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| 13. Juli 2003 | 17:34 | Preview |
Wer kennt nicht die legendäre X-Com Reihe von Microprose? Mit Enforcer wurde zuletzt allerdings nur ein kurzweiliger Shooter im X-Com Universum veröffentlicht. Altar Interactive arbeitet hingegen schon seit längerer Zeit an einem inoffiziellen Nachfolger der Strategiespiele – UFO: Aftermath.
Ein riesiges außerirdisches Raumschiff nähert sich der Erde. Unbemerkt kreist es um die Erde und beginnt, riesige Wolken mit Sporen in der oberen Atmosphäre freizusetzen. Diese verdunkeln schon bald den Himmel und das Sonnenlicht. Nach einiger Zeit regnen die Sporen auf die Erde und schon nach wenigen Tagen sind viele Landstriche, Menschen und Tieren befallen. Während des sogenannten „Einbruchs der Dunkelheit“ werden viele der höheren Lebensformen auf der Erde ausgelöscht. Nur wenige Menschen überleben in unterirdischen Stützpunkten mit vorrätigem Essen und sauberer Luft. Nach einigen Wochen sind die Sporen verschwunden und die Welt schien eine Zeit lang wieder sicher zu sein. An dieser Stelle übernimmt der Spieler die Kontrolle. Man muss die verbliebenen Menschen zusammenführen, herausfinden was passiert ist und sich, wenn möglich, rächen.
| | Auf der Übersichtskarte kontrolliert man seine Stützpunkte. |
Wie bei den inoffiziellen Vorgängern verbindet UFO: Aftermath Elemente aus den Bereichen Strategie, Taktik und Rollenspiel. Im strategischen Bereich sieht man die Erde und kontrolliert seine Stützpunkte, Abfangjäger und Soldaten. Eine wichtige Rolle spielt hier die Biomasse, die sich langsam auf der Erde ausbreitet. Die Ausbreitung dieser Masse muss verhindert werden. Je mehr Gebiete der Erde man kontrolliert, desto größer ist die Reichweite der Abfangjäger. Zusätzlich kann man schneller forschen und mehr Biomasse vernichten. Die Gebiete erobert man in taktischen Missionen, in denen die eigenen Einheiten feindliche Aliens oder Mutanten aus dem Weg räumen. Sobald man ein Gebiet kontrolliert kann man entscheiden, welche Basis man dort errichten möchte. Dabei kann man zwischen einem militärischen Stützpunkt, einer Forschungseinrichtung oder einer Basis zur Bekämpfung der Biomasse wählen. Jede Einrichtung hat einen Einfluss auf die Gesamtstärke der eigenen Streitkräfte.
| | Im Forschungsbereich werden unter anderem außerirdische Waffen erforscht. |
Die taktischen Missionen nutzen verschiedenen Elemente aus rundenbasierten und Echtzeitstrategiespielen. Man kann zum Beispiel das Spiel pausieren, um dort seine Anweisungen an die Einheiten zu geben. Danach lässt man die Zeit weiterlaufen und die Befehle werden ausgeführt. Sollte man seine Meinung ändern, dann kann man jederzeit wieder pausieren und die entsprechenden neuen Order geben. Außerdem pausiert das Spiel den Ablauf automatisch, sobald ein wichtiges Ereignis stattfindet. Da alle Aktionen gleichzeitig in Echtzeit ablaufen, sollte man diese genau planen, um nicht in einen Hinterhalt der Außerirdischen zu laufen.
| | Aliens verstecken sich in einer Stadt. |
Die Kämpfe selbst finden in den unterschiedlichsten Umgebungen statt, die vom Spiel immer neu erstellt werden. Man benutzt keine Vorlagen bei den Gebieten und deshalb ist jedes Schlachtfeld unterschiedlich. Dargestellt werden die Kämpfe in einer frei zoom- und drehbaren 3D-Ansicht mit einer eigenen Grafik-Engine von Altar Interactive. Diese bietet neben Multitexturing und Animation Blending auch schöne Wettereffekte wie zum Beispiel Regen und Schnee. Außerdem gibt es Tag- und Nachtmissionen, zerstörbare Umgebungen und 3D-Sound.
| | In einem Waldgebiet geht das Team auf Alienjagd. |
Die Rollenspiel-Elemente werden bei den Soldaten eingesetzt. Jeder von ihnen hat einen eigenen Namen, ein Bild und eine Anzahl von Statistiken. Die Fähigkeiten der Einheiten werden daraus errechnet. Je mehr Punkte man in einen speziellen Bereich setzt, desto besser wird die Fähigkeit eines Soldaten. So kann man mit entsprechender Erfahrung verschiedene Einheitentypen ausbilden, zum Beispiel Scharfschützen, Sanitäter oder Spezialisten für schwere Waffen. Da die Aliens im Spielverlauf auch immer stärker werden, sollte die Einheiten des Spielers gut aufeinander abgestimmt sein, um nicht aufgerieben zu werden.
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Fazit von Benjamin Jakobs:
Was waren das noch für Zeiten. UFO: Enemy Unknown hat mich wochenlang vor den Bildschirm gefesselt. Auch für Langzeitmotivation war gesorgt, denn es gab viele Forschungen und Einsätze zu absolvieren. Mit UFO: Aftermath könnte die Reihe mit aktueller Technik wieder zu einem festen Bestandteil der Strategiespiele werden, natürlich nur bei entsprechender Qualität und Erfolg. Nach eigener Aussage hat Altar Interactive bei der Entwicklung einige Vorschläge der Fans zur Verbesserung des Spiels beachtet und auch eingebaut. Da die Entwickler selbst auch Fans der X-Com Reihe waren, sollten sie das Feeling der früheren Teile sehr gut rüberbringen. Wir sind gespannt! |
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| Benjamin Jakobs |
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