Sonntag, der 08. Dezember 2002   

 

Welche Grafikkarte ist euer Favorit?

1 Geforce 4
2 warte auf Geforce 5
3 Radeon (Pro)
4 Andere


 » Forum

Die neuesten Beiträge:

» Kleines Game die 2te
» Silvester
» Happy Birthday Ramiro!
» Sex im Chat
» schlechteste websiten



Artikel News




 Unreal Tournament 2003
20. Oktober 2002 | 17:32 | Review
Langsam schleiche ich mich an die rote Basis heran. Sie scheint verwaist zu sein. Mein Herz schlägt bis zum Hals, als ich aus meiner Deckung heraus einen Blick auf die gegnerische Flagge erhasche, die es in die eigene Basis zu bringen gilt. Es ist düster, und Blitze zucken über den Himmel, aber diese Trophäe glänzt in perfektem Rot. Schließlich entscheide ich mich und wage den Vorstoß. Ich hechte zur Flagge, ergreife sie. Ein Warnsignal ertönt, warnt alle anderen Spieler. Plötzlich brennt die Luft. Raketen zischen knapp an mir vorbei, schlagen in der Wand hinter mir ein. Blaue Energiestrahlen sausen von oben herab und trachten nach meinem Leben. Ich beginne zu rennen. Ich bin verletzt, aber ich kann es schaffen. Ich drehe mich im Laufen um, und schließlich sehe ich den Gegner, der es gerne verhindern möchte, daß ich die Standarte seines Teams entführe und einen wertvollen Punkt für das blaue Team verbuchen kann. Ich renne plötzlich auf ihn zu und verschanze mich hinter dem Schild meiner Shield Gun. Damit hat er nicht gerechnet. Als ich vor ihm stehe, nehme ich meine Flak Cannon zur Hand. Ein gezielter Schuß, und mein Gegenüber ist erst mal aus dem Rennen. Doch der Weg zur eigenen Basis ist noch weit...

 Man sieht zur rechten und zur linken eine halbe Anet niedersinken. (Map: CTF_Citadel)   Man sieht zur rechten und zur linken eine halbe Anet niedersinken. (Map: CTF_Citadel)

Die Spiele sind eröffnet!

Über drei Jahre nach dem Vorgänger Unreal Tournament veröffentlichen Digital Extremes und Epic Games den heiß ersehnten Nachfolger Unreal Tournament 2003. Damit will man an den Erfolg des teamorierentierten Shooters anknüpfen, der bis heute in unzähligen Clans, Ligen und Matches im LAN oder online für heiße Multiplayer-Action sorgte. Doch Unreal Tournament 2003 schickt sich an, alles ein wenig schöner, größer und besser zu machen. Dabei ist das Konzept immer noch das alte: Heiße Multiplayer-Action-Gefechte stehen immer noch im Mittelpunkt. Dabei sollen jedoch auch diejenigen, die allein am PC spielen, nicht ganz in Vergessenheit geraten. Ob es Digital Extremes gelungen ist, einen würdigen Nachfolger auf die Beine zu stellen, lest Ihr im ausführlichen Elite Games-Test.

