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| 13. Juli 2001 | 14:02 | Review |
Eigentlich fährt ja kein Mensch mehr Skateboard heutzutage. War was für die Kiddies der 80er Jahre. Heute bevorzugt man Kickboards, hippe Inliner und was der Trendmarkt an sauteuren exotischen Fortbewgungsutensilien sonst noch hergibt.
So kann man sich täuschen. Das Skateboard an sich ist auch heute noch oft gesehener Gast in deutschen Fußgängerzonen und Parks. Und da wir hier generell den hippen Trends aus Amiland immer einige Monate hinterherhinken, ist es auch nicht verwunderlich, daß mit der gestiegenen Popularität dortiger Rollbrettartisten auch hierzulande die verrückstesten Stunts und Sprünge ausprobiert werden.
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Das Skateboard ist also wieder gefragt. Das passende PC - Spiel zum Hype kommt von Activision und wurde nach der amerikanischen Skateboard - Legende Tony Hawk benannt. Von "Tony Hawk's Pro Skater 2" gibt es auch einen Vorgänger, allerdings auf der Sony PlayStation - der gilt heute aber als echter Klassiker. Wer also schon immer mal mit 900° - Sprüngen, halsbrecherischen Grinds oder atemberaubenden Flips die PC - Kumpels verzücken wollte, hat jetzt die Gelegenheit dazu.
Und rein damit
Das Spiel ist flugs installiert und schämt sich nicht seiner 350 MB Festplattenbedarfs. Packst Du die Videos noch mit auf die Platte, bist Du bei 600 MB. Wobei wir auch schon beim ersten Kritikpunkt wären, denn THPS2 merkt man grafisch seine PSX - Herkunft teilweise richtig an: die Videos sind grobpixelig wie anno 1997. Nach dem fulminanten Intro (gähn) befinden wir uns auch schon im Optionsmenü, wo uns zwei Optionen sofort ins Auge fallen: Du kannst eigene Skater und Skateparks kreieren, wobei bei letzterem die konsolige Steuerung ein wenig arg stört. Im Gegensatz zur lauen Videografik die Musik des Spiels: Wenn einem Rage Against The Machine, Bad Religion und Powerman 5000 ihre Gitarrenriffs um die Ohren schrammeln, skatet man wie Tony Hawk persönlich mit zwei Boden-Boden-Raketen im Genick.
Rauf aufs Brett
Aber stören wir uns nicht mit Kinkerlitzchen, denn schließlich ist THPS2 ein Konsolenspiel und als solches muß man es auch angehen. Also Fahrer geschnappt und rein in die Testrunde ohne Zeit- oder Punktebegrenzung. Gleich nach den ersten Minuten gelingen einem schon die obligatorischen Sprünge und Salti, wenn man denn ein Gamepad benutzt - denn ohne ist THPS2 um einiges klobiger zu steuern. Mit der Zeit bekommt man auch ein Gefühl für die sogenannten Combos, die richtig Punkte bringen, also Kombinationen aus verschiedenen Trickabfolgen. Mein persönlicher Rekord liegt bei 130.000 Punkten für eine solche Combo, mail mir einfach mit Screenshot, wenn du es übertroffen hast. Die Lernkurve bei THPS2 ist also nicht sehr hoch, man findet sich nach und nach hinein in die ganz gut gelungene Steuerung.
Karrieregeil
Hast Du Dich im Freifahrmodus genug ausgetobt? Dann wird es Zeit für den Meisterschaftsmodus! Du wählst Dir einen Skater aus und mußt auf einem Kurs verschiedene Aufgaben erfüllen. Dabei gilt es ebenso, ein festes Punktlimit zu überschreiten wie z.B. bestimmte Tricks auszuführen oder versteckte Objekte zu finden. Für jede gelöste Aufgabe gibt's Bares, das Du beim Händler Deines Vertrauens gegen neue Tricks eintauschst. Du hast unendlich viele Versuche pro Level, pro Versuch hast du 2 Minuten Zeit.So erkaufst Du Dir nach und nach immer spektakulärere Stunts, die in den höheren Levels aber auch bitter nötig sind. Wer keine Lust hat, 14 Stunden am Stück zu spielen, darf zwischendurch auch mal speichern.
Der Rest vom Schützenfest
Karrieremodus auch durchgespielt? Sowas! Dann kommt man auf die Park- und Skatereditoren zurück, denn obwohl sie etwas futzelig zu bedienen sind, macht es irgendwie Spaß, auf einem selbstgebastelten Parcours dem eigenen Highscore hinterherzujagen. Womit man feststellt: Gerade im Zweispielermodus ist THPS2 ein typisches Highscorespiel, denn die verschiedenen Modi sind alle darauf ausgelegt. Das beginnt beim einfachen 2-Minuten-um-die-Wette-fahren und endet beim Graffitti, bei dem man Rampen und Stangen mit Tricks "kauft". Die Punkte, die man auf einem Objekt gemacht hat, muß der andere überbieten, um es Dir wieder abzuluchsen.
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Fazit von Christian Gehlen:
THPS2 ist eine der besseren Konsolenumsetzungen. Die Grafik im Spiel selbst ist ordentlich, lediglich die Videos sind viel zu grob aufgelöst. Die Steuerung ist den Jungs von Neversoft ebenfalls gut gelungen, von einfach nur exzellenten Soundtrack ganz zu schweigen. Allerdings krankt THPS2 wie fast alle Spiele seiner Art am Highscore - Syndrom: Irgendwann hat man wirklich alles gesehen und ausprobiert und kann seine Highscores wirklich nicht mehr überbieten. Deswegen ist das Spiel auch eher als Quickie für die halbe Stunde zwischendurch anzusehen, aber diese halben Stunden machen auch wegen des mehr als ausgezeichneten Soundtracks Spaß ohne Ende. Der gut gelungene Zweispielermodus wird aber trotzdem nach einiger Zeit langweilig, obwohl es originelle Varianten gibt. Gelungenes Arcade - Skateboarding für den Happen zwischendurch.
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Wertung: |
| Grafik: |
         ( / 10) |
| Sound: |
         ( / 10) |
| Bedienung: |
         ( / 10) |
| Spieltiefe: |
         ( / 10) |
Multiplayer:
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         ( / 10) |
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| Christian Gehlen |
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