In einer Pressemitteilung hat sich Electronic Arts nun zur vorläufigen Indizierung von C&C Generals geäußert. Die endgültige Entscheidung wird von der BPjM erst am 6. März getroffen. Hier vorab schonmal zwei klare Aussagen zur Situation von Dr. Jens Uwe Intat, Geschäftsführer bei Electronic Arts für die mitteleuropäischen Länder:
„Wir sind äußerst verwundert und auch betroffen über diesen beispiellosen Vorgang, da die Verlautbarungen des Familienministeriums in Person von Ministerin Schmidt zum Teil falsch und unsachlich sind.“
„Es ist nicht akzeptabel, dass die Vielzahl von Spielerinnen und Spielern durch unüberlegte Pauschalurteile von Personen, die keinerlei Verständnis für neuere Medien haben, in Verruf gebracht werden.“
Electronic Arts kritisiert Indizierungsverfahren
Köln 27. Februar 2003 - Electronic Arts, weltweiter Marktführer bei interaktiver Unterhaltungssoftware, wehrt sich gegen das Indizierungsverfahren zu seinem aktuellen Computerspiel „Command & Conquer: Generals“.
Am 25. Februar 2003 hatte die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften (BPjS) den Titel per Eilentscheidung vorläufig indiziert. Hierdurch darf "Command & Conquer Generals" ab dem 28. Februar nicht mehr beworben und offen verkauft werden.
Parallel zur Zusendung der Entscheidung an Electronic Arts waren die Medien durch das Bundesfamilienministerium informiert worden.
Das Spiel hatte vor der Veröffentlichung am 14. Februar 2003 von einem Gremium der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) eine Altersfreigabe ab 16 Jahren erhalten.
Erstmalig wird nun mit „Command & Conquer Generals“ ein von Pädagogen als für ältere Jugendliche geeignet bewerteter Titel durch ein Eilverfahren indiziert.
Dazu Dr. Jens Uwe Intat, Geschäftsführer Electronic Arts für die mitteleuropäischen Länder: „Wir sind äußerst verwundert und auch betroffen über diesen beispiellosen Vorgang, da die Verlautbarungen des Familienministeriums in Person von Ministerin Schmidt zum Teil falsch und unsachlich sind.“
Intat weiter: „Es ist nicht akzeptabel, dass die Vielzahl von Spielerinnen und Spielern durch unüberlegte Pauschalurteile von Personen, die keinerlei Verständnis für neuere Medien haben, in Verruf gebracht werden.“
Der Geschäftsführer setzt aber Hoffnung in die Fachkompetenz der BPjS: „Wir wissen, dass die BPjS hier unter hohem politischen Druck steht, vertrauen aber ganz auf den Sachverstand und Objektivität des Gremiums und ihrer Vorsitzenden, die den Vorgang bald endgültig prüfen werden.“
Über die Richtigkeit der Eilentscheidung gegen „Command & Conquer Generals“ wird die BPjS voraussichtlich am 6. März 2003 entscheiden. |