Nach einiger Zeit wird allerdings Captain Picard auf Alexander Munro’s Fähigkeiten aufmerksam und reaktiviert das Hazard-Team auf der U.S.S. Enterprise. Doch auch im Alpha-Qudranten gibt es große Bedrohungen und schon bald geraten die Enterprise und das Hazard-Team in gefährliche Konflikte mit Klingonen, Romulanern und einigen neuen Rassen. Nach und nach wird eine große Verschwörung aufgedeckt, die den Frieden zwischen der Föderation und den Romulanern bedroht.


 Widerstand ist nicht zwecklos.   Widerstand ist nicht zwecklos.


Als bekannt wurde, dass nicht Raven Software sondern Ritual Entertainment die Arbeiten am zweiten Teil übernimmt, gab es gemischte Gefühle. Viele dachten, dass Ritual die Qualität von Raven Software nicht erreichen könnte. Doch die Entwickler haben allen das Gegenteil bewiesen. Die schon etwas angestaubte Quake 3-Engine wurde kräftig verändert und verbessert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Hochauflösende Texturen, schöne Effekte, toll animierte Charaktere, teilweise riesige und vor allem sehr gut gestaltete Levels sind nur einige der Feinheiten von Elite Force 2. Im Gegensatz zum ersten Teil gibt es bei Elite Force 2 diesmal auch Außeneinsätze auf fremden Planeten. Hier stößt die Quake 3-Engine allerdings so langsam auf ihre Grenzen, denn mit Unreal 2 kann sie in diesem Bereich nicht mehr mithalten. Ein kleiner weiterer Kritikpunkt ist, dass sich die Charaktere einfach zu schnell umdrehen. Wenn man diese zum Beispiel von hinten anspricht, dann drehen sie sich im Bruchteil einer Sekunde zum Spieler um. Dies sieht nicht sehr natürlich aus und stört den Gesamteindruck der ansonsten sehr schön animierten Figuren.


 Mit dem Tricorder kann man sehen, welche Bodenplatten instabil sind.   Mit dem Tricorder kann man sehen, welche Bodenplatten instabil sind.


Der Sound von Elite Force 2 verdient das Prädikat Ausgezeichnet. Seien es nun die Konsolengeräusche, die Waffeneffekte oder Hintergrundgeräusche, nahezu alles klingt wie in den Serien und Filmen und erzeugt dadurch natürlich eine tolle Athmosphäre. Zu den bekanntesten Charakteren an Bord der Enterprise-E zählen im Spiel allerdings nur Captain Picard, Tuvok und Reginald Barclay. Alle Sprecher haben ihre Original Synchronstimme erhalten und erfreuen so den Spieler. Auch das Hazard Team besitzt weitestgehend seine alten Stimmen, wenn man mal von den neuen Teammitgliedern absieht. Besonders schön sind hier die lippensynchronen Gespräche, die dank eines neuen Systems von Ritual perfekt dargestellt werden. Die Musikuntermalung könnte glatt aus einem Star Trek Film stammen. Sie passt sich der jeweiligen Situation an und klingt mal dramatisch, mal hektisch und dann wieder ruhig. Lediglich beim Intro hat man noch ein Musikstück aus dem ersten Teil verwendet. Die Titelmusik von ‚The Next Generation’ wäre hier vielleicht passender gewesen.


 Gelegentlich gibt es sehr starke Zwischengegner.   Gelegentlich gibt es sehr starke Zwischengegner.


Die Bedienung ist relativ simpel, wie es bei Shootern meist üblich ist. Mit wenigen Tasten beherrscht man das Spiel und kommt mit den Gegnern gut zurecht. Neu hinzugekommen ist im zweiten Teil eine Taste für die Nachtsicht, mit der man auch in dunklen Levels den Überblick behält. Das Spiel selbst ist, wie der Vorgänger, einfach sehr gut und übertrifft diesen sogar. Ein Kritikpunkt beim ersten Teil war, dass er zu kurz sei. Ritual Entertainment versprach daraufhin den Fans, dass Elite Force 2 mindestens doppelt so lang vor den Bildschirm fesseln würde. Dieses Versprechen haben sie gehalten. Jede der insgesamt 11 Missionen besteht aus sechs oder mehr Levels und wird zusätzlich von einer kurzen Zwischensequenz am Beginn und am Ende begleitet. Zwischen den Einsätzen kann der Spieler auf der Enterprise rumlaufen und mit der Mannschaft reden. Auch hier sind allerdings nur die wichtigsten Räume wie zum Beispiel die Krankenstation oder die Hazard-Team Räume zugänglich. Das stört aber nicht, da man für das nächste Gespräch auch mit dem Turbolift mal das Deck wechseln muss.


