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| 27. September 2003 | 15:28 | Review |
Die Jedi-Ritter sind zurück. Raven Software schickt den Spieler erneut in spektakuläre Lichtschwertkämpfe. Ob Jedi Academy ein würdiger Nachfolger ist, erfahrt Ihr in unserem Review.
Die dunkle Seite gibt niemals auf, auch nicht in Jedi Academy. Die sogenannten Jünger Ragnos’ sammeln mit Hilfe einer alten Bekannten und den Hinterbliebenen (Reste des Imperiums) die Machtenergie von bekannten Orten wie Dagobah oder Hoth ein. Ihr Ziel: Die Wiederbelebung des alten Sith-Lords Ragnos. Sollte dies gelingen, so könnte es das Ende für die Jedi und die Neue Republik sein. Doch bevor es soweit kommt, darf der Spieler sich erst mal auf den Weg zur Akademie machen. Jaden Korr, so der Name des Spielercharakters, gilt als wahres Talent, denn er/sie konnte ohne vorherige Kenntnisse ein Lichtschwert konstruieren. Beim Landeanflug des Shuttles auf Yavin 4 wird es allerdings abgeschossen und muss im Dschungel notlanden. Hier kommt es zur ersten Bewährungsprobe der neuen Schüler.
| | Auch die deutsche Version ist ungekürzt erschienen. |
Wer sich fragt, warum oben “er/sie“ steht, dem kann geholfen werden. Vor dem Spielstart kann man, ähnlich wie in einem Online-Rollenspiel, das Aussehen des eigenen Charakters bestimmen. Wählen kann man dabei zwischen fünf verschiedenen Rassen und vielen Kleidungsstücken, Hautfarben und so weiter. Anschließend setzt man sein erstes Lichtschwert zusammen. Dabei kann man wiederum zwischen verschiedenen Griffen und fünf unterschiedlichen Farben wählen. Nach der Einführung und der ersten Bewährungsprobe auf Yavin 4 wird Jaden Korr zusammen mit einem weiteren Schüler Jedi-Meister Kyle Katarn zugeteilt. In der Akademie kann man nun zwischen verschiedenen Missionen wählen, die man durchführen möchte. Jeweils eine davon ist relevant für die Hintergrundstory und erzählt die Geschichte entscheidend weiter. Die anderen dienen hauptsächlich zum Training der Schüler, denn vor jeder Mission kann eine beliebige Machtkraft um eine Stufe ausgebaut werden. Dafür stehen aber nicht nur die Kräfte der hellen Seite zur Verfügung, auch auf Tricks der dunklen Seite darf man zurückgreifen, etwa den Würgegriff.
| | Alte Bekannte erwarten uns bereits. |
Jedi Academy verwendet wie der Vorgänger wieder die Quake 3 Engine. Diese sieht zwar sehr gut aus, kann aber nicht mehr mit kommenden Titeln wie Half-Life 2, Doom 3 oder Far Cry mithalten. Aber noch sind diese Spiele nicht erschienen, wodurch Jedi Academy zu einem der schönsten Vertreter seines Genres zählt, zumindest größtenteils. Außenlevels sind nämlich einer der Schwachpunkte der Engine. Davon gibt es in Jedi Academy einige. Diese beschränken sich zwar hauptsächlich auf Canyons oder werden durch dichten Nebel abgegrenzt, können aber nicht mit den gut geformten Außenlandschaften von Unreal 2 mithalten. Ansonsten kann sich Jedi Academy aber sehen lassen. Schicke und toll gestaltete Innenlevels, schöne Grafikeffekte und sehr gut animierte Figuren hinterlassen einen durchweg positiven Eindruck. Hin und wieder gibt es auch Zwischensequenzen, die nicht mit der Spielengine dargestellt werden, sondern vorgerendert wurden. Besonders spektakulär sind aber die Lichtschwertkämpfe, die teilweise mit bis zu fünf Kämpfern eindrucksvoll dargestellt werden. Dafür sorgen die vielen verschiedenen Bewegungsmöglichkeiten der Kämpfer. Egal ob Saltos, Tritte oder sogar das Entlanglaufen an einer Wand, alles wird hervorragend animiert vorgetragen.
| | Auf Hoth überwinden wir die Eiswüste per Taun Taun. | | Soundtechnisch kann Jedi Academy wieder aus dem Vollen schöpfen. Durch den Sound entsteht eine einzigartige Atmosphäre und man fühlt sich direkt wie im Film. Wenn dann zum bekannten Star Wars Sound auch noch die Lichtschwerter wahrheitsgetreu summen und einem Blasterschüsse entgegen kommen, dann ist man hin und weg. An den Geräuschen gibt es wirklich nichts auszusetzen. Auch die Synchronisation wurde gewohnt professionell abgewickelt. In Deutschland gibt es immerhin wieder die Originalstimmen von Luke Skywalker und Kyle Katarn zu hören. Bei der englischen Version muss nämlich auf die Stimme von Mark Hamill alias Luke Skywalker verzichtet werden. Auch die Bedienung ist nach wie vor sehr einfach gehalten. Daran ändern ebenfalls die vielen neuen Aktionen der Charaktere nichts. Diese können schon mit mindestens zwei Tasten ausgelöst werden und hängen auch von verschiedenen Positionen der Gegner ab. Abgesehen davon funktioniert die Steuerung so einfach wie in jedem anderen Shooter.
