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 Battlefield 1942
07. August 2002 | 10:09 | Preview
Großflächige Gefechte auf Inseln, in realistischer Umgebung und einer Vielzahl an verschiedenen Fahr- und Flugzeugen, sind uns allen ja bereits aus dem Bestseller Operation Flashpoint bekannt. Dank genialem Missionsdesign, aber mangels gutem Netzwerkcode richtete sich diese Variante der virtuellen Kriegsführung aber mehr an Solisten. Mit dem in der Entwicklung befindlichen Battlefield 1942 will Entwickler Dice nun auch Multiplayer-Fans heiße Großgefechte, mit bis zu 64 Spielern gleichzeitig bieten.

 Auch Fallschirmspringer mischen mit.   Auch Fallschirmspringer mischen mit.


Zweiter Weltkrieg statt kalter Krieg

Neben dem Schwerpunkt, hat auch das Szenario gewechselt. Statt sich im kalten Krieg auf fiktiven Inseln zu beharken, versetzt sie Battlefield 1942 in bekannte Schlachten des zweiten Weltkrieg, darunter z.B. die Landung in der Normandie. Mit dabei: eine riesige Auswahl an historischem Kriegsgerät. Das geht von verschiedenen Handfeuerwaffen über Jeeps und Panzer bis hin zum imposanten Flugzeugträger. Jäger und Bomberstaffe bieten sich erbitterte Gefechte um die Lufthoheit, Panzerfaustschützen lauern in Bunkern auf den nächsten Fang und riesige stationäre Geschütze verteidigen Küstengürtel gegen anrückende Landungsbote.

 Ein Panzerfahrer im Visier eines Scharfschützen.   Ein Panzerfahrer im Visier eines Scharfschützen.


Die Qual der Wahl

Welche Rolle man selbst dabei übernimmt, ist jedem freigestellt. Zunächst muss man sich für eine Nation entscheiden: Amerika, Deutschland, England, Russland und Japan stehen hier zur Wahl.
Unbesetzte Geschütze und Fahrzeuge können jederzeit übernommen werden. Insgesamt gibt es 35 verschiedene. Zudem hat man die Wahl zwischen 5 Klassen (Jäger, Sanitäter, Aufklärer, Panzerabwehr oder Mechaniker) zu wählen, die dann auch ihre Bewaffnung bestimmen. Damit man auf den riesigen Inseln nicht die Orientierung verlieren, wird stets eine detaillierte Übersichtskarte eingeblendet, auf der alle Truppenbewegungen sowie wichtige Standorte dargestellt sind.
 Dieser Infanterist hat im offenen Feld schlechte Karte gegen den anrauschenden Tiefflieger.   Dieser Infanterist hat im offenen Feld schlechte Karte gegen den anrauschenden Tiefflieger.
Sollte man sich im Eifer des Gefechts mal die ein oder andere Kugel oder Granate einfangen bedeutet dies nicht das sofortige aus. Nach einer bestimmten Respawn-Zeit wird man, ganz shootermäßig, an einem festen Respawnpunkt wiederbelebt.


Spielmodi

Wirklich neue Spielvarianten hat Battlefield 1942 leider nicht zu bieten. Neben klassischen Modi wie Capture the Flag und Team-Deathmatch, gibt es noch den Eroberungsmodus, in dem jede Seite versucht alle Stellungen auf der Karte zu erobern, so dass dem Gegner keine Respawnmöglichkeiten mehr gegeben sind. Geschicktes Teamplay und die richtigen Truppenmischungen erleichtern hier natürlich das Erobern und Verteidigen!

 Tiefflieger, Panzersperren und Panzer.   Tiefflieger, Panzersperren und Panzer.



revolutionärer Netzwerkcode

Beieindruckend soll der Netzwerkcode sein. Auch bei 64 Spielern soll das Spiel lagfrei über den Bildschirm flimmern. Für die Grafik greifen die Entwickler auf eine hauseigene Engine zurück. Die Leistet Einiges! Nicht nur die Geschwindigkeit und Frameraten sind gut, sondern auch einige opulente Ansichten, vor allem aus der Luft, werden geboten! Meer, Sonnenuntergang und Palmen lassen Karibikfeeling pur aufkommen, Panzersperren blockieren die Landungszonen und Straßen winden sich durch die elegant geschwungenen Täler.

 Beim Sturm auf den Strand fliegt einiges in die Luft.   Beim Sturm auf den Strand fliegt einiges in die Luft.

Die Sichtweite ist riesig. Polygontechnisch gespart wurde nur an den Spielermodellen, die recht durchschnittlich wirken. Damit das ganze nicht zu einem Massively-Multiplayer-Game mutiert, haben die Entwickler Bots eingebaut. So können fehlende Spieler ersetzt werden und auch Solisten werden bedient. Als momentaner Releasetermin wird der wird der Herbst diesen Jahres genannt. Angesichts der schon vorhandenen Demo scheint dieser Termin durchaus realistisch.

 Solche Massenszenen sind keine Seltenheit bei 64 Spielern.   Solche Massenszenen sind keine Seltenheit bei 64 Spielern.



Fazit von Stefan Lehmler:


Das sieht ja sehr vielversprechend aus, was sich Dice da zusammenbastelt. Dank des vergurkten Netzcodes in Operation Flashpoint konnte man bisher noch keine lagfreien Großgefechte, in realistischer Umgebung spielen. Battlefield 1942 könnte dies endlich ändern und besitzt darüber hinaus alles, was eine Action-Kriegs-Simulation interessant macht: Boden-, Luft- und Seeeinheiten, verschiedene Charakterklassen und eine schicke Grafikengine. Zwar (noch) nicht so bekannt wie Unreal Tournament 2003, aber durchaus ein ernstzunehmender Konkurrent! Bleibt nur zu hoffen, dass der Netzcode wirklich so gut wird wie versprochen und sich eine große Fangemeinde zusammenfindet, um eine Auswahl an Servern mit vielen Spielern zu gewährleisten. Wenn dann noch das Einheitenbalancing stimmt und abwechslungsreiche Karten vorhanden sind, steht uns ein potentieller Tophit bevor!
Battlefield 1942  (Preview) Dice
Empfohlenes System: (keine Angaben)

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Ersteindruck:
(9 / 10)
Stefan Lehmler
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; 2001,2002 [EliteGames]

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