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| 01. Februar 2003 | 12:22 | Review |
Für den dritten Teil der Starfleet Command-Reihe versprach Activision vor allem einen leichteren Spieleinsteig und weniger Komplexität. Zudem wollte man der Serie mit der Next Generation-Lizenz neues Leben einhauchen. Ob dies gelungen ist erfahrt Ihr in unserem Review.
| | Im Intro wird man kurz in die Story eingeführt. |
Der verlustreiche Dominion-Krieg ist endlich vorbei und die Ruhe im Alpha-Quadranten kehrt langsam wieder ein, fragt sich nur wie lange. Als Ergebnis der guten Beziehungen zwischen der Föderation und den Klingonen wird der Bau einer neuen Raumstation beschlossen. Die Unity One wird in der Nähe der Neutralen Zone gebaut, die an das Territorium der Romulaner angrenzt. Diese sehen in der neuen Station allerdings eine starke Bedrohung, da sie auch getarnte Schiffe bis weit hinter die Grenzen der Romulaner aufspüren kann. Als plötzlich mehrere merkwürdige Zwischenfälle rund um die Station geschehen werden die Föderation und die Klingonen aufmerksamer und versuchen herauszufinden, wer der Unity One Schaden könnte. Da die Auswahl hier nicht sehr groß ist wird schnell der Verursacher gefunden, der natürlich mit allen Mitteln versucht eine Beteiligung an den Ereignissen abzustreiten. So kommt es zu einem neuen Konflikt zwischen den Romulanern und dem Bündnis aus Föderation und Klingonen.
| | Auf dieser Karte bewegt man sein Schiff durch die Galaxie. |
Die Grafik in Starfleet Command 3 basiert auf einer Weiterentwicklung der alten Starfleet Command 2-Engine. Dies sieht man dem Spiel leider an, denn nur die Schiffsmodelle und Planeten sehen wirklich schön aus. Hintergründe wirken oft unspektakulär und teilweise pixelig. Falls man mal in einen Nebel geraten sollte, erstreckt sich dieser über die gesamte Spielfläche und kann nicht verlassen werden. Außer ein paar kleinen Gaswolken und dem selben Nebelhintergrund sieht man hier ebenfalls nicht viel abwechslungsreiches. Auch die Waffeneffekte und Explosionen stellen nichts besonderes dar und wirken teilweise veraltet. Letztere besitzen nur wenige unterschiedliche Explosionsarten und denen merkt man auch an, dass sie aus wenigen Bitmaps bestehen. Die Schiffe brechen zwar auseinander, explodieren aber danach auch nicht gerade effektvoll. Zwischen den Menüs navigiert man sein Schiff auf einer taktischen Karte, auf der man nicht viel zu sehen bekommt. Lediglich Icons für Raumstationen, Asteroiden, Schwarze Löcher und Planeten sind dort vorhanden. Die verschiedenen Territorien der drei Völker sind unterschiedlich markiert und sorgen so für die nötige Übersicht.
| | Im Hintergrund dieser Schlacht glüht im wahrsten Sinne des Wortes eine Sonne. |
Beim Sound gibt es ebenfalls nichts wirklich außergewöhnliches. Die Musik ist eher ruhig eingestellt und man beachtet diese eigentlich weniger, da sie nicht so imposant klingt wie z.B. die Musik von Haegemonia. Die Soundeffekte stammen wie bei allen Star Trek Spielen fast ausschließlich aus dem Paramount Soundarchiv. Das bedeutet, dass alle Waffen ihre originalen Soundeffekte verwenden, die man auch aus den Serien und Filmen kennt. Buttons geben beim Anklicken die typischen Konsolengeräusche von sich und der rote Alarm klingt genau so schön wie immer.
| | Neben werden relativ unspektakulär dargestellt. |
Ein großer Kritikpunkt der beiden Vorgänger war die für Einsteiger recht komplexe Steuerung. Dort gab es noch wesentlich mehr Einstellmöglichkeiten und Optionen als bei Starfleet Command 3. Die Bedienung und das Interface wurden hier stark vereinfacht, so dass auch Einsteiger sich recht schnell zurecht finden. Für die nötige Abhilfe sorgen zusätzlich die Tastenkombinationen der wichtigsten Funktionen, etwa die der Primär- und Sekundärwaffen. Ansonsten lässt sich das Spiel auch komplett ohne Tastaturkommandos mit der Maus steuern. Hier muss man allerdings zum Teil im Interface auf einen andere Übersicht umschalten um den entsprechenden Befehl zu aktivieren. | Wer spontan einen Button nicht findet, kann sich die „Tool-Tips“ in den Optionen einschalten, die zu jedem Knopf eine kleine Beschreibung abliefern. Die Schiffe selbst werden per Maus gesteuert: Am unteren Bildschirmrand wählt man die Geschwindigkeit des Schiffes und muss dann nur noch auf dem eigentlichen Spielbildschirm die Richtung wählen, in die das Schiff fliegen soll.