Die Wahl der Qual

Am Anfang einer jeden UT 2003-Partie steht erst einmal die quälende Frage, welcher der verschiedenen Spielmodi diesmal gespielt werden soll. Bei Epic Games´ neuem Shooter gibt es davon insgesamt fünf: Das klassische Deathmatch, das Team-Deathmatch, die Double-Domination und das Capture The Flag, sowie den Bombing Run.
Die Regeln des Deathmatch sind schnell erklärt und wohl auch fast jedem bekannt: Es geht schlichtweg darum, die Gegner schnellstmöglich zu eliminieren, jeder Abschuß bringt einen Punkt. Wird man doch einmal unerwartet von einem Schuß eines Gegners in die ewigen Jagdgründe geschickt, ist man jedoch nicht aus dem Rennen, sondern erwacht auf Mausklick neu zum Leben. Etwaige Power-Ups sind dann selbstverständlich verloren. Derjenige, der am Ende eines Zeitlimits die meisten Abschüsse („Frags“) hat, oder als erster eine gewisse Anzahl an Frags verbuchen kann, ist Sieger der jeweiligen Runde. Deutlich teambetonter geht es dann schon im Team-Deathmatch zu. Die Regeln sind im Wesentlichen die selben wie beim klassischen Deathmatch, doch jetzt sind die Spieler in zwei Teams unterteilt. Frei nach dem Motto: „Einer für alle, alle für einen!“, geht es jetzt darum, Hand in Hand zu arbeiten, um am Ende das Spiel zu gewinnen.
Auch beim Capture The Flag kommt es auf Teamarbeit an. Jedes Team hat nun eine Basis, in der sich eine Flagge befindet. Die Aufgabe eines jeden Teams ist es, die gegenerische Flagge aus der anderen Basis zu stehlen, und sicher in die eigene Basis zu bringen. Gelingt dies, verbucht das Team einen Punkt, allerdings nur, wenn die eigene Flagge noch an ihrem angestammten Ort steht. Ist sie jedoch auch unterwegs, muß der Flaggenträger ausharren, bis die eigenen Teamkameraden das wertvolle Stück Stoff in der eigenen Farbe wieder aus den Händen des Gegners entrissen haben – oder umgekehrt.
Auch die Double Domination ist ein Team-Spiel. In diesem Spiel-Modus gibt es zwei Punkte, die man in der teameigenen Farbe markieren soll. Hat man beide Punkte markiert und für 10 Sekunden gehalten, so gibt dies einen Punkt fürs eigene Team. Natürlich ist das andere Team genau am Gegenteil interessiert. Auch hier ist es nötig, wie in den anderen Team-Modi Hand in Hand zu arbeiten. Eigensinniges Vorgehen wird schnell bestraft. Der Double-Domination-Modus ersetzt die Domination-Spielart aus dem Vorgänger, der gerade bei vielen Spielern schnell unfair wurde und daher nicht sehr beliebt war.
Ganz neu an Bord hingegen ist der Bombing Run. Einfach gesprochen ist es eine Art futuristisches Football. In der Mitte der Arena liegt ein Ball, den man in das gegnerische Tor schießen oder tragen soll. Der Krähenfuß daran: Derjenige, der den Ball befördert, kann nicht mehr selber schießen. Er kann lediglich den Ball an einen Mitspieler abgeben oder auf das Tor feuern.
Der Assault-Modus, der noch im Vorgänger für Counterstrike-ähnliche Gefechte sorgte, taucht in UT 2003 gar nicht mehr auf. Warum dies so ist, ist nicht ganz nachvollziehbar. Es bleibt zu vermuten, daß sich Epic und Digital Extremes stärker von den Konkurrenzprodukten absetzen möchte, und daher auf diese unter UT-Anhängern ohnehin nicht allzu beliebte Variante verzichtet.

 Bizarr... Bizarrer... CFT_Citadel.   Bizarr... Bizarrer... CFT_Citadel.

Das ist ja unwirklich schön...!

Als das erste Unreal vor vielen Jahren den PC-Markt eroberte, war die Grafik absolute Referenz unter den 3D-Shootern. An dieser Position hat sich viele Jahre lang nichts geändert. Auch das erste Unreal Tournament arbeitete mit einer weiterentwickelten Version der Unreal-Engine. Bisher brauchte man sich bei Epic auch mit dem alten Grafikgerüst nicht hinter vielen aktuellen Titeln zu verstecken, doch das Rad dreht sich bekanntermaßen weiter, und mit der neuen Doom 3-Engine von id-Software braut sich ein neues Grafik-Gewitter zusammen, daß mit einem gewaltigen Donnerschlag alle Unreals und Quakes dieser Welt so richtig alt aussehen lassen will. Bei Epic sah man das Unwetter schon früh aufziehen und begann damit, dem eigenen Grafikgerüst die fällige Frischzellenkur zu verpassen. Das neue Wunderkind wurde zunächst Unreal Warfare Engine getauft, wurde aber später aber einfach wieder in Unreal Engine umbenannt. UT 2003 ist allerdings nicht der erste Titel, bei dem man die neue Engine bewundern darf. Schon das umstrittene Spiel der US-Army setzte auf die geballte Grafik-Power aus dem Hause Epic.
Was man jedoch bei UT 2003 aus dem Hut zaubert, sucht zumindest im Moment noch seinesgleichen. Bisher bekam man noch in keinem 3D-Action-Titel eine so bombastische Grafik geboten: Bis zu 200 mal mehr Polygone als beim direkten Vorgänger tummeln sich zugleich auf dem Monitor. Insgesamt sollen bis zu mehrere hundertausend Polygone gleichzeitig gezeigt werden. Die anderen Spielermodelle bestehen jedoch nur aus etwa 3000 Vielecken, was sich mit dem letzten Ableger der Quake-Serie vergleichen läßt. Trotzdem hat man damit erst einmal wieder eine Bestmarke gesetzt, die auch von Doom 3 erst einmal geknackt werden will. Die Animationen der Modelle hingegen sind exzellent. Dafür sorgt die eigens für UT 2003 und Unreal 2 programmierte Karma-Physik-Engine. Insgesamt bewegen sich die Modells, trotz Ihrer „geringen“ Polygonzahl, äußerst lebensecht.
Auch bei den Texturen hat man bei Epic ganze Arbeit geleistet: In keinem bisher erhältlichen Titel konnte man bisher so detaillierte Texturen sehen, wie in Epics neuestem Team-Shooter. Dabei hat man bei UT 2003 bewußt tiefer in den Farbtopf gegriffen, als die Konkurrenz.

 In Aussengebieten läßt die Engine Ihre Grafikmuskeln spielen. (Map:CTF_Citadel)   In Aussengebieten läßt die Engine Ihre Grafikmuskeln spielen. (Map:CTF_Citadel)

“Wo soll´s denn hingehen?“
Herzstück von UT 2003 ist jedoch, genau wie beim Vorgänger, nicht die Grafikengine, sondern die Vielzahl an verschiedenen Levels. Nicht weniger als 37, thematisch unterschiedliche Maps hat man dem Spiel beigelegt. Egal, ob auf Mondbasen, mitten in kochender Lava, in klaustrophobisch engen Gängen, oder in finsteren Zitadellen, die Karten von UT 2003 sind äußerst abwechslungsreich. Bemerkenswert sind vor allem die Karten an der frischen Luft: Hier spielt die Grafik-Engine ihre Grafikmuskeln voll aus und sorgt für einen bisher bei PC-Spielen völlig ungeahnten Weitblick.
Allen Karten gemeinsam ist jedoch die große Fairness, auch gegenüber Neueinsteigern: Praktisch alle Waffen liegen an offensichtlichen Stellen herum und sind auf der Map auch wohlverteilt, so daß jeder schnell einen geeigneten Schießprügel findet. Lediglich die beiden Superwaffen und das größte Health-Power Up, daß die Lebensenergie auf beruhigende 199 Punkte anhebt, sind meistens besser versteckt. Auch für Camper sind schlechte Zeiten angebrochen: Es gibt deutlich weniger Stellen, um sich unentdeckt zu verschanzen, als zuvor. Gerade in den Team-Spielmodi wie Capture The Flag wurden solche Nieschen entfernt. Dies sorgt für einen schnellen, fairen Spielablauf. Dank der hohen Erlernbarkeit der Maps sind Rookies schnell mitten drin im Geschehen und irren nicht unnötig lang durch verwirrende, immer gleich aussehende Gänge.
Viele Fans des Vorgängers dürfte es freuen, daß einige Arenen des Vorgängers auch den Sprung in den Nachfolger geschafft haben. So finden sich bei UT 2003 zum Beispiel mehr oder weniger veränderte Fassungen der beliebten Levels „Magma“ und „Facing Worlds“.

 Auch in lauschigen Wäldern dürft Ihr Euch die Raketen um die Ohren sausen lassen (Map: DM_TokaraForest)   Auch in lauschigen Wäldern dürft Ihr Euch die Raketen um die Ohren sausen lassen (Map: DM_TokaraForest)

Alles eine Frage der Ausstattung

Doch was wäre das schönste Turnier ohne die geeigneten Waffen? Kenner des Vorgängers werden sich bei UT 2003 sofort heimisch fühlen, denn viele der Waffen finden sich auch im Nachfolger wieder. Dennoch wurde an vielen Schießprügeln gefeilt, so daß sich die Kräfteverhältnisse deutlich verschieben.
Die größten Einschnitte gibt es bei der Standardausrüstung: Während man früher mit Revolver und Dampfhammer bewaffnet in das Turnierleben startete, so wird man nun mit der sogenannten Shield Gun und der Assault Rifle ausgestattet. Die Shield Gun erinnert noch an ihren Vorgänger, wurde aber aufgewertet. Während man mit dem Impact Hammer aus UT bestenfalls auf nahe Distanz mal einen Gegner überraschen konnte, setzt die Shield Gun noch einen drauf. Denn alternativ zum Angriff könnt Ihr vor Eurer Spielfigur einen Schutzschild aufbauen, der Euch eine Weile vor den von vorne kommenden Attacken schützt.

 Wäre eigentlich ein schöner Platz für ein Picknick... wenn das rote Team nicht etwas dagegen hätte (Map: CTF_LostFaith)   Wäre eigentlich ein schöner Platz für ein Picknick... wenn das rote Team nicht etwas dagegen hätte (Map: CTF_LostFaith)

Die Assault Rifle ersetzt den Enforcer. Sie ist ein klassisches Sturmgewehr, mit der zusätzlichen Möglichkeit, bis zu 5 zeitverzögert zündende Granaten abzufeuern. Das dritte Element der Standardausrüstung, der Translocator, bleibt nahezu unverändert. Nach wie vor könnt Ihr einen Funksender verschießen, zu dem Ihr Euch per Knopfdruck zurück teleportieren könnt. Jetzt könnt Ihr die Position des Zielsenders allerdings maximal fünf mal ändern, und nicht wie vorher unendlich oft. Bei den weiteren Waffen hat sich weniger getan. Die Shock Rifle läßt Euch nach wie vor mit blauem Energiestrahl auf die Gegnerhatz gehen. Alternativ feuert Ihr einen deutlich kampfstärkeren blauen Energieball, der allerdings deutlich langsamer fliegt. Dafür könnt Ihr ihn mit einem gezielten Schuß auch zur Explosion bringen. Die frühere Pulse Gun heißt jetzt Link Gun, funktioniert aber ähnlich. Alternativ verschießt Ihr grüne Energie-Geschosse, oder bereitet mit einem kontinuierlichen Energiestrahl Euer Lieblingsmahl zu: „Feind, gut durch.“. Neu bei UT 2003 ist jedoch die Möglichkeit, mit dieser Waffe in den Teamplay-Modi auf Eure Kameraden zu feuern und deren Schußkraft zu erhöhen. Unverändert hingegen die Bio Rifle: Nach wie vor rückt Ihr Eurem Gegner mit häßlichen grünen Säureladungen auf den Pelz. Auch die Minigun, das handlich kleine Maschinengewehr, ist vergleichbar, braucht aber nun etwas länger zum warmlaufen. Die Flak Gun verschießt wahlweise Schrapnell-Geschoße, die auch an Wänden abprallen, oder eine Granate, die beim Aufschlag explodiert und eine recht große Streuwirkung hat, also auch hier nichts neues.

 Bei dieser Grafikpracht vergißt man gelegentlich mitzuspielen (Map: DOM_Ruinator)   Bei dieser Grafikpracht vergißt man gelegentlich mitzuspielen (Map: DOM_Ruinator)

Der Raketenwerfer wurde weiter entschärft. Konnte er bei Unreal noch acht Raketen gleichzeitig verschießen und bei Unreal Tournament immerhin noch fünf, so sind es jetzt nur noch derer drei. Dafür lädt das Gerät aber auch etwas schneller durch als zuvor. Die Sniper-Rifle aus dem Vorgänger wurde nun durch die Shock-Rifle ersetzt. Dieses Gewehr besitzt immer noch einen Sniper-Modus. Dafür feuert es wesentlich langsamer und unpräziser, und der Verlauf des Blitzes läßt sofort das Versteck des Sniper-Schützen auffliegen.
Die im Vorgänger recht unbeliebte „Razor“-Waffe wurde entfernt. Dafür wurde die Anzahl der sogenannten Superwaffen aufgestockt: Während im Vorgänger lediglich der Redeemer die Fahnen der Waffengattung: „lautes, krachendes, alles vernichtendes Kabumm“, aufrecht erhielt, gesellt sich nun noch der Ion Painter dazu. Während man mit dem Redeemer eine gewaltige Rakete abfeuern kann, die im weiten Umkreis großen Schaden anrichtet und die man wahlweise sogar per eingebauter Kamera auch noch steuern kann, markiert man mit dem Ion Painter das Ziel für eine viel gewaltigere Waffe. Denn an der gewünschten Stelle schlägt schon nach wenigen Augenblicken der Strahl eines orbitalen Ionen-Strahlers ein – Command&Conquer läßt freundlich grüßen.

Bei den Power-Ups hingegen hält man sich bei UT 2003 an bekannte Elemente: Health Packs heilen 25 Lebenspunkte, aber nur bis zu einem Maximum von 100. Health Vials bringen Euch zwar nur 5 Punkte, dafür aber bis zu maximal 199. Mit dem größten Health-Power-Up erreicht ihr diese große Zahl sogar sofort. Zusätzlich könnt Ihr Euch noch mit Schilden in den Größenordnungen 50 und 100 ausrüsten. Kombiniert erhaltet Ihr maximal zusätzlich 150 Punkte Rüstungsschutz. Die Sprungsstiefel aus dem Vorgänger entfallen bei UT 2003. Neu hingegen ist das Adrenalin. Diese Kapseln bringen Euch jeweils 3 Adrenalinpunkte. Dieses Hormon erhaltet Ihr übrigens auch auf anderen Wegen, etwa für Frags oder für von Euch geworfene Punkte beim Bombing Run. Hat der Adrenalinspiegel erst einmal die Grenze von 100 erreicht, könnt Ihr mit vier verschiedenen Special Moves jeweils ein Power Up aktivieren – wahlweise größere Geschwindigkeit, höhere Feuerkraft, Selbstheilung oder Unsichtbarkeit. Allerdings nur, so lange das Adrenalin reicht.

 Bitte lächeln! (Map: CTF_LostFaith)   Bitte lächeln! (Map: CTF_LostFaith)

Alle reden von Steuern

Während die Regierungsparteien im Moment dabei sind, in Berlin das neue Steuerpaket zu schnüren und kräftige Einsparungen zu realsieren, so wird bei UT 2003 in Sachen Steuern keineswegs gespart.
Jeder, der schon einmal einen Shooter gespielt hat, wird sich auch mit dieser Steuerung auf Anhieb zurecht finden. Alle gängigen Shooter-Standards wurden auch hier perfekt umgesetzt. Die Tastaturbelegung läßt sich in jedem Punkt den eigenen Wünschen anpassen, auch Details wie Mausgeschwindigkeit oder Mausinversion lassen sich selbsververständlich einstellen.
Auch die Anzeigen auf dem Bildschirm sind klar und übersichtlich gestaltet. In jedem der Spielmodi sieht der Spielbildschirm ein wenig anders aus, greift aber stets auf vertraute Elemente zurück. Während Ihr am unteren Rand stets Informationen über Euren Gesundheitszustand, über die Waffen die Ihr besitzt und über Euren Munitionsstand findet, befindet sich am oberen Bildschirmstand bei Team-Spielen der Punktestand. Darunter werden die wichtigsten Nachrichten eingeblendet, die in der Regel aber auch noch akkustisch ausgegeben werden. Die restlichen Menüs des Spiels sind auch sehr einfach, fast schon nüchtern gestaltet. Dafür finden sich hier zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten und sie sind sehr klar gegliedert.

 Beim Double Domination sind die Punkte oft hart umkämpft (Map: DOM_Ruinator)   Beim Double Domination sind die Punkte oft hart umkämpft (Map: DOM_Ruinator)

Die Opposition

Natürlich ist UT 2003 in erster Linie dazu gedacht, im Internet oder auf LAN-Parties auf Punktejagd oder Fahnenhatz zu gehen. Nichtsdestotrotz bietet UT 2003 auch einen Einzelspielermodus an. Nach dem stimmungsvollen Intro werdet Ihr in ein fünfstufiges Training geschickt, daß eher zum Warmspielen oder als Tutorial von Nutzen ist. Danach dürft Ihr Euch in einer Art Turnier durch die verschiedenen Spielmodi des Spiels kämpfen, zusammen mit von Euch ausgesuchten Bots. Schließlich gibt es noch einen Endkampf, und schon habt ihr den Einzelspieler-Teil des Spieles bewältigt. Erfahrene Spieler werden kaum mehr als 10 Stunden dafür brauchen. Dies wäre im Grunde genommen zu wenig, wenn man nicht die Möglichkeit hätte, auch den Multiplayer-Modus nur mit Bots am heimischen PC zu bestreiten. Und dabei geht richtig die Bots ab, denn Epic und Digital Extremes haben es geschafft, die bereits exzellent spielenden Bots des Vorgängers deutlich zu toppen. So merkt man den virtuellen Gegnern schon auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad kaum mehr an, daß sie von der CPU gesteuert werden, und nicht etwa von menschlichen Kontrahenten. Sie spielen schnell und gut, suchen Deckung oder greifen im Team an. Sie machen sogar, genau wie ein menschlicher Spieler, gelegentlich Fehler, aber ohne dabei lächerlich zu wirken. Auch im eigenen Team ist das Spielen mit den Bots eine wahre Freude: Sie befolgen brav jeden erteilten Befehl, scheuen sich aber nicht, auch selber welche zu verteilen. Und auf den höheren Schwierigkeitsgraden sind sie eine echte Herausforderung, selbst für versierte UT-Spieler.

 Leider nicht gut eingedeutscht: Der ´Ballträger´ ist also mit der ´Kugel` gerade ´in Outside´ ... aha...   Leider nicht gut eingedeutscht: Der ´Ballträger´ ist also mit der ´Kugel` gerade ´in Outside´ ... aha...

Klangwelten

Bei einem 3D-Shooter ist der Klang fast genau so wichtig, wie die Grafik-Engine oder die KI der Bots. Aber auch hier läßt sich UT 2003 nicht lumpen. Die Soundeffekte des Spiels befinden sich auf gewohnt hohem Niveau. Jede Umgebung hat ihre eigene Geräuschkulisse, die von Donnergrollen bis hin zu zirpenden Grillen reicht. Jede Waffe hat ihren eigenen charakteristischen Klang, der sofort einen Wiedererkennungswert hat. Die wichtigsten Ansagen werden von einer Art „Stadionsprecher“ auch noch einmal akustisch wiedergegeben, etwa, wenn das Zeitlimit auszulaufen droht, oder das rote Team in Führung gegangen ist. Untermalt werden die Kämpfe von zahlreichen Musikstücken, die zwischen Techno und Industrial liegen. Dolby Digital, sowie EAX und EAX HD sorgen für brachialen Raumklang.

Hardware-Fresser

Natürlich stellt sich die Frage, auf welchem Rechner man die Grafikzügen in vollster Pracht genießen kann. Das Testsystem war ein Athlon XP 1600+ mit 384 MB RAM und einer GeForce 4 Ti4200. Auf diesem System lief UT 2003 stets ruckelfrei. Viel weniger sollte es allerdings auch nicht sein. Mit einem Prozessor unterhalb der Gigahertz-Grenze muß man die Sniper-Rifle leider stecken lassen und 256 RAM sollten es auch schon sein. Bei Grafikkarten mit DirectX 8-Unterstützung zeigt sich UT 2003 besonders erfreut und bedankt sich mit ein paar zusätzlichen Spezialeffekten. Nötig ist dies jedoch nicht. Die Bedingung ist jedoch, daß Eure Grafikkarte T&L-fähig ist.
Auch auf der Festplatte macht es sich UT 2003 besonders gemütlich. Nicht weniger als 2,5 GB Festplattenplatz belegt der Shooter auf der Harddisk.

 Das Verhältnis zwischen dem roten und dem blauen Team ist mitunter etwas unterkühlt (Map: BR_Bifrost)   Das Verhältnis zwischen dem roten und dem blauen Team ist mitunter etwas unterkühlt (Map: BR_Bifrost)

Sie bluten grün, mein Herr!

In Deutschland erscheint Unreal Tournament 2003 in einer komplett eingedeutschten Fassung. Leider ist diese nicht sehr gelungen. Alle Sprachaufnahmen erscheinen zu sehr mit der heißen Nadel gestrickt worden zu sein und die Sprecher wirken unpassend. Außerdem hat die Übersetzung des Spieles eine frappierende Schwäche: Wer will schon mitten im Kampf gerne gesiezt werden? „Sie haben Brutalis erledigt...“, naja. Außerdem wurde auch ein wenig mit der Zensur-Schere geschnippelt: Menschen bluten bei UT 2003 grün. Da sich dieser Umstand jedoch verschmerzen läßt, kann man die deutsche Fassung des Spiels empfehlen. Vor allem deswegen, weil es über Umwege möglich ist, sowohl die englische Sprachausgabe einzuschalten, als auch die Menschen wieder rot bluten zu lassen.

Bei der Ausstattung bekommt man bei Unreal Tournament gepflegte Schonkost: Das Spiel kommt in einer DVD-Hülle, in die die 3 CDs etwas motivationslos hineingestopft wurden. Dazu kommt ein 25-seitiges Handbuch, das zwar gut geschrieben, aber relativ unnötig ist. Zusätzlich zum Spiel findet sich auf den CDs noch der hervorragende UnrealEd, ein mächtiger Level-Editor, mit dem sich mit nur wenig Einarbeitungszeit durchaus professionelle Ergebnisse erzielt werden. Einer Flut an neuen Maps aus dem Internet sind also Tür und Tor geöffnet.



Fazit von Patrick Haas:

Was für ein Grafikfest! Bei UT 2003 sollte man den Unterkiefer vor dem Spielen erst einmal mit Klebeband am Kopf festbinden, denn ständig heruntergeklappt behindert er beim Spielen immens! Die Grafik von UT 2003 ist furios, und alleine schon sie wäre es wert, in den Kampf zu ziehen. Nun packen die Hersteller aber auch noch die bisher besten Maps der Shooter-Geschichte dazu und würzen das ganze mit brillanten Bots und prallem Sound. Shooter-Herz, was willst du mehr?
Da verzeiht man es schon fast gnädig, daß bei der Waffenauswahl eher Evolution als Revolution am Werk gewesen ist. Schade hingegen ist, daß der Einzelspielermodus, wie schom beim Vorgänger, arg aufgesetzt wirkt. Aber was soll es, online oder gegen die Bots kommt man so oder so auf seine Kosten. Sonst gibt es allerdings wirklich nichts zu meckern, denn UT 2003 macht Spaß, wie eh und je. Kurzum: UT 2003 ist im Bereich der Multiplayer-Shooter im Moment definitiv die absolute Referenz - und hat sich damit unseren Award mehr als redlich verdient.