| | Dieser mutierte Rancor lässt sich nicht mit Waffen besiegen. |
Eine der Schwächen von Jedi Knight 2 waren die teils ziemlich harten Rätsel und Sprungeinlagen, zum Beispiel auf Nar Shaddaa. Bei Jedi Academy hat man diese zum Glück entschärft. Alle Levels sind logisch aufgebaut und relativ einfach zu meistern. Dazu kommen die vielen schönen und teilweise auch bekannten Schauplätze. Dazu zählt unter anderem die Echo-Basis auf Hoth, in der es nur so von Snowtroopern wimmelt. Die Missionen laufen dabei streng linear ab und beinhalten einige gescriptete Ereignisse, die durch den Spieler ausgelöst werden. Gelegentlich ist man auch nicht zu Fuß unterwegs, sondern benutzt ein Fortbewegungsmittel. Auf Hoth reitet man beispielsweise die aus dem Film bekannten Taun Tauns. In einer imperialen Basis setzt man sich zudem mit einem AT-ST zur Wehr und erledigt so reihenweise Sturmtruppen, die dagegen keine Chance haben. Im Spielverlauf kann man sich auch eine neue Waffe konstruieren. Am bekanntesten davon ist sicherlich das normale Lichtschwert. Zusätzlich dürfen aber auch zwei Lichtschwerter, in jeder Hand eins, benutzt werden. Seit Episode 1 ist außerdem das Doppellichtschwert gefragt, so wie sie Darth Maul verwendete. Für jeden Lichtschwerttyp stehen zudem unterschiedliche Aktionen des Spielers zur Verfügung. So lässt sich zum Beispiel mit zwei Lichtschwertern ein „Schild“ um den Spieler errichten. Die umherwirbelnden Schwerter verletzen dabei in der Nähe befindliche Feinde. Besonders wirksam ist dies natürlich gegen mehrere Gegner.
| | Gelegentlich haben wir einen oder mehrere Begleiter. |
Für den Multiplayer-Modus hat sich Raven Software zwei neue Spielmodi einfallen lassen. Dazu zählt unter anderem der Belagerungsmodus. Darin treten zwei Teams gegeneinander an, wobei das angreifende Team bestimmte Ziele erfüllen muss. Nach dem Ende einer Runde werden die Seiten getauscht und das nun angreifende Team muss die Ziele schneller erfüllen, als es das erste Team getan hat. Auf jeder Karte des Belagerungsmodus müssen die Verteidiger eine Festung oder einen bestimmten Ort verteidigen. Dabei stehen unter anderem sechs verschiedene Spielerklassen und auch Fahrzeuge zur Verfügung. Der zweite neue Spielmodus nennt sich Macht-Duell und lässt sich am besten mit dem Endkampf aus Episode 1 vergleichen. Zwei Jedis treten gegen einen überlegenen Widersacher an. Während die Jedis mit voller Gesundheit, ihren Lichtschwertern und einem Blaster starten, hat der Einzelkämpfer Vorteile in Sachen Gesundheit und Machtkräften. Egal wie viele Spieler auf dem Server sind, es spielen immer nur drei Kämpfer. Sollte ein Spieler besiegt werden, so reiht sich dieser unten in der Liste ein. Der obere in der Liste kann nun bei der nächsten Runde in den Kampf einsteigen. Nur wer eine Runde überlebt, ist automatisch in der nächsten wieder dabei und kann so Punkte sammeln, die ihn am Ende den Gesamtsieg bringen. Neben den beiden neuen Spielmodi stehen noch Deathmatch, Duell, Team Deathmatch und Capture the Flag zur Verfügung.
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Fazit von Benjamin Jakobs:
Wow, was ein Spaß! Ganz im Ernst: Selbst bei Jedi Knight 2 hatte ich mit dem Lichtschwert nicht so viel Freude wie hier. Praktisch das gesamte Spiel lässt sich komplett mit dem Lichtschwert durchspielen. Zudem sorgen die unterschiedlichen Farben und viele Aktionen für spektakuläre Kämpfe, die man so schnell nicht vergisst. Leider gerät die Quake 3 Engine mittlerweile auch wirklich an ihre Grenzen. Bis zum nächsten Jedi Knight Teil, der mit Sicherheit kommt, dürfte es also wieder etwas länger dauern. Etwas negativ fällt allerdings die eher geringe Spieldauer im Vergleich zum Vorgänger auf. Normalerweise schafft man das Spiel in 8-10 Stunden. Diese lohnen sich aber allemal. |
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Wertung: |
| Grafik: |
         (8 / 10) |
| Sound: |
         (9 / 10) |
| Bedienung: |
         (9 / 10) |
| Spieltiefe: |
         (9 / 10) |
Multiplayer:
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         (9 / 10) |
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| Nicht im Game-And-Fun.de - Sortiment |
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Gesamt:
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| Benjamin Jakobs |
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