| | Diese Piraten überfallen gerade Schiffswerften der Romulaner. |
Dank Activision ist die Starfleet Command-Reihe nun auch in der Gegenwart angelangt. Statt die Schiffe aus der Zeit von Captain Kirk zu verwenden wird für den dritten Teil die Next Generation-Lizenz benutzt. So kann man z.B. auch mit der Sovereign Klasse in den Kampf ziehen, zu der ja auch die USS Enterprise-E gehört. Neben der vereinfachten Steuerung bringt die neue Lizenz etwas frischen Wind ins Spiel. Leider wird dieser Wind wieder von den trägen Kämpfen abgeschwächt. Teilweise bekriegt man sich minutenlang mit feindlichen Schiffen, wobei man fast hauptsächlich im Kreis fliegen muss um die Waffen in Position zu bringen. Die Gegner tun natürlich dasselbe und so kann es schnell etwas eintönig werden. Aufgelockert werden diese Kämpfe aber etwas durch den Einsatz von Shuttles oder Transportern. Während mit letzteren Entertruppen auf feindliche Schiffe transportiert werden können, dienen die Shuttles zur Angriffsunterstützung oder zur Verteidigung. Außerdem lassen sich Minen platzieren, die sofort explodieren wenn ihnen ein Schiff zu nahe kommt. Um neue Marines bzw. Minen zu bekommen, muss man sich Ansehen verdienen. Dies bekommt man durch das erfolgreiche Abschließen von Missionen. Damit können dann auch komplett neue Raumschiffe gekauft oder das vorhandene Schiff mit besseren Technologien ausgestattet werden. Um seine Schiffe weiterhin noch etwas zu verbessern kann der Spieler neue Offiziere anheuern oder die vorhandenen mit den gegebenen Missionen konfrontieren. Diese gewinnen im Verlaufe des Spiels ein wenig an Erfahrung und erhöhen so z.B. die Zielgenauigkeit.
| | Getarnt spionieren wir die Unity One aus. |
Neben einem umfangreichen Tutorial bietet das Spiel drei Kampagnen, die man am besten in der vorgegebenen Reihenfolge absolviert. So steuert man zuerst die Klingonen, dann die Romulaner und schließlich die Föderation. Während die Kampagnenmissionen sehr abwechslungsreich sind ähneln sich die freiwilligen Missionen, die man spontan annehmen kann, ziemlich stark. Meistens geht es dort um irgendwelche Notrufe, Eskortmissionen oder Patrouillen. Manchmal steht man aber mit einem kleinen Schiff gleich drei Piratenkreuzern gegenüber, denen man aber mit leichter Bewaffnung kaum entgegentreten kann. Hier bleibt nur die Flucht. Zwischen den Missionen hat man auch meistens nicht viel Freiheit. Ein kurzer Abstecher zur nächsten Raumstation und schon verlegt das Spiel den Standort des Spielers automatisch zum nächsten Einsatzort der Kampagne. Dies kann besonders ärgerlich sein, wenn man vorher sein Schiff nicht neu mit Marines, Minen oder Shuttles bestücken konnte.
| | Die Größenunterschiede sind hier schön ersichtlich. |
Im Multiplayermodus ist noch mal einiges an Abwechslung geboten. Neben einzelnen Spielen in den vier Modi „Angriff auf die Basis“, „Schlachtfest“, „Jeder gegen Jeden“ und „Angriff im Team“ gegen den Computer oder andere menschliche Spieler steht zusätzlich das sogenannte Dynaverse 3 zur Verfügung. Darin schließt man sich einem Volk an und muss dessen Territorium gemeinsam mit anderen Spielern verteidigen. Zusätzlich stehen etliche Missionen zur Verfügung, die man wiederum alleine oder gemeinsam mit anderen Schiffen bestreiten kann. Das Dynaverse 3 spielt sich also ähnlich ab wie der Singleplayermodus, nur ohne Computergegner. Wer sich nicht den 3 Völkern aus der Kampagne anschließen möchte, kann sich hier auch auf der Seite der Borg durchschlagen, die nur im Mehrspielermodus zur Verfügung stehen.
| | Gemeinsam greifen wir einen Borg Kubus an. |
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Fazit von Benjamin Jakobs:
Es ist eigentlich bei vielen Star Trek Spielen der Fall - den Fans gefallen sie meistens ziemlich gut, aber was ist mit den anderen Spielern, die die Science-Fiction-Reihe nicht kennen? Sie werden meistens nicht zufriedengestellt. Starfleet Command 3 ist zwar für kurze Zeit noch interessant, aber man kann sehr schnell die Motivation verlieren. Die Kämpfe dauern teilweise zu lang und die Grafik-Engine wirkt zum Teil veraltet. Zwar bringen die vielen neuen Ideen frischen Wind ins Spiel, aber eben nicht genug. Zum echten Topspiel fehlt immer noch mehr Spannung und schnellere Kämpfe. Wenn man das ganze mit einer ausführlichen Story und guter Grafik-Engine verknüpft, könnten auch genrefremde Spieler unbesorgt zugreifen. |
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Wertung: |
| Grafik: |
         (7 / 10) |
| Sound: |
         (7 / 10) |
| Bedienung: |
         (9 / 10) |
| Spieltiefe: |
         (8 / 10) |
Multiplayer:
|
         (8 / 10) |
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| Benjamin Jakobs |
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