Unreal Tournament 2003  (Review) Epic Games
Empfohlenes System: Athlon 1GHz|256 MB RAM|GeForce 3

Wertung:
Grafik: (10 / 10)
Sound: (9 / 10)
Bedienung: (9 / 10)
Spieltiefe: (7 / 10)
Multiplayer:

(10 / 10)

Titel direkt bestellen...
 
Game-And-Fun.de


46.99 EUR
Jetzt bestellen!
 
Gesamt:

92%
Patrick Haas
Weitere Infos zu Unreal Tournament 2003 ...

» Genre: Ego-Shooter
» Entwickler: Digital Extremes/Epic Megagames
» Publisher: Infogrames
» Release: Bereits erschienen.
» Links: · http://www.unrealtournament2003.com
Verwandte News zu Unreal Tournament 2003 ...

» (27. November 2002) Neue Demo veröffentlicht.
» (26. November 2002) Inhalt des Bonus-Packs.
» (30. Oktober 2002) Erster richtiger Patch veröffentlicht.
» (25. Oktober 2002) So optimiert Ihr Unreal Tournament 2003 richtig.
» (23. Oktober 2002) Kostenloser Download wird zahlreiche Maps und weiteres Material enthalten
» (18. Oktober 2002) Spezielle Version für Profi-Gamer.
» (14. Oktober 2002) Trojaner im inoffiziellen Beta-Patch?
» (14. Oktober 2002) Epic veröffentlicht ersten Beta Patch.
» (09. Oktober 2002) Erfolgreicher Start für den Shooter.
» (05. Oktober 2002) List mit allen Mods für UT2003 veröffentlicht.
» (02. Oktober 2002) Verwirrung um Altersfreigabe.
» (01. Oktober 2002) Kleine Änderungen schalten Zensur ab
» (30. September 2002) Heute vereinzelt schon im Laden!
» (27. September 2002) Das Spiel erscheint möglicherweise früher!
» (23. September 2002) Deutsche Version erscheint pünktlich.
» (20. September 2002) Die Änderungen gegenüber der Demo.
» (20. September 2002) ... und dazu gleich noch die Maplist der Full
» (19. September 2002) Update auf Version 1080
» (17. September 2002) Das angekündigte Update ist da
» (15. September 2002) Schon bald erscheint ein erster Patch.
» (14. September 2002) Konsolenbefehle, Blutaktivierung und weiteres
» (14. September 2002) Endlich ist es soweit
» (13. September 2002) Demo noch heute?
» (11. September 2002) Alle wichtigen Fakten zur Demo.
» (10. September 2002) Bald soll sie erscheinen...
» (05. September 2002) Bild der deutschen Verpackung.
» (04. September 2002) Es könnte noch mehr als 2 Wochen bis zum Erscheinen dauern
» (02. September 2002) Nun erst im Oktober.
» (29. August 2002) Schafft euer System das Spiel?
» (28. August 2002) Die Veranstalter der ECTS wollen Besucher mit einem UT 2003-Turnier anlocken. Zeigt NVidia in London eine neue Grafikkarte?
» (13. August 2002) Internen Aussagen zufolge steht UT 2003 kurz vor der Fertigstellung
» (07. August 2002) Spiel angeblich zu 96% fertig.
» (05. August 2002) Neues Bildmaterial.
» (25. Juli 2002) Neues Infos zur deutschen Version.
» (25. Juli 2002) Nun erst im September.
» (25. Juli 2002) Movies von der CPL und neue Screenshots.
» (25. Juli 2002) Neues Material zum lang erwarteten Spiel
» (24. Juli 2002) Neue Infos zur aktuellen Spielversion.
» (08. Juli 2002) noch keine Details
» (14. Mai 2002) noch keine Details
» Keine weiteren Artikel zu diesem Thema vorhanden!
; 2001,2002 [EliteGames]

Erstellt in 1,10 Sekunden.

 
[EliteGames] Sitemap