 Auf der Brücke verteidigt man mit Captain Picard das Schiff.   Auf der Brücke verteidigt man mit Captain Picard das Schiff.
Die Missionen selbst laufen strikt linear ab, sind dafür aber aufgrund des guten Leveldesigns sehr spannend und bieten jede Menge gescriptete Ereignisse. Im Laufe der Einsätze werden auch meist die Missionsziele aufgestockt, etwa wenn ein Generator zerstört oder eine Person gefunden werden muss. Bei den Schauplätzen gibt es sehr viel Abwechslung. Zum Start verschlägt es den Spieler wieder in einen Borg-Kubus, danach geht es auf die Erde zur Sternenflottenakademie und von dort schließlich auf die U.S.S. Dallas, deren Notsignal man untersuchen soll. Einmal darf man sogar, wie im Film Star Trek: Der erste Kontakt, auf der Außenhülle der Enterprise umherlaufen und muss die Idryll daran hindern, zugriff auf den Schiffscomputer zu erlangen. In dieser Mission muss auch die Enterprise mit einer Pulsphaserbatterie gegen feindliche Schiffe verteidigt werden. Gutes Zielen ist hier wichtig, denn ansonsten ist das Schiff schnell zerstört. Apropos Zielen: Dem Spieler steht wieder ein umfangreiches Waffenarsenal zur Verfügung, dass sich aus Föderations- und Alienwaffen zusammensetzt. Die unterschiedlichen Schießeisen reichen vom Schnellfeuergewehr bis zum gewaltigen Quantenstoss, eine verbesserte Variante des Photonenstoßes aus dem ersten Teil. Nettes Detail am Rande: Während in der ersten Mission noch die alten Uniformen, Phaser und Tricorder von Voyager verwendet werden, erhält man auf der Enterprise die aktuellen Uniformen sowie den brandneuen Phaser und Tricorder aus Star Trek: Nemesis. Letzterer ist übrigens diesmal ein spielrelevantes Werkzeug. Mit ihm muss man verschiedene Konsolen aktivieren oder Türschlosskombinationen knacken. Außerdem verfügt er über verschiedene Sichtmodi, mit denen man zum Beispiel ausströmendes Gas oder Laserfallen entdecken kann. Ritual hat in den Levels außerdem viele Verstecke und kleine goldene Schiffsmodelle platziert. Mit letzteren kann man mehrere Geheimlevels freischalten, die im Hauptmenü angewählt werden und dann im Holodeck absolviert werden.


 Mit dem Scharfschützengewehr erkunden wir den Sumpf eines Planeten.   Mit dem Scharfschützengewehr erkunden wir den Sumpf eines Planeten.


Auch in Elite Force 2 steuert man wieder Alexander Munro. Während man im ersten Teil noch zwischen einem männlichen und einem weiblichen Hauptcharakter wählen konnte, geht dies beim Nachfolger nicht. Auf der Enterprise kann sich Munro sogar zwischen zwei Frauen entscheiden, was dann auf unterschiedliche Endsequenzen hinausläuft. Diese Entscheidung wird an vorgegebenen Stellen getroffen, wenn zum Beispiel beide mit dem Spieler sprechen wollen. Man muss jetzt nur noch entscheiden, wo man hingeht.


 Die Enterprise wird von zwei romulanischen Warbirds bedroht.   Die Enterprise wird von zwei romulanischen Warbirds bedroht.


Der Multiplayer-Modus des ersten Teils wurde erst mit dem Add On richtig umfangreich. Bei Elite Force 2 werden gleich zu Beginn viele Spielmodi und Modifikationen angeboten. Die vier Hauptspielmodi sind Holomatch, Team-Holomatch, Capture the Flag und Bombenentschärfung. Bei letzterem wird in der Mitte des Levels ein Sprengsatz platziert, den die beiden Teams aufnehmen und in der gegnerischen Basis am Generator aktivieren müssen. Das betreffende Team hat dann noch 30 Sekunden Zeit, um die Bombe wieder zu deaktivieren. Geschieht dies nicht, explodiert der Generator und der Sieg geht an das entsprechende Team.


 Munro kann sich zwischen zwei Frauen entscheiden.   Munro kann sich zwischen zwei Frauen entscheiden.


Für diese vier Spielmodi gibt es insgesamt noch neun unterschiedliche Modifikationen, die aber nicht mit jedem funktionieren. ‚1 Flagge’ funktioniert zum Beispiel nur im Modus Capture the Flag und platziert eine Flagge in der Mitte der Karte. Diese Flagge muss man aufnehmen und in die gegnerische Basis bringen, um einen Punkt zu bekommen. An Unreal Tournament 2003 erinnert die Modifikation ‚Kontrollpunkte’, bei der ein Team so viele Punkte wie möglich einnehmen und verteidigen muss. Auch das beliebte ‚Desintegration’ aus dem Vorgänger ist wieder mit dabei. Jeder Spieler erhält das Scharfschützengewehr und hier ist jeder Schuss tödlich. Geschickte Bewegungen und ein gutes Zielen sind hier klare Vorteile.


 Roter Alarm! Die Idryll wollen die Enterprise entern.   Roter Alarm! Die Idryll wollen die Enterprise entern.


Fazit: Schon seit der Ankündigung habe ich Elite Force 2 entgegengefiebert und das Warten hat sich wirklich gelohnt! Das Spiel sieht trotz der Quake 3-Engine noch sehr gut aus und die Spielzeit wurde erhöht. Die Missionen sind alle sehr gut gestaltet und spannend, da können sich ansonsten so hochgelobte Spiele wie Unreal 2 durchaus eine Scheibe abschneiden. Der Multiplayer-Modus garantiert auch weiterhin jede Menge Spielspaß und mit der baldigen Veröffentlichung des Map-Editors dürfte auch dort der Nachschub gesichert sein. Elite Force 2 ist sein Geld auf jeden Fall wert und für jeden Shooter Fan zu empfehlen!
Star Trek: Elite Force 2  (Review) Ritual Entertainment
Empfohlenes System: 600 MHz, 128 MB RAM, 32 MB Grafikkarte, 1,3 GB Festplattenplatz

Wertung:
Grafik: (9 / 10)
Sound: (9 / 10)
Bedienung: (9 / 10)
Spieltiefe: (9 / 10)
Multiplayer:

(9 / 10)

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Gesamt:

90%
Benjamin Jakobs
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» Genre: Shooter
» Entwickler: Ritual Entertainment
» Publisher: Activision
» Release: Bereits erschienen.
» Links: · http://www.st-ef2.